Akzelerationismus Teil 1: tac. /acc

Akzelerationismus – im Folgenden der Einfachheit halber mit /acc abgekürzt – ist ein Begriff, der in letzter Zeit immer wieder in intellektuellen Debatten auftaucht – aber in der Regel ziemlich falsch verstanden wird. Was nicht ganz verwunderlich ist, denn nicht nur ist das Wort an sich schon fast ein Zungenbrecher – der Wikipediaartikel ist zur Hälfte falsch und dabei noch so abgemagert wie ein Model; und die Fachliteratur ist oft so komplex und unzugänglich und voller Neologismen, als hätten die Autoren die Texte auf einem unheiligen Amphetamintrip aus den Tastaturen gehämmert. Des Weiteren hat sich das /acc Framework mittlerweile in einen beinahe undurchdringlichen Dschungel unzähliger, mitunter widersprüchlicher linker und rechter Ideologien und Diskurse – von xenofeministisch bis neoreaktionär – ausdifferenziert. Und wäre das noch nicht verwirrend genug, bezeichnet das Wort Akzelerationismus mehrere Ideen, Praktiken und Theorien, die zum Teil extrem wenig miteinander zu tun haben und wird auch zunehmend als ein politischer Kampfbegriff verwendet.

In dieser mindestens zweiteiligen Artikelreihe versuche ich mal eine Bresche in diesen Dschungel zu schlagen und etwas Licht ins /acc Dunkel zu bringen. Vielleicht werden es auch drei, vier oder fünf Teile, je nachdem wie tief die Reise geht und wie viele von euch dabei an Bord sind. Insgesamt werde ich dabei mindestens vier bzw. fünf Formen des Akzelerationismus aufarbeiten:

Zuerst den taktischen linken Akzelerationismus (tac. l/acc) und taktischen rechten, weißen Akzelerationismus (tac. w/acc) – also das, wovon zurzeit oft geredet wird und propagandistisch konstruiert und instrumentalisiert wird.

Im zweiten Teil dann den eigentlichen Akzelerationismus, also den theoretischen und dann vor allem aber den neoreaktionären bzw. eher rechten Akzelerationismus der dunklen Aufklärung (r/acc und NRx) wie er mittlerweile vor allem vom Daddy des Akzelerationismus, Nick Land, formuliert wird, sowie den eher linken Akzelerationismus (l/acc) von Theoretikern wie Mark Fisher, Alex Williams und Nick Srnicek.  

Auch wenn ich in dieser Artikelreihe zeigen werde, dass /acc primär keine strategische, politische Praxis ist wie oft behauptet, sondern eine komplexe Theorie und Analyse unserer Gegenwart und Zukunft, beginne ich ihn dennoch auf dieser – oft auf einem Missverständnis aufbauenden – praktischen Ebene. Einmal, um ein Gefühl für die Diversität von /acc Ideen zu schaffen, und, um erstmal zu erklären, was zurzeit oft gemeint wird, wenn in öffentlichen Diskursen von Akzelerationisten geredet wird, um danach davon abgrenzen zu können, denn es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Gespenst des tac. x/acc und der – nun auch auf ihre eigene, andere Art unheimlichen – tatsächlichen Philosophie der Denkschule des /acc.

Die gröbste und breiteste Definition des /acc ist die, dass es eine Überzeugung ist nach der Kapitalismus und technologische Entwicklung dramatisch verstärkt und beschleunigt werden sollten – oder, dass sie sich bereits jetzt zunnehmend verstärken und beschleunigen und es immer radikaler tun werden, egal was jemand dagegen zu unternehmen versucht. Doch bei dem Wie?, Warum?, Wozu? und Was dann? beginnen bereits die gängigen Missverständnisse. Fangen wir daher bei der beliebtesten Miskonzeption an:

tac. l/acc
Die häufig präsentierte, oberflächliche Definition, vor allem aus der konservativen Ecke und von einigen Schwaflern wie Gunnar Kaiser, des /acc, ist die einer politischen Strategie vor allem der politischen Linken. Nach dieser Definition ist taktischer linker /acc ungefähr die folgende Idee:

Wenn man den Kapitalismus bekämpfen will, so sollte man ihn nicht aktiv bekämpfen, sondern ihm freien Lauf lassen. Reformen und Kompromisse, wie der sozialdemokratische Sozialstaat und staatliche Regulierungen mögen zwar die Probleme des Kapitalismus zum Teil auffangen und abschwächen. Sie verlangsam aber damit seinen Selbstzerstörungsprozess und halten ihn langfristig am Leben, indem sie es ihm ermöglichen seine Probleme zu übertünchen und auf andere Verantwortliche wie z.B. den Staat oder das Individuum abzulenken.

Wenn man also den Kapitalismus wirklich abschaffen will, so ist es nicht zielführend, für linke Parteien zu stimmen und sich anti-kapitalistisch gegen Globalisierung und für Regulierungsmaßnahmen wie z.B. Kartellgesetze zu engagieren. Im Gegenteil, als guter linker Revolutionär sollte man den Kapitalismus immer weiter befeuern, ihn immer weiter beschleunigen, bis er so radikal und entfesselt wird, dass nach der marxistischen Dialektik seine inneren Widersprüche sich so extrem verstärken, dass die Arbeiter gezwungen werden ein Klassenbewusstsein zu entwickeln, die Klassenkonflikte zunehmen und zur proletarischen Erhebung, dann Revolution und dann unweigerlich zum Kommunismus führen.

Quasi eine Neuformulierung des leninistischen „je schlechter es den Menschen durch Kriege und Kapitalismus geht, desto besser für die Mobilisierung des Proletariats für die Revolution“ kombiniert mit einem historizistischen Glauben an den Determinismus des Klassenkampfes. Mit dem Vorteil, dass man sich als Linker nun nicht mehr wirklich politisch engagieren muss: es reicht die FDP zu wählen, sich zurückzulehnen und ab und zu mal nachzutreten und die aufschwellenden Konflikte und sich beschleunigende kapitalistische, kreative Zerstörung anzuheizen. Man kann sogar noch ruhigen Gewissens ein Start-Up gründen und rechts wählen, um etwas mehr Brennholz in das Feuer zu werfen.

Tatsächlich findet man Ansätze solches Denkens sogar bereits bei Marx, der an einigen Stellen seiner Schriften aus solch einer Position gegen eine Beschränkung der Globalisierung und damit des globalen Kapitalismus argumentierte:

[…]Aber im allgemeinen ist heutzutage das Schutzzollsystem konservativ, während das Freihandelssystem zerstörend wirkt. Es zersetzt die bisherigen Nationalitäten und treibt den Gegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie auf die Spitze. Mit einem Wort, das System der Handelsfreiheit beschleunigt die soziale Revolution. Und nur in diesem revolutionären Sinne, meine Herren, stimme ich für den Freihandel.[…]“ – Karl Marx, Rede über die Frage des Freihandels, 1848

Was noch in Teil 2 wichtig wird: Im Gegensatz zu den Vorurteilen vieler Liberaler und Konservativen, die ihn nicht gelesen haben, verteufelt Karl Marx den Kapitalismus und die Bourgeoise nicht komplett – er preist an vielen Stellen den Kapitalismus als das bis dato fortschrittlichste Wirtschaftssystem, welches Nationen, patriarchische Strukturen, Traditionen, Grenzen und all das Alte niederreißt und verschlingt, was eben erst die Grundlage für Klassenkonflikte und die Erhebung des internationalen Proletariats für eine egalitäre Welt schafft.

Wenn man sich allerdings unter den heutigen (Neo-)Marxisten und linken Bewegungen umsieht, so findet man solch einen taktischen Pro-Kapitalismus nicht wirklich. Zwar gewann ein tac. /acc unter einigen linken Randgruppen zum Beginn der 2000er tatsächlich etwas Popularität. Allerdings wandten die sich sehr schnell spätestens nach der Bankenkrise 2008 und angesichts der potenziellen planetaren Zerstörung durch einen vom Klimawandel ausgelösten ökologischen Kollaps von tac. /acc Konzepten ab. Linke Bewegungen und Parteien unserer Gegenwart arbeiten weniger an der Überwindung des Kapitalismus, als daran die von ihm verursachten Probleme zu fixen und ihn damit nach der tac. l/acc Logik weiter am Leben zu halten. Was – seien wir ehrlich – aus einer linken Position tatsächlich vernünftiger ist, als zuzusehen, wie die Umwelt zerstört wird oder Faschisten an die Macht kommen in der Hoffnung, dass nach einem Kollaps genug Zivilization übrig bleibt, um dann eventuell die Gesellschaft in eine Utopie hinein zu rebooten. Dass der aktuelle linke Mainstream auch relativ weit entfernt ist von solch einem klassischen Marxismus und tac. l/acc, kann man allerdings bereits allein daran sehen, dass sich dessen Diskurse zurzeit vor allem um identitätspolitische Konzepte drehen, die das Proletariat entlang von ethnischen und sexuellen Linien spalten, statt es gegen das Kapital zu vereinen und zu mobilisieren.

Der einzige relevante linke Intellektuelle, der in der jüngsten Vergangenheit abgeschwächte Ideen eines tac. l/acc formulierte, ist der slowenische Philosoph Slavoj Žižek. Dieser argumentierte 2016, dass er als Amerikaner Trump wählen würde, da dieser mit seinem reaktionären und ultrakapitalistischen Programm aus dem gezähmten Neoliberalismus Obamas heraustreten würde. Diese politische Disruption würde die Konflikte in der amerikanischen Gesellschaft amplifizieren, sichtbar machen und somit langfristig die Mobilisierung einer revolutionären, linken (Gegen-)Bewegung ermöglichen.

Die aktuellen Unruhen in den USA, vor allem im Zuge der BLM-Bewegung, und die massive Mobilisierung der Linken im aktuellen Wahlkampf und das Erscheinen neuer, linkerer Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez scheinen allerdings diese Prognose nur auf den ersten Blick zu bestätigen. Tatsächlich scheiterte mit Bernie Sanders der einzige genuin linke Gegenkandidat der Demokraten und stattdessen tritt nun Biden an, der wie Obama den etablierten, statischen Neoliberalismus verkörpert. Statt Revolution also eine von der Nostalgie für die frühere Stasis bestärkte Restauration, eine erneute Stärkung des etablierten, eingehegten Zombie-Kapitalismus.

Auch wenn diese Art von taktischer Kalkulierung als Akzelerationismus bezeichnet wird, hat sie zwar etwas, aber dann doch relativ wenig mit der philosophischen Theorie des /acc gemeinsam und beruht weitestgehend auf einem groben Missverständnis. Die Theorien des /acc wenden sich sogar dediziert ab von dem dialektischen Denken des klassischen Marxismus und sind zum großen Teil genuin pro-kapitalistisch. Abgesehen von ein paar Ausnahmen wie der einen Aussage Žižeks, existiert dieser tac. l/acc vor allem nur noch als ein Feindbild und Strohmann in den Diskursen rechter und konservativer Intellektueller. So ähnlich also, wie der Postmodernismus, der von konservativen Intellektuellen wie Jordan Peterson wie eine linke Verschwörung dargestellt wird, aber tatsächlich zum Großteil keine Strategie oder Bewegung ist, sondern eine Zeitdiagnose und ein Framework, aus dem heraus sie selbst oft argumentieren. (Trump ist ein großartiges Beispiel für einen postmodernen Konservativen und die aktuelle Republikanische Partei ist mit Haut und Haar postmodernistisch. Das verdient ein eigenes Essay in der Zukunft.). Und was noch wichtiger ist: Beim /acc geht es nicht um Klassenkampf oder die Zerstörung der Gesellschaft durch das Anheizen von Konflikten, um ein kommunistisches Paradies zu erreichen. Bevor wir allerdings zu einer Erklärung und Analyse des /acc Frameworks kommen und dazu, was /acc eigentlich wirklich ist, noch einige kurze Worte zum rechtsextremen-weißen taktischen /acc, kurz tac. w/acc, der in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen kam:

tac. w/acc
Auch im rechtsextremen und insbesondere rechtsterroristischen Spektrum des Weißen Nationalismus findet man Ideen eines taktischen /acc, die sich aber im Gegensatz zum linken Spektrum oft nicht direkt auf den Kapitalismus beziehen, sondern eher auf ethnische Konflikte, und deutlich populärer sind als in linken Kreisen. Daher nennt man sie in der Regel auch white /acc. Sie haben ihren Ursprung vor allem in den Essays des amerikanischen Neonazis James Mason.

Diese akzelerationistischen Ideen haben ihre Basis darin, dass weiße Nationalisten, Neonazis und Ethnopluralisten fürchten, dass die weiße Rasse und ihre Kultur sich durch Multikulturalismus, Globalisierung und Migration auf dem Weg zur Marginalisierung und langfristigen Auslöschung befindet. Um das zu verhindern, glauben sie oft daran, dass ethnische Konflikte, ein Rassenkrieg, langfristig unvermeidbar sind oder sehen zumindest diese als notwendig an, um die von ihnen befürchtete Marginalisierung abzuwenden und die von ihnen imaginierte Utopie eines weißen Ethnostaats zu realisieren. Allerdings sehen sie auch, dass demnach ihnen die Zeit davonläuft, denn aktuelle demographische Studien gehen davon aus, dass ab circa 2044 Weiße weniger als 50% der Bevölkerung in den USA ausmachen werden. In Europa sieht es ähnlich aus. Global betrachtet sind Weiße bereits eine schrumpfende Minderheit, die je nach Definition nur circa 15% bis 30% der Weltbevölkerung ausmacht. Dass durch die Globalisierung – zumindest bis Corona kam und es kurzeitig gestoppt hat – die Welt zu einem globalen Dorf zusammenschmilzt, ist daher aus der Perspektive weißer Nationalisten zusätzlich besorgniserregend.

Ein weißer Sieg in diesem erwarteten Rassenkrieg ist anbetracht dieser globalen, zahlenmäßigen Unterlegenheit Weißer nur realistisch, wenn die Weißen die Mehrheiten in ihren eigenen Staaten und Gesellschaften und damit auch die Macht über die Armeen dieser Staaten halten können. Daher versuchen einige Rechtsextreme nach der Logik eines tac. w/acc mit Terroranschlägen und teilweise sogar – wie zum Beispiel bei den Boogaloo-Boys – durch die Unterstützung von schwarzen Nationalisten und der BLM-Bewegung, ethnischen Konflikte zu verstärken und zu beschleunigen, sodass der erwartete / geplante Rassenkrieg in den USA möglichst vor der demographischen Wende im Jahre 2044 losbricht. Dazu gehört auch die Polarisierung in der Gesellschaft anzuheizen, sodass auch gemäßigte Linke und gemäßigte Rechte und noch unpolitische Weiße und Farbige dazu angetrieben werden Positionen zu beziehen, sich zu radikalisieren und zu militarisieren.

Der wohl bekannteste Rechtsterrorist, der von solchen taktischen w/acc Konzepten beeinflusst wurde, ist Brenton Tarrant, der 2019 den Anschlag auf die Moscheen in Christchurch durchführte und seine Taktiken in seinem Manifest selbst als akzelerationistisch bezeichnet. Nach einer tac. w/acc Logik spendete er auch höhere Geldsummen an die Identitäre Bewegung, sodass diese unter dem Druck von Behörden sich radikalisiert und zur Gewalt getrieben wird. Die Veröffentlichung seines Manifests, der Livestream seines Mordens und das Vollkleistern seiner Waffen mit Memes, folgte dabei auch einer tac. w/acc Logik, die Feedbackschleifen des Internets und der Memetik zu infizieren und durch das viral Gehen seiner Tat Nachahmer zu inspirieren und Konflikte und Polarisierung anzutreiben.

Doch auch wie beim tac. l/acc eines Slavoj Žižek, scheint hier der tac. w/acc das angestrebte Ziel zu verfehlen. Auch wenn sich ethnische Konflikte, vor allem in der USA, verstärkt haben, verlieren zurzeit Rechtsextreme und insbesondere ihre Intellektuellen massiv an Boden, da sie im Internet durch die Gegenreaktion von Linken, Liberalen, Netzwerkbetreibern und Gesetzgebern zunehmend zensiert werden und ihre Plattformen und Kanäle verlieren. In der Folge haben sie immer größere Schwierigkeiten die breite Masse zu erreichen und neue Mitglieder zu rekrutieren.

Es gibt noch andere Formen des tac. w/acc, zum Beispiel eine ökofaschistische Strömung, die ein Zurück-zur-Natur predigt und gesellschaftlichen Kollaps und Rassenkriege als ein Weg zur Reduzierung der Industrialisierung und Weltbevölkerung und damit Abwendung des Klimawandels sieht, aber das ist relativ inkohärent und obskur und unsere Zeit nicht wirklich wert. Wobei ein dieser Stelle zu erwähnen ist, dass es noch Spielarten des tac. r/acc gibt, die den Kapitalismus zum Zentrum haben, allerdings sind diese noch marginaler und ergeben sich mehr aus dem r/acc. Tatsächlich ist es der theoretische, neoreaktionäre r/acc, der eine theoretische Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen antikapitalistischen/faschistoiden Rechten und kapitalistischen Rechten schafft, die wir heute in der Alt-Right und der innerlich gespaltenen AfD sehen.

Gemeinsamkeiten von tac. l/acc & tac. w/acc
Die Gemeinsamkeiten des tac. l/acc und tac. w/acc sind also das Ablehnen gradueller Reformen und das Bestreben gesellschaftliche Probleme und Konflikte anzuheizen, Krisen zu schaffen und zu verstärken, sodass das soziale und politische System von innen explodiert, wofür auch eine Stärkung des politischen Feindes und Kollateralschäden in Kauf genommen werden. Des Weiteren, dass diese Taktiken in der Realität bisher für keine der Seite wirklich zu funktionieren scheinen, weshalb sich auch die Rechten mittlerweile, wie zuvor die Linken, von solchen akzelerationistischen Strategien abzuwenden beginnen.

Wir haben jetzt also gesehen, was oft gemeint wird, wenn in den aktuellen politischen Debatten von einem weißen oder linken Akzelerationismus die Rede ist. Allerdings, wie ich nun schon mehrmals betont habe, haben diese tac. x/accs nur wenig mit den Philosophien des tatsächlichen /acc zu tun, der selbst eine relativ komplexe Analyse unserer Zeit darstellt, und zirkulieren nur in einigen politischen Randbewegungen.  Nicht nur das: Diese beiden Arten des taktischen „Akzelerationismus“ sind die, von denen Propagandisten sprechen und vor allem jene, die den Akzelerationismus nicht verstehen.

Im zweiten, etwas komplexeren Teil dieser Artikelreihe, werden wir in die Theorie des richtigen Akzelerationismus eintauchen – also den Akzelerationismus von dem Philosophen sprechen – und uns dafür den u/acc, den l/acc und die Theorien von Nick Land genauer ansehen, sowie ein bisschen deren Ursprungsgeschichte. Und ich kann jetzt schon versprechen, dass das sehr spannend sein wird und dann noch etwas mehr Zitate in den Text kommen. Es wird wird wirklich weird und unter anderem um Cyberpunk, Geschwindigkeit, Technokapital, Posthumanismus, Künstliche Intelligenz, eine Invasion aus der Zukunft und ein bisschen um Lovecraft gehen. Also macht euch schonmal einen starken Kaffee, macht etwas Vaporwave an und schnallt euch an.


Solange ich kein Corona kriegen oder mir sonst was Mieses zustößt, wird der zweite Teil dieser Artikelreihe innerhalb der kommenden zwei Wochen erscheinen. Eventuelle splitte ich das noch auf oder ich schiebe noch einen dritten, vierten und fünften Teil hinterher, mal sehen.


Weiterführende Literatur zu dieser Artikelreihe:

Mackay, Robin, #Accelerate: The Accelerationist Reader (#Urbanomic)

Fisher, Mark, Capitalist Realism: Is There No Alternative? (Zero Books)

Williams, Alex & Srnicek, Nick #ACCELERATE MANIFESTO for an Accelerationist Politics

Marx, Karl & Engels, Friedrich, Manifest der Kommunistischen Partei

Deleuze, Gilles & Guattari, Félix, Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie I (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

Land, Nick, A quick-and-dirty Introduction into Accelerationism

Land, Nick, Fanged Noumena: Collected Writings 1987-2007 (Urbanomic/Sequence Press)


Wenn dir dieser Artikel weitergeholfen oder dich unterhalten hat, dann würde es mich freuen, wenn du mir einen Kaffee spendieren würdest, mit dem ich noch mehr solcher Artikel schreiben kann 😉
Kaffee spendieren via Ko-Fi

Nikodem Skrobisz

Nikodem Skrobisz, auch unter seinem Pseudonym Leveret Pale bekannt, wurde am 26.02.1999 in München geboren. Er ist als Journalist und Schriftsteller tätig und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten publiziert, die meist philosophische und gesellschaftliche Themen behandeln. Zurzeit ist er Vorstandsmitglied des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V... Er studierte Kommunikationswissenschaften und Psychologie, und studiert zurzeit Philosophie und Sprache, Literatur und Kultur. Halbprivate Einblicke gibt es auf Instagram

Ein Gedanke zu „Akzelerationismus Teil 1: tac. /acc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.