Rezeption von „Wenn Soziopathen träumen“

Mittlerweile ist meine neuste Anthologie „Wenn Soziopathen träumen“ bereits seit einiger Zeit draußen und die ersten Kritiker und Leser haben ihre Rezensionen verfasst. In diesem Buch habe ich diesmal einige meiner experimentellsten und ungewöhnlichsten Texte versammelt, darunter auch ein Gedicht, und auch das erste Mal Illustrationen eingebaut, weshalb es mir schwer fiel vorherzusehen, wie das Buch bei euch, meinen Lesern ankommt. Deswegen bin ich doppelt glücklich darüber, dass die Rezensionen wieder sehr gut ausfielen. 🙂

Vor allem die äußerst lange, bebilderte und ausführliche Rezension von Lisa auf ihrem Blog Buecherschlucker, hat mir sehr gefallen und ich empfehle allen mal da reinzulesen, auch wenn ihr das Buch vielleicht schon habt, weil es einfach ein Lesegenuss an sich ist 😉 : https://buecherschlucker.blogspot.de/2017/08/wenn-soziopathen-traumen-leveret-pale.html

Ihr Fazit zu dem Buch:

Wer gerne düstere und Gänsehautgeschichten mag und offen für Abwechslung ist, ist bei diesem Buch absolut richtig! Dieses Buch fasziniert vor allem mit seinen besonderen Welten, heiklen Themen und außergewöhnlichen Gedankengängen. Manchmal etwas verwirrend, aber im Großen und Ganzen unterhaltsam!

Und auch Krisi von Wurmsuchtbuch hat auf ihrem Blog, der übrigens mittlerweile von blogspot auf WordPress umgestiegen ist und daher ein neues, frisches Design hat, eine lesenswerte und positive Kritik veröffentlicht: https://wurmsuchtbuch.com/2017/08/13/3428/

Ihr Fazit zu dem Buch:

Für mich ist Leveret Pale einer der Autoren, welcher mit der Psyche und den gegebenen Verhältnissen spielt, wie kaum ein anderer. Einige der Geschichten sind überzeugender, als andere und dennoch ist die Anthologie nur zu empfehlen für all jene, die über den Tellerrand hinausschauen wollen.

Neben Bloggern haben aber natürlich auch Leser bereits Rezensionen hinterlassen, vor allem auf Lovelybooks, wo die dazugehörige Leserunde nun vor kurzem geendet ist, aber noch immer allen Interessenten offensteht: https://www.lovelybooks.de/autor/Leveret-Pale/Wenn-Soziopathen-tr%C3%A4umen-1476147074-w/leserunde/1476174355/

Jeder ist herzlichst eingeladen jederzeit der Leserunde noch nachträglich beizutreten und seine Meinung zu den einzelnen Geschichten oder dem Gesamtwerk mit den anderen Lesern auszutauschen. Ich bin auch immer zur Stelle, um Fragen zu beantworten oder mitzudiskutieren 😉 .

Auf YouTube hat unser Buch auch seinen Weg gefunden, nämlich auf den Kanal chrissieskleinewelt der BookTuberin Christiane. Ihre Videorezension findet ihr hier:

Auch auf Instagram gab es Posts von Lesern, die mich sehr erfreut haben. Hier exemplarisch ein sehr schönes von Nadine, einer Teilnehmerin der Leserunde bei Lovelybooks:

Ich freue mich immer extrem über das Feedback meiner Leser 🙂 Ich würde auch Bücher schreiben, wenn sie außer mir niemand lesen würde, aber ich liebe es einfach auch mit meinen Texten Menschen zum Nachdenken zu bewegen und mich dann mit ihnen darüber austauschen zu können, was in unseren Köpfen beim schreiben und lesen dann vorgeht ^^

 

 




Spezial: Zitatinterview mit Monika Loerchner

Monika vor dem heimischen Bücherregal bei der Lektüre ihres neusten Romans „Hexenherz“

Diesmal gibt es hier auf meinem Blog mal etwas ganz Besonderes, nämlich ein Interview; und als ob das nicht schon ungewöhnlich genug wäre, ist es nicht einmal ein normales Interview. (Wo würden wir den hinkommen, wenn ich anfange irgendetwas normal zu machen? Das wäre ja langweilig.) Meine Kollegin Monika Loerchner und ich* sind auf die Idee gekommen uns gegenseitig zu interviewen, allerdings mit der Auflage, dass wir auf die Fragen jeweils nur mit ein bis drei Zitaten aus unseren bereits veröffentlichten Werken antworten können. Hier könnt ihr meine Fragen und Monikas Zitatantworten lesen. Wenn ihr wissen wollt, wie ich mich dabei angestellt habe, und mit welche Zitaten, dann schaut auf Monikas Blog vorbei, den sie übrigens deutlich besser und ordentlicher pflegt und füttert, als ich meinen. 😛

 

  1. Warum hast du angefangen zu schreiben bzw. warum schreibst du?

     

    Von da an sah Fabian die Frau jeden Dienstag. Sie kam stets vom Supermarktparkplatz rechts auf der anderen Straßenseite, ging über den Fabian gegenüberliegenden Bürgersteig nach links und verschwand irgendwann einfach aus seinem Blickfeld. Dabei ging sie weder besonders schnell, noch auffallend langsam. Sie ging einfach und das war etwas, dass Fabian nicht in den Kopf ging. Entweder man ging wohin und hatte ein Ziel, oder man ging spazieren. Letzteres kam kaum in Frage, hier gab es nichts zu sehen als die Autos, Busse und LKW, die über die Hauptstraße rollten, den Supermarkt und die Tankstelle neben dem Bushäuschen. Wer spazieren gehen wollte, suchte sich eine bessere Gegend. Die Stadt war keine Schönheit, hatte aber durchaus ein paar hübsche Ecken. Also warum sollte die Frau ausgerechnet die Hauptstraße entlanggehen? Die hier nichts zu bieten hatte außer Straßenlärm und -Luft und hinter Vorgärten verschanzten Wohnhäusern?
    Die andere Möglichkeit war natürlich, dass die Frau ein Ziel hatte. Doch das passte einfach nicht zu ihrem Gang: Wer wohin wollte, ging irgendwie anders. Nicht unbedingt schneller, aber bestimmter. Fabian wusste selbst nicht, was ihn so sicher machte, aber für ihn stand fest, dass die Frau kein Ziel hatte.“ (Aus: „Die Dame in Lila“, Seite 94f.)

    Ich denke fieberhaft nach. Mein Gespür, nicht mehr als ein leichtes Kribbeln in meinem Bauch, sagt mir, dass ich da an etwas dran bin. Noncoai. Incaono. Verdammt, so komme ich nicht weiter! Wenn ich nur etwas zu schreiben hätte!“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 294.)

    Und ich hab Hummeln im Hintern!“ (Aus: „Ein Winterberger Winterkrimi“, Seite 23.)

    2. Man lässt ja als Autor auch immer ein bisschen die eigene Persönlichkeit in seine Bücher einfließen; gibt es Passagen, die deine gut umschreiben?

„Ich balle die Hände zu Fäusten. Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist es Ungerechtigkeit!“

„Huhu! Is hier einer? Haaaalloooo! Kaaaaffeeee!!!! Hallo?“ Nicht alle Autoren fröhnen verschiedenen Alkaloiden so sehr wie Leveret Pale, aber eine gewisse Affinität zu Koffein lässt sich in Schriftstellerkreisen immer wieder beobachten.

(Aus:„Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 262.)

 

„’Wenn Sie das so sagen, dann war es wohl so‘, antwortete Kurt vorsichtig. ‚Wollen Sie mir jetzt sagen, was das mit mir zu tun hat, oder noch länger drumrum reden?‘
Zu Kurts Überraschung lachte Bachmann auf.
‚Na, Sie sind ja ein ganz Direkter‘, sagte Bachmann und neigte anerkennend den Kopf. ‚Männer Ihres Formates sind selten geworden.‘
Kurt schnaubte zustimmend.
Mit Genugtuung sah er wie Bachmann bei einer etwas stärkeren Brise fröstelte und dann den Kragen seines Mantels hochschlug. So viel Geld, so viel Zeit, so viel Wolle, und wofür? Für einen Mantel, der nicht wärmte. Manchmal fragte sich Kurt, auf was für verrückte Ideen die Menschen noch so alles kommen würden.“ (Aus: „Der Spaten“, Seite 263f.)

„Huhu! Is hier einer? Haaaalloooo! Kaaaaffeeee!!!! Hallo?“ (Aus: „Ein Winterberger Winterkrimi“, Seite 10.)

  1. Du hast ja unter anderem Religionswissenschaften studiert. Wie stehst Du zum Thema Glaub, zu Religion usw.?

Luzena indes wurde unruhig. ‚Warum antworten sie uns nicht? Warum fragen sie uns nichts?‘, wollte sie wissen. ‚Sie haben doch auf unseren Ruf reagiert?‘
‚Ruhig.‘ Wie es seine Art war, vermittelte Reso trotz seiner Jugend Ruhe und Wohlgefühl. ‚Es scheint mir, sie haben erst ihren Göttern huldigen müssen. Wer sind wir, dass wir uns über fremde Götter erheben wollen?’“ (Aus: „Der Besuch“, Seite 204.)

Die Weibchen der Fremden kamen langsam herbei und vollführten scheinbar sinnlose Gesten, taten im Grunde genommen nicht viel, außer das liegende Männchen aufzurichten und einige rätselhafte, grob hergestellte Gegenstände vor ihm abzustellen. Ob das Opfergaben waren?
Mili war fasziniert von der Szene, die sich vor ihr abspielte. Gleichzeitig schnitt es ihr ins Herz, wie traurig das Männchen offenbar war. Oder missverstand sie da nur etwas? (Aus: „Der Besuch“, Seite 205.)

‚Glaubst Du denn, die Götter hören uns noch zu?‘
‚Natürlich!‘ Luke nickt. ‚Das tun sie, kleiner Freund, ganz zweifellos. Überleg doch mal: Wie sonst wäre es möglich, zu träumen?’“ (Aus: „Der Zweifel“.)


4. … und du hast auch Friedens- und Konfliktforschung studiert. Ein Statement dazu?

Es muss doch eine Möglichkeit geben, wie alle Menschen, Männer und Frauen, gleichberechtigt und in Frieden miteinander leben können!“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 27.)

Ich wünsche dir, dass du zur Einsicht kommst. Doch das wirst du nicht, nicht wahr? Du hast immer schon deinen eigenen Kopf gehabt und deinen eigenen Sinn von Gerechtigkeit. Den habe ich immer an dir bewundert, aber dieses Mal, Kleine, wird er dir zum Verhängnis werden. Eine Frau muss wissen, wann sie kämpfen und wann sie wegschauen muss.“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 356.)

Wer sich gegenüber Schwächeren anders verhält als gegenüber Gleichgestellten, sollte sein Verhalten überdenken, pflegt meine Mutter immer zu sagen.“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 246.)

5. Du hast ja mittlerweile einige Lesungen gehalten und wir beide werden demnächst ja auch bei der Langen Lesenacht in Billerbeck aus unseren Romanen lesen. Wie empfindest du es vor Publikum aus deinem Buch zu lesen?

Schriftstellersein ist harte Arbeit … aber auch eine sehr erfüllende und wunderbare, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

‚Die Basis der Schriftstellerei ist nichts anderes als harte Arbeit.‘

‚Du willst mich wohl auf den Arm nehmen!‘ Wütend funkelt mich der Fremde an. ‚Als ob dir das

Schreiben keinen Spaß machen würde!‘

‚Doch, tut es. Es ist ein großes Glück, wenn man seiner Berufung folgen kann und die Arbeit Spaß

macht. Aber soll man sich deswegen etwa nicht mehr dafür bezahlen lassen? Und denken Sie bloß

nicht, das mir das Schreiben IMMER Spaß macht!‘

Ich schließe die Augen und denke an Kopfschmerzen und Schniefnase.“ (Aus: „Ein widerstehliches Angebot“, Seite 70.)

Wir sitzen hier, du und ich und … ich bin sicher, wir können zusammen eine ganze Menge Spaß haben! Mindestens so viel, wie wenn wir in Miami wären, ja?“ (Aus: „Ein Winterberger Winterkrimi“, Seite 9.)

6. Wenn man deinen Roman Hexenherz liest, in dessen Welt ein oppressives Matriarchat herrscht, merkt man, dass dir das Thema Gleichberechtigung sehr wichtig ist. Wie sollte eine Gesellschaft deiner Meinung nach optimalerweise aussehen?

„‚Ganz so ist es nicht‘, hatte ich erwidert, ‚aber merk dir eins, mein Junge: Gerechtigkeit muss für jeden da sein. „

Wahnsinn ist das, was diese Gesellschaft aus uns gemacht hat. Nicht alle denken so. Wir nicht und andere auch nicht. Also zog Adrian los, Gleichgesinnte zu finden. Mit ihnen wollte er leben, als Gleicher unter Gleichen, ganz egal, ob Mann oder Frau oder Fräulein. Bemessen einzig und allein an der Stärke seines Wesens, seines Charakters.“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 306.)

‚Ganz so ist es nicht‘, hatte ich erwidert, ‚aber merk dir eins, mein Junge: Gerechtigkeit muss für jeden da sein. Ob groß oder klein, mächtig oder schwach, Frau oder Mann: Man kann sich nicht aussuchen, für wen die Gerechtigkeit da sein soll und für wen nicht. Man muss zu dem stehen, der man ist, und stets versuchen, so zu handeln wie der Mensch, der man sein möchte. Nur so wirst du es eines Tages schaffen, der Göttin ohne Scham gegenübertreten zu können.’“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 396.)

7. … und man merkt auch, dass du zweifache Mutter bist. Wie würdest du eine optimale Mutter beschreiben?

‚Jenny’“, wiederhole ich so sanft ich kann. ‚Ich werde aller Wahrscheinlichkeit nach in den Tod gehen. Vieles im Leben erscheint einem sinnlos, Jenny, wenn man nur an sich denkt und nicht an das Morgen, das andere noch erleben werden. Ich habe diesen Jungen an Kindes statt genommen. Ich muss ihn in der Obhut einer Person wissen, der ich absolut vertrauen kann. Ihr beide seid für mich das Leben, das Weiterleben. Selbst, wenn wir anderen alle scheitern sollten. Kannst du das für mich tun?’“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 375.)

Das Baby in meinem Arm ächzt im Schlaf. Es streckt Ärmchen und Beinchen von sich, zittert ein wenig und entspannt sich wieder mit einem zufriedenen Seufzer. Kire liegt völlig schlaff in meinen Armen. Sie ist so voller Vertrauen, wie sie es als Erwachsene nie wieder sein kann. Noch weiß sie nichts von dieser Welt, noch kennt sie nichts außer Liebe, Wärme und Geborgenheit. Göttin, beschütze sie!“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 426.)

8. Wie schaffst du es, dich um deine Kinder zu kümmern und dich gleichzeitig so einer zeitintensiven Tätigkeit wie dem Schreiben zu widmen? Werden da manchmal die Kinder vernachlässigt?

Ich schätze, mit etwas Organisationstalent kann man das irgendwie hinkriegen?

Empfanden zwar einen Hauch Mitleid mit dem Kind, aber der Vater würde zweifellos Physiklehrer Müller werden, und der war schließlich echt in Ordnung.“ (Aus: „Der Langzeitplan“.)

9. Wie du schreibst, möchtest du deinen Lesern auch gewisse Wert vermitteln, welche sind das?

Als sich ihre Blicke trafen verliebte sich der junge Mann unsterblich in die Prinzessin, denn er hatte hinter ihrem hochmütigen Wesen ihr gutes Herz erkannt. Und ebenso verliebte sich die Prinzessin unsterblich in den jungen Mann, denn sie erahnte die Güte und Wärme hinter seinem kühlen Gebaren.“ (Aus: „Der Winterprinz“.)

Jetzt muss ich wirklich lachen. ‚Mirja, ernsthaft? Ja, wir haben uns ganz gut unterhalten. Und ehrlich gesagt haben wir mehr gemeinsam, als ich je gedacht hätte. Aber das macht doch noch lange keine Freundschaft aus. Dazu gehören Dinge wie Vertrauen, Ehrlichkeit und Treue! Dinge, von denen du keine Ahnung hast!’“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 218.)

 

10. Bist du eher eine Idealistin oder eine Materialistin?


„Was ich meinte, war, dass Adrian damals ein Idealist war, ein Träumer. Als ich ihn vor etlichen Jahren wiedertraf, hatte sich das geändert. Er war realistischer geworden, härter. Seinen Idealismus hat er jedoch nie ganz verloren.“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 307.)

Hunger tut weh, das solltest du am besten wissen.“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 221.)


11. Was erwartest du dir von der Zukunft?


„Ich weiß es nicht, ist das überhaupt wichtig?“ (Aus: „Hexenherz, Eisiger Zorn“, Seite 346.)

 

12. So, das habe ich jetzt von dir geklaut. Ich konnte sie ganz gut beantworten, weil ich mal einen passenden intertextuellen Metafiktionwitz in einer meiner Kurzgeschichten eingebaut habe (man hüte sich vor den ganzen postmodernen Autoren, die sich selbst in ihre Texte einbauen). Aber ich glaube, du wirst da eher deine Schwierigkeiten haben. Überzeuge du mich jetzt deine Bücher zu kaufen. (bzw. nochmal, ich habe sie eigentlich bereits alle mittlerweile) 😉

Ich fürchte, Sie missverstehen da etwas: Was irgendein Jurist dazu sagt, interessiert mich nicht. Ich will mein Geld. Geben Sie es mir und alles ist gut. Geben Sie es mir nicht, und … Nun: Ich bekomme immer, was ich will.“ (Aus: „Der Spaten“, Seite 265.)

Wie magisch wurde er von dieser Eisblume angezogen, die so wunderschön war, so einzigartig, so kühn in ihrem Muster und so anmutig zart, dass es ihm die Sprache verschlug. (Aus: „Der Winterprinz“.)

‚Entspann dich mal, Schatz!‘, hatter gesagt, ‚Ruh dich mal richtig aus‘ und ‚Lass dich mal so richtig verwöhnen, Schatz!‘, hatter gesagt. (Aus: „Ein Winterberger, Winterkrimi“, Seite 9.)

ENDE

Ich glaube, lieber Nikodem, mir hat noch nie ein Interview so viel Spaß gemacht wie dieses hier! Deine Fragen waren zugegeben sehr kniffelig, aber ich liebe Herausforderungen! Vielen lieben Dank also für dieses tolle Interview! 🙂

Danke Monika, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast.

Mehr zu Monika könnt ihr hier finden:

https://monikaloerchnersite.wordpress.com
https://www.facebook.com/MonikaLoerchner/
https://www.lovelybooks.de/autor/Monika-Loerchner/
https://www.amazon.de/Monika-Loerchner/e/B01MRLT7GK/
http://www.acabus-verlag.de/autoren_31/loerchner-monika_1133.htm

Bibliographie:

*Naja, eher sie, aber ich habe sehr schnell zugestimmt und die Genialität dieser Idee erkannt und das Konzept ausgearbeitet. 😉  Ich meine, wie cool ist das, ein Zitatinterview ^^




Soziale Konformität und Bilanzsuizid

Soziale Konformität und Bilanzsuizid als Zeichen der selbstbestimmten Persönlichkeit

Man unterscheidet zwischen zwei Formen der Konformität. Bei der inneren / privaten Akzeptanz, akzeptiert das Individuum in Folge der Sozialisation die von seinem Umfeld geforderten Ansichten und Handlungen als richtig und glaubt von sich selbst daran. Dies wird häufig von Unmündigkeit und kognitiver Dissonanz begleitet und von Propaganda, Hierarchie und sozialen Einflüssen gefördert und gefestigt.
Bei der öffentlichen Folgsamkeit / compliance handelt das Individuum ebenfalls konform und befolgt die Normen, allerdings ohne selbst an die Richtigkeit der Handlung zu glauben. Es läuft einfach aufgrund von Faktoren wie Gruppenzwang und Angst vor negativer Resonanz mit und handelt nach außen konform, obwohl es innerlich dagegen ist. Man spricht hier in der Extremform von Mitläufertum oder innerer Migration.
Konformität kann in Form der inneren Akzeptanz für das durchschnittliche Individuum im Rahmen der Sozialisation förderlich sein, da ein glückliches und erfolgreiches Leben innerhalb einer Gesellschaft für jemanden ohne besondere Talente oder Fähigkeiten nur möglich ist, wenn man sich in diese Gesellschaft integriert und seine Rolle akzeptiert und sich der Konsensillusion hingibt. Wer absolut konform mit dem System ist, der braucht keinen eigenen Willen, um glücklich zu werden, sondern kann sich von den Medien, sozialen Happenings und Prestige berieseln lassen. Für die, wie sie Nietzsche nannte, „letzten Menschen“ ist die Herdentierexistenz die geeigneteste und bequemste.
Compliance hingegen ist für die persönliche Entwicklung schädlich, da sie voraussetzt, dass es sich bei dem betroffenen Individuum um einen Andersdenker handelt, der sich permanent von der Gesellschaft bevormunden lässt und so auf Dauer seine Mündigkeit abgibt und seine Willenskraft und die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung verliert.
Compliance muss, genauso wie die innere Akzeptanz, daher überwunden werden, wenn das Individuum sich zu einer mündigen und selbstbestimmten Persönlichkeit entwickeln soll, die in der Lage ist ihr volles Potential auszuschöpfen, und Eudaimonia zu erreichen. Vor allem bei Querdenkern und Hochintelligenten, führt Konformität zu einem immensen Verlust an potentieller kultureller und wissenschaftlicher Errungenschaften. Erst das Ausbrechen aus der Norm ermöglicht die Geburt des Neuen, ebnet die Wege für die persönliche Freiheit und lässt das innere Potential des begabten Individuums aufblühen.
Für die persönliche Entwicklung ist daher jegliche Art von unkritischer Konformität kontraproduktiv (nicht nur die soziale Konformität; auch die Konformität mit sich selbst und den eigenen Schwächen).
Als Beispiele für die Folgen von Konformität auf die persönliche Selbstbestimmung und die Charakterentwicklung die fiktive Person „Otto Normalbürger“ und der real existierende Gonzo-Journalist Hunter S. Thompson gegenüberzustellen.
Otto N. verhält sich sein ganzes Leben lang konform; er geht zur Schule, lässt sich manchmal aus Compliance von seiner Peer-Group zum Schwänzen überreden, aber damit bewegt er sich noch in der Norm, und letztendlich macht er seinen Abschluss und beginnt irgendwann zu arbeiten. Als Jugendlicher träumt er davon, Rockstar zu werden und übt fleißig auf der Gitarre. Er ist auch sehr gut und hat Talent, aber seine Eltern und sein Umfeld überzeugen ihn, dass eine Musikerkarriere zu unsicher ist. Aus Konformität zu sich selbst und der Gesellschaft, gibt er nach, und entscheidet sich für ein Studium eines Faches, das seine Eltern ihm vorgeschlagen haben. Nach einiger Zeit und Fehlschlägen findet er einen normalen Beruf, denn er dann bis zum Rentenalter ausführt, da er weder die Kraft aufbringen kann/will sich nach etwas besseren umzuschauen und er auch nicht seine Peer-Group verlieren will. Er spielt nur noch selten Gitarre, da das Studium, die Partys zu den er eingeladen wird, die Beziehungen und Familientreffen und später die Jobs zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Nach einigen Beziehungen, gelegentlichen Alkoholeskapaden an den Wochenenden, wird er mit dem Alter den Erwartungen der Gesellschaft entsprechend ruhiger, heiratet eine Frau und bekommt mit ihr Kinder. Diese stecken ihn im hohen Alter in ein Altersheim, wo er aus Compliance und arbeitsbedingter Erschöpfung bleibt, obwohl er eigentlich vor seinem Tod nochmal die Welt bereisen will. Nach einigen Jahren stirbt er in geistiger Umnachtung.
Otto N. führte ein durch und durch konformes Leben, welches stark fremdbestimmt war. Er absolvierte die vom Staat und der Gesellschaft vorgegebenen Sozialisationsinsanzen und war ein konformer Teil der Gesellschaft, bis diese ihn letztendlich entwürdigte, bis er nicht einmal mehr seinen Lebensabend selbstbestimmen konnte. Man kann in keiner Weise Otto N. eine selbstbestimmte Persönlichkeit attestieren, denn dadurch, dass er immer auf die ein oder andere Art und Weise konform handelte, konnte sich so eine gar nicht herausbilden.

Der amerikanische Schriftsteller Hunter S. Thompson kann hingegen als Paradebeispiel eines Nonkonformisten benutzt werden. Angefangen bei seiner von Straftaten und Schulabbrüchen geprägten Jugend über eine Karriere als berühmter Romancier, politischer Aktivist und Journalist bis hin zum offenen Konsum sozial geächteter Drogen. Er schöpft sein Potential voll aus, schreibt Romane, die ganze Generationen prägen und bereist die Welt. H. S. Thompsons Nonkonformität gipfelt in seinem Bilianzsuizid im Alter von 67 Jahren. H. S. T. war zu dem Zeitpunkt wohlhabend und wurde weder von äußeren Krisen noch von physischen oder psychischen Problemen zu seinem Suizid getrieben. Nach eigenen Angaben begann er ihn, um selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden und nicht langsam am Alter sterben zu müssen. Dieser Akt (den man klar von einem Suizid aus Verzweiflung differenzieren muss) ist der der höchsten Selbstbestimmung und kann nur von einer durch und durch selbstbestimmten Persönlichkeit vollführt werden. Damit steht Hunter S. Thompson in einer langen Reihe an Persönlichkeiten, die aus Bilanz Suizid beginnen und die über Sigmund Freud geht und bis zu Sokrates und Seneca zurückgeht. Und so eine radikal selbstbestimmt Persönlichkeit kann sich nur durch radikale Nonkonformität entwickeln.




Große eBook-Sommerrabattaktion

Es ist Sommer, und was gibt es da Schöneres, als im Schatten zu liegen und endlich mal wieder ein gutes Buch zu lesen? 😎😉 Und damit euch der Lesestoff nicht so schnell ausgeht, gibt es ab heute für eine Woche die eBook-Fassungen von vier meiner Bücher stark reduziert für nur 0,99€. Um genau zu sein, handelt es sich hierbei um meinen vielgelobten Roman Crackrauchende Hühner, meine über vierhundert Seiten starke Horrorgeschichtenanthologie Wahnsinn, den ersten Band meiner Elirium-Saga Die Rückkehr der Götter und die kleine, psychedelische Geschichtenreise Wahn. Ihr könnt die eBooks überall kaufen, wo es eBooks gibt, also bei Amazon, Tolino, iBooks, playstore usw.
(„Wenn Soziopathen träumen“ wird es als eBook übrigens auch zum Start reduziert geben, allerdings nicht so stark)
Also, schlagt zu, solange noch Zeit ist, denn zu solchen Kampfpreisen werde ich meine Bücher nicht mehr verschenken 😉

 

Die Aktion dauert vom 07.08. bis zum 14.08.2017, danach gilt für die oben genannten eBooks wieder der reguläre Preis.




Leveret Pale jetzt auch auf Pinterest

Nur eine kleine Neuigkeit am Rande: Ich habe mir nun ein offizielle Pinterestseite für Leveret Pale erstellt. Ihr könnt sie unter diesem Link finden: https://www.pinterest.de/leveretpale/

In den kommenden Monaten wird mein Account kontinuierlich mit neuen Grafiken, Illustrationen und anderen Bilder gefüllt, die etwas von meiner Arbeit zeigen oder weder auf Instagram noch auf tumblr Platz finden, aber für euch trotzdem interessant sein könnten, wie Konzeptzeichnungen für kommende Projekte. Zuerst werden die Zeichnungen von „Wenn Soziopathen träumen“ diese Pinnwand ausfüllen: https://www.pinterest.de/leveretpale/wenn-soziopathen-tr%C3%A4umen/ während ich nebenbei noch die anderen Pinnwände mit Grafiken von älteren und zunkünftigen Projekten fülle.

Es würde mich freuen, wenn ihr vorbeischauen würdet 🙂




Ankündigung: Neue Anthologie „Wenn Soziopathen träumen“

Am 24. Juli 2017 erscheint meine dritte Anthologie „Wenn Soziopathen träumen„, und ähnlich wie in Wahnsinn und Wahn, wird dieses Buch wieder eine Sammlung von obskuren, gruseligen und verstörenden Geschichten enthalten. Allerdings sind diesmal die Geschichten etwas anders, schließlich habe ich mich in der Zwischenzeit als Schriftsteller weiterentwickelt und mich von der klassischen Horrorliteratur etwas entfernt und mehr den surrealistischen und psychedelischen Texten zugewandt, wie mein vorletzter Roman Crackrauchende Hühner wohl am meisten verdeutlicht. Und es gibt eine weitere Neuerung, denn das erste Mal wird ein Buch von mir Illustrationen beinhalten. Meine Freundin, die Künstlerin Vivienne Feiler, hat für das Buch 13 verstörende Zeichnungen angefertigt, für jeden Texte eine.

Insgesamt wird die Anthologie 172 Seiten haben mit 13 Texten, davon zwei Novellen, neun Kurzgeschichten, ein surrealistisches Gedicht und ein abgefucktes Lexikon, zum nachschlagen unbekannter Begriffe. Eine der beiden Novellen erzählt die Lebensgeschichte des Magiers Mos Valamor, einem Charakter in meinen beiden Elirium-Saga Romanen.

Für die Veröffentlichung sind Gewinnspiele, Kooperationen mit Bloggern, Interviews und weitere Aktionen und Events geplant. Infos dazu werden zeitnah auf meinem Blog und in den Sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, wo ich am aktivsten bin, verkündet. Vorbestellungen können bei mir via Mail an autor@leveret-pale.de getätigt werden. Bezahlung ist via PayPal und Überweisung möglich. Alle Vorbestellungen werden von der Illustratorin und mir, dem Autor, exklusiv signiert und erhalten auf Wunsch eine persönliche Widmung von mir. Der Preis für ein Taschenbuchexemplar liegt bei 9,99€. Da ich allerdings in der letzten Juliwoche auf Studienreise in Weimar bin, werden die Vorbestellungen erst am ersten August verschickt. Trotzdem erhalten die Vorbesteller die Bücher höchstwahrscheinlich früher, als die regulären Käufer, da erfahrungsgemäß die meisten Buchhändler, und auch Amazon, das Buch erst nach einer Woche, also ab Anfang August auf Lager haben werden.

Fotos vom Testdruck: https://www.instagram.com/p/BWAP-ysDJ8K/

Coverentwurf für die Anthologie




Lesung auf YouTube: Leveret liest Crackrauchende Hühner

Wer mich mal aus meinem letzten Roman „Crackrauchende Hühner“ lesen sehen will, kann das ab jetzt auf YouTube tun. Ich habe mehrere Passagen aus meinem Roman vorgelesen und bei YouTube hochgeladen. Seit gestern Abend ist der Prolog von CrH dort anzusehen bzw. anzuhören. Weitere Episoden des Formates Leveret liest werden in den kommenden Wochen folgen. Viel Spaß 😉 Über Kommentare und jegliche andere Art von Feedback freue ich mich immer.

 

https://youtu.be/8OKLETsAqkQ

Ein Klick auf das Bild führt zum ersten Teil meiner YouTube Lesung von Crackrauchende Hühner




Rezeption zu ‚Crackrauchende Hühner‘

Mein neustes Buch ‚Crackrauchende Hühner‚ ist nun schon eine zeitlang auf dem Markt. Mittlerweile haben sich einige Kritiker und Rezensenten zu dem Buch geäußert. Und zu meiner großen Freude ist die Rezeption bisher durchgehend sehr gut und vielfältig ausgefallen.

Die Leserunde auf Lovelybooks war sehr spannend und die Beteiligten zeigten sich Es gab nur einen einzigen Fall bei dem eine Leserin auf lovelybooks in der Leserunde von dem Buch nicht begeistert war, sondern sogar in die andere Extreme umgeschlagen ist: Sie forderte eine Zensur bzw. ein Verbot meines Buches und griff den Autor, also mich persönlich an. Die angekündigte Rezension inklusive fundierter Demontage blieb zwar bis heute aus, aber ich fühle mich trotzdem hiervon geschmeichelt. Wenn alle mein Buch loben würden und es nicht polarisieren würde, dann würde es bedeuten, dass ich etwas grundlegend falsch gemacht hätte.

Mit möglichst vielen Konventionen und Normen zu brechen, und damit zwangsläufig einigen Menschen vor den Kopf zu stoßen, ist eins der Ziele, die ich mit diesem Buch erreichen wollte, wie ich in einem Interview mit der Plattform Leserkanone am 20. April (#420) erklärte.

Das brachte auch eine christliche Leserin auf Lovelybooks in ihrer Rezension auf dem Punkt.

„[…]]Für „christliche“ Leser ohne Sinn für Humor ist es eher nicht zu empfehlen. Und starke Nerven werden ebenfalls empfohlen, wenn man dieses Buch lesen will. Ich habe selten eine so skurielle, ironische aber auch witzige Geschichte gelesen. Kaum glaubt man es kann gar nicht mehr verrückter werden, passiert es genau so. Am Ende frägt man sich wirklich was jetzt noch Fiktion also Roman und was Wirklichkeit ist. Es braucht schon einige Tage um diese Geschichte so richtig zu verarbeiten und zu verdauen.“, MaschaH, Skurill aber nichts für Menschen ohne Humor.

Obwohl das Buch ihren Glauben stark angriff und parodierte, nahm sie es mit Humor auf und fühlte sich nicht persönlich angegriffen, sondern tolerierte die von dem Buch präsentierte Meinung und gab ihm eine Benotung von 5 von 5 Sternen. Dies ist eine in meinen Augen sehr lobenswerte Einstellung. Wenn nur alle Menschen so tolerant gegenüber Denjenigen wären, die ein anderes Weltbild vertreten; die Welt wäre ein friedlicherer Ort, an dem religiöse, atheistische und andere ideolgisch orientierte Menschen friedlich zusammenleben würden. Ist sie aber leider nicht, und bevor wir uns in nutzlosen idealistischen Tagträumen verlieren, sehen wir uns an, was andere zu CrH geschrieben haben.

Die Blog Wurm sucht Buch lobte in seiner Kritik vor allem die Intertextualität des Werkes und die vielen Verweise auf bekannte und weniger bekannte Werke aus der Literaturgeschichte. Doch die Wirkungsweise des Buches fasste die Lovelybooksrezensentin dieschmitt wohl am besten zusammen:

„[…]Das Buch spielt mit der Realität, oder sagen wir es nutzt verschiedene Realitäten. Dazu kommen unterschiedliche Ebenen, abgedrehten Humor und verschiedenste Anspielungen. Das Buch stellt alles in Frage und ermöglicht auf der anderen Seite aber auch alles. Das klingt jetzt verrückt, aber das Buch ist verrückt, vergiss alle Denkweisen, die Du kennst und lass Dich auf die Reise ein. Sie wird spannend, abgedreht, aber auch geistöffnend. […]“, dieschmitt, Lovelybooks „Abgedreht und hochphilosophisch in einem

Erfreulicherweise haben auch viele Leser auf Lovelybooks und anderen Plattformen auch die realen Ebenen des Buches, die sich mit meiner Persönlichkeit überlappen, entdeckt. Wer nämlich meinen tumblr-Blog liest und auch meine Instagramposts verfolgt, der findet dort Texte zu der Verbindung zwischen dem Charakter Nathan und mir und Bilder der Schauplätze im Roman, was die ganze Handlung um eine zusätzliche digitale Kunstebene erweitert und das Verständis einiger Anspielungen erleichtert.

Auf Amazon liegt die durchschnittliche Wertung von CrH bei 4,8 Sternen. Insgesamt bin ich über die Rezeption, die mein Buch bisher erfahren hat, erfeut und fühle mich geehrt. Tausend Dank an alle meine treuen Leser da draußen. Ohne eure Käufe und Rezensionen und das viele persönliche Feedback in Form von Kommentaren und E-Mails, wäre ich jetzt als Schriftstellere nicht so weit, wie ich es jetzt bin. Und ein großes Danke geht an alle Kollegen, die mich inspirieren und unterstützen, insbesondere Heidi Lehmann, die mir bei der Überarbeitung von Crackrauchende Hühner mit ihrem Lektorat zur Seite stand und Anja Linnenbach, die beim Korrektorat mithalf.

Eine Liste alle meiner relevanten Kollegen findet ihr übrigens auf meiner entsprechenden Unterseite: http://leveret-pale.de/mitwirkende

 




Leipziger Buchmesse 2017: Ein kurzer Rückblick (I)

Ja, ich weiß, dieser Post kommt so spät, dass es beinahe schon peinlich ist. Die Leipziger Buchmesse war vor Wochen und selbst der Nachmesse Blues ist mittlerweile bei (fast) allen abgeklungen. Man merkt schon, ich bin kein professioneller Blogger, dafür bin ich ein zu großer Chaot. Meine Messeerlebnisse habe ich zwar mehr oder weniger ausführlich auf meinem Instagramaccount in Wort und vor allem Bild live dokumentiert, allerdings gibt es noch das ein oder andere Wort dazu zu verlieren, um die Lücken zwischen den Bildern zu füllen.

Wer aber in Zukunft immer pünktlich bzw. live Bescheid wissen will, was bei mir so los ist, der sollte nicht nur diesem Blog, sondern auch und insbesondere meinem Instagram folgen. Für diesen Blog habe ich leider nicht genug Zeit, denn die wenige, die mir momentan zur Verfügung steht, stecke ich lieber in das Schreiben neuer und besserer Bücher und Kurzgeschichten.

Ich besuchte die Leipziger Buchmesse 2017 an dem Wochenende 25ter und 26ter März und eigentlich kann ich schon vorab sagen: Es geschah mehr oder weniger alles, was ich in meinem Beitrag über die Pläne zur LBM17 geschrieben habe – abgesehen von dem Detail, dass ich es am Abend des Samstags es nicht mehr schaffte irgendetwas groß vom Leipziger Nachtleben mitzubekommen, weil ich zu ausgelaugt von den Ereignissen des Tages war.

Ich stand am Samstag gegen drei Uhr morgens auf und nahm den 5Uhr ICE von München nach Hamburg und verbrachte die Fahrt mich dem Konsum von Koffein und Lesen.
Gegen elf Uhr kam ich bei der Messe an. Sie verschlang mich sofort mit ihrem wilden Rausch aus bedrucktem Papier, Autoren, abertausenden Lesern, Cosplayern, bunten Ständen und Litern an FrozenMatcha, die ich mir im japanischen Teegarten in der MangaCon reinkippte. Zuerst traf ich den Blogger und BookTuber Florian Jung von creepycreaturesreview beim Stand des FESTA-Verlags, wo er mich auch dann mit dem Verleger Frank Festa und dessen Familie bekannt machte. Wir unterhielten uns über die Buchbranche und drehten dann ein Interview mit mir. Danach traf ich mich mit noch mehr Bloggern und Autoren, machte mit dem Philosophen & Schriftsteller Gunnar Kaiser einen Spaziergang über das Messegelände und diskutierte über Selfpublishing, Schule, Schreiben, YouTube, Cosplayer und den ganzen Messeirrsinn an sich.

Und von dort hopelte ich dann auch weiter, redete mit Autorenverbänden, las die Broschüren interessanter Verlage und befragte Verleger und hörte mir Vorträge zu Marketing und anderen für Schreiber eher irrelevanten Themen an. Den Nachmittag verbrachte ich dann mit einigen befreundeten Autoren, darunter Monika L. und Sabrina W., die beide jeweils selber über diese Messe auf ihren Blog berichtet haben. Zusammen liefen wir durch die wunderschöne Innenstadt Leipzig und trafen uns mit noch mehr Autoren, darunter Anne M. und David K., mit denen wir  in einem Restaurants namens Zigarre zu Abend aßen. Es war eine entspannte Runde, bei der wir stundenlang über so ziemliches alles diskutierten, was solche Nerds, Schreiber und Poeten wie uns Autoren umtreibt, vom Verlagswesen, bis hin zu Philosophie und Animes. Danach hatte ich eigentlich vor, mir noch etwas die Stadt anzusehen, aber es war spät und ich schleppte meinen schweren Rucksack mit allen meinen Sachen auf dem Rücken mit mir herum. Ich beschloss erstmal zu meinem Hotel zu gehen und dann je nach Müdigkeit entweder zurück in die Stadt zu fahren oder schlafen zu gehen. Mein Hotel befand sich laut Buchung direkt neben der Leipziger Buchmesse, also musste ich wieder raus aus der Stadt und zurück zum Messegelände fahren.

Es war bereits 23 Uhr und der Bahnsteig und die Unterführung darunter abgesehen von einem Mann, der verdächtig nach Junkie aussah, menschenleer. Ein Betrunkener raste in Schlangenlinien vorbei und beschimpfte mich und den Junkie, der ab nur zurückgrinste. Ich war ausgelaugt von dem langen Tag und Google Maps spinnte auf meinem Handy herum. Das Hotel war nur eineinhalb Kilometer Luftlinie von mir entfernt, aber egal welche Route ich nahm, ich lief letztendlich immer im Kreis oder endete in Sackgassen. Meine Muskeln begannen bereits zu zittern und ich wollte einfach nur noch so schnell wie möglich ins Warme und schlafen. Ich wagte einen Versuch und fragte den Junk, ob er den Weg zu dem Hotel oder zumindest der Straße kenne. Er sah mich an, schüttelte den Kopf und sagte „Hotel Novum… Nein, also, nein… Nie gehört. Nein, wobei… Wie hieß die Straße nochmal? Nein, also nie gehört. Wobei …“, sein Gestammel drehte sich im Kreis und wiederholte sich dauernd. Seine Stecknadelaugen zuckten hin und her und zwischen jeden Worte grinste er mich an. Er war freundlich, aber er wusste wahrscheinlich nicht einmal wo er selber war. Ich wünschte ihm noch einen schönen Abend. Erschöpft, ausgekühlt und verwirrt rief ich mir letztendlich ein Taxi. Vom Taxifahrer erfuhr ich dann auch, warum ich das Hotel nicht gefunden hatte. Zwischen mir und dem Hotel lag eine Autobahn und ein Straßennetz aus Schlangenlinien. Der einzige Weg, den man zu Fuß zum Hotel nehmen konnte, war ein Fahrradweg, den Google Maps nicht kannte und den ich im Dunkeln nicht gefunden hatte. Der Fahrer war ein Bulgare. Er sagte, dass es klug von mir gewesen wäre, ein Taxi zu rufen. Die Welt war ein verrückter Ort und man war nicht mehr sicher, selbst als erwachsener Mann, wenn man nachts alleine herumlief. In seiner Heimatstadt in Bulgarien hatten vor kurzem zwei drogensüchtige Teenager einen Taxifahrer abgestochen. Wegen 20 €. Wegen Narkotika! Zwei Leben zerstört durch lebenslang Gefängnis, eins komplett ausgelöscht. Für 20 €! Die Welt war verrückt! Und in Amerika! Trump! Ich nickte. Ja, die Welt war ein verrückter Ort. Aber das war sie schon immer gewesen.

Ich checkte gegen Mitternacht im Novum Hotel Aviva ein, schleppte mich in mein Zimmer, duschte mich und fiel erleichtert ins Bett. Ein ereignisreicher und hochspannender Tag war vorbei.

Was am zweiten Tag so geschah, erfahrt ihr im nächsten Blogpost bzw. Teil II.




Interview über CrH, meine Recherchemethoden & das Autorenleben

Ich wurde vor kurzem wieder von der Plattform leserkanone.de interviewt. Das Interview war sehr ausführlich und ich ging darin auf den Schreib- und Rechercheprozess hinter meinem neusten Roman „Crackrauchende Hühner“ ein. Wer also wissen möchte, wie das Autorenleben aussieht, der sollte definitiv mal reinlesen.

Das Interview erschien am 20. April 2017 unter diesem Link:

https://www.leserkanone.de/index.php?befehl=autoren&autor=5755&interview=463