Ich bin zurück, mein neuer Roman „Der Faschist“ ist da und die Hintergrundgeschichte

Die letzten zwei Monate war ich etwas inaktiv auf Social Media und auf diesem Blog. Naja, um ehrlich zu sein, eigentlich quasi tot außerhalb von Reddit. Aber diese Zeit habe ich nicht nur damit verbracht die Pandemie auszusitzen, paar persönliche Angelegenheiten zu lösen, mir etwas Gesichtsbehaarung wachsen zu lassen und Distanz zum digitalen Smog zu gewinnen. Wobei vor allem letzteres ziemlich gut getan hat. Man merkt erst wie viel Zeit man mit sinnlosem Scrollen durch Memes und ideologischen Circlejerks im Internet verbringt, wenn man sich mal ein paar Wochen davon distanziert.

In diesen zwei Monaten habe ich vor allem viel Zeit in der Ruhe sozialer Isolation damit verbracht im Rekordtempo einen neuen Roman fertigzustellen und für die Veröffentlichung vorzubereiten. „Der Faschist“ ist seit einiger Zeit bereits vorbestellbar und ab morgen, den 30. Juni 2020, exklusiv bei Amazon als eBook für 7,99€ erhältlich: https://amzn.to/2YGho2o . Die Taschenbuchausgabe wird im Laufe der kommenden ein, zwei Wochen überall im Buchhandel für 15,99€ erhältlich sein. Wer bei der traditionellen Lovelybooksleserunde dabei sein will, der kann sich dafür und für ein kostenloses Rezensionsexemplar der Taschenbuchausgabe noch knapp zwei Wochen lang hier bewerben:  https://www.lovelybooks.de/autor/Leveret-Pale/Der-Faschist-Roman-2630843640-w/leserunde/2630980893/2630987450/ Ich freue mich bereits auf die Leserunde und all die spannenden Diskussionen im Austausch mit euch!

Wer meine Ankündigung vom 8. Februar gelesen hat, der wundert sich jetzt vermutlich über die Preise. Schließlich habe ich darin 2,99€ fürs eBook und 7,99€ für das Taschenbuch angekündigt. Damals bin ich aber auch davon ausgegangen, dass „Der Faschist“ nur eine kurze, circa 100 Seiten lange Novelle sein wird, wie meine 2016er Novelle „Das Erwachen des letzten Menschens„.

Ich hatte zum Zeitpunkt der Ankündigung erst die ersten paar Kapitel geschrieben und einen groben Plot für den Rest geplant und war zuversichtlich dieses gering gesteckte Ziel locker zu erreichen. „Der Faschist“ sollte nämlich nur ein kleines Nebenprojekt sein, während ich meinen im Herbst 2019 geschriebenen Roman „Levian Kain“ überarbeite. So wie „Das Erwachen des letzten Menschen“ nur ein kleines Nebenprojekt war, während ich meinen im Herbst 2016 geschriebenen Roman „Crackrauchende Hühner“ bearbeitete. Nur, dass diesmal die Projekte sogar thematisch noch näher waren, was es eigentlich leichter machen sollte. Denn während „Levian Kain“ eine von Baudelaires Gedicht „Abel und Kain“ inspierierte, phantastische Cyberpunkgeschichte über eine Revolution gegen ein paneuropäisches faschistisches Regime im Jahre 2040 erzählt, sollte „Der Faschist“ nur eine kleine Erzählung darüber werden, wie das fiktive Europa in den Jahren 2024 bis 2034 überhaupt faschistisch werden konnte durch den Fallout einer Coronapandemie, bei der ich bereits Anfang Februar das Gefühl hatte, dass sie gar nicht so unrealistisch wäre.

Nun, es sind knapp fünf Monate vergangen. Die Pandemie ist tatsächlich eingetreten, wenn auch bisher zum Glück noch nicht ganz so schlimm wie im Ausgangsszenario von „Der Faschist“. Ich bin mit dem aktuellen Stand des Romans „Levian Kain“ nachwievor nicht zufrieden und das Buch wird wohl eine komplette Überarbeitung brauchen, wenn es nicht wie mein vorletzter Roman „Zukunftsängste & Chill“ in der verfluchten Schublade mit den Manuskripten landen soll, die ich wahrscheinlich nie veröffentlichen werde, weil sie meinen eigenen Ansprüchen nicht genügen. Was aber nach aktuellem Stand vor allem daran liegt, dass ich in den vergangenen Monaten gar nicht dazu gekommen bin, „Levian Kain“ groß zu bearbeiten.

In der Zeit ist nämlich etwas Großartiges und für mich am Ende dezent Zeitintensives passiert: „Der Faschist“ ist zu einem Roman mit einem Umfang von 536 Seiten herangewachsen und es ist ein sehr ernstes Buch geworden, welches eine komplett eigenständige Geschichte erzählt und nicht mehr ein Prequel, geschweige denn ein Nebenprojekt, ist.

Und ich wage zu behaupten, dass „Der Faschist“ mein bisher bester Roman ist. Das Thema ist kontrovers und komplex, der Stil und die Metawitze nicht mehr so überkomplex wie in meinen vergangenen Büchern, es geht auch nicht mehr um mich wie im Apfelsmoothie und mit den Charakteren habe ich einige sympathische und vielseitige Ungeheuer erschaffen, die zumindest die Testleser bereits auf emotionale, philosophische und moralische Achterbahnfahrten mitnehmen konnten. (An dieser Stelle Danke an alle meine Testleser und Testleserinnen, die die Alpha bzw Beta Versionen des Romans lasen und mir nützliche Kritiken gaben. Euer Feedback ist wie immer Gold wert gewesen!)

Daher freue mich daher extrem, dass „Der Faschist“ nun erschienen ist und das trotz seines großen Umfangs auch pünktlich zu meinem ursprünglich geplanten Veröffentlichungstermin. Es ist mein erster Roman seit zwei Jahren und ich bin extrem gespannt auf die Diskussionen mit euch in den Leserunden, auf diesem Blog, auf Insta, den hoffentlich bald zurückkehrenden Messen und und und … Ich freue mich sogar auf die Rezensionen auf der Literaturkritikerplattform, die die Amazonproduktbewertungsspalte ist. Es fühlt sich einfach großartig an wieder ein neues Buch das Licht der Welt erblicken zu lassen.

Wurde aber auch mal Zeit, denn die letzten zwei Jahre seit der Veröffentlichung von „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“ , habe ich kein eigenständiges Buch mehr veröffentlicht und meine Stammleser und Stammleserinnen nur mit einer Flut an Artikeln, Essays und paar Kurzgeschichten versorgen können, weil ein von mir geschriebener Roman nach dem nächsten in der verfluchten Schublade landete. An dieser Stelle daher vielen Dank an euch alle Leserinnen und Leser, die mich auch in dieser Trockenphase weiterhin begleitet haben und mich mit ihren Rezensionen, Kommentaren und Leserbriefen dazu motiviert haben und weiterhin motivieren das Beste aus meiner Tastatur zu hämmern.

Eure Geduld hat sich ausgezahlt und zusätzlich zu „Der Faschist“, solltet ihr dieses Jahr noch mindestens drei Kurzgeschichten von mir in Verlagsanthologien zu lesen bekommen, mit etwas Glück vielleicht sogar noch ein weiteres Buch und mit Sicherheit den ein oder anderen Essay. Wobei hier die Veröffentlichungsdaten noch vor allem bei den Verlagsveröffentlichungen nicht ganz klar sind, weil die Pandemie auch die Verlagsbranche ziemlich durcheinandergebracht hat und sich vieles nun um Monate verschoben hat. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass ich euch da bald bereits Genaueres mitteilen kann.

Bis dahin: Viel Spaß beim Lesen und bis hoffentlich bald auf Insta, Lovelybooks oder den Gängen einer Buchmesse 😉

 


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Nikodem Skrobisz

Nikodem Skrobisz, auch unter seinem Pseudonym Leveret Pale bekannt, wurde am 26.02.1999 in München geboren. Er ist als Journalist und Schriftsteller tätig und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten publiziert, die meist philosophische und gesellschaftliche Themen behandeln. Zurzeit ist er Vorstandsmitglied des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V... Er studierte bis 2020 Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Halbprivate Einblicke gibt es auf Instagram

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