HPPD / Acid-Flashbacks und wie man sie los wird

Einleitung: Was sind Flashbacks bzw. HPPD?

Flashbacks oder Hängenbleiben gehören zu den berüchtigsten Urban Legends oder modernen Mythen, die sich um den Gebrauch von LSD und anderen Psychedelika ranken. Sie sind auch die häufigsten Geschichten, gleich neben dem berühmten „aus dem Fenster springen, weil man glaubt, man könnte fliegen“, die man von Unwissenden als Warnung vor diesen Substanzen erhält.

Die Fakten sind:

Der Fenstersturzmythos ist zum Großteil Nonsens. Man gerät auf Psychedelika wie LSD oder Psilocin in der Regel weder in ein Delirium, noch entwickelte man derartige Wahnvorstellungen. So etwas ist eher, wenn überhaupt, auf richtigen, nichtpsychedelischen Halluzinogenen möglich, wie Nachtschattengewächsen z.B.: Engelstrompete oder Tollkirsche. Wer aber Nachtschattengewächse freiwillig konsumiert, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

(Nachtschattengewächse sind hochgiftig, können zu dauerhaften psychischen und physischen Schäden führen und die von ihnen verursachten Halluzinationen können im Gegensatz zu den von Psychedelika induzierten Pseudohalluzinationen vom Konsumenten nicht von der Realität unterschieden werden. Link zu einem Bericht über einen verheerenden, wenn auch leider typischen Nachtschattengewächskonsum: http://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?t=33375 )

Auch das Hängenbleiben, also für immer auf einem Trip sein, ist nicht möglich. LSD und Co. verschwinden innerhalb von 48 Stunden nach der Einnahme komplett aus dem Körper (Ausnahmen sind einige neue Research Chemicals wie Bromo-Dragonfly, die bis zu 72 Stunden brauchen). Allerdings können Psychedelika durch ihre bewusstseinserweiternde Wirkung latente Psychosen ausbrechen lassen. Hierbei muss beachtet werden, dass sie nicht, wie Cannabis, Alkohol oder Amphetamine, Psychosen induzieren / erschaffen können.

Bei jemanden mit einer latenten Psychose, wird diese Psychose früher oder später von selbst ausbrechen, Psychedelika beschleunigen und verstärken diesen Prozess bei solchen Individuen nur. Großangelegte Langzeitstudien in den USA an 13,000 Personen sind 2014 zu dem Schluss gekommen, dass Psychedelika auf die gesamte Lebenszeit betrachtet die Wahrscheinlichkeit psychisch krank zu werden, kaum zu beeinflussen scheinen.

Auch durch Psychedelika verursachte Flashbacks gibt es in dem Sinne, wie sie in populären Medien dargestellt werden, nicht. Richtige Flashbacks sind Symtptome einer Postraumatischen Belastungstörung, die im Folge eines Traumas entstehen können. Dass jemand von einem (Horror)trip auf psychoatkiven Substanzen genauso traumatisiert wird, dass er eine PTBS mit Flashbacks entwickelt, wie von den klassischen Auslösern wie einem Kriegseinsatz oder einer Vergewaltigung, ist sehr unwahrscheinlich (allerdings durchaus möglich, weshalb es immer wichtig ist auf Set und Setting des Konsums zu achten!).

Es gibt allerdings eine seltene „Krankheit“, die bei ungefähr bei 1 von 50.000 Psychedelikakonsumenten auftritt, wenn nicht seltener, bei der der Betroffene selbst nach dem Ende des Trips noch oder immer wieder psychedelische Pseudohalluzinationen erlebt. Diese Krankheit nennt man HPPD ( Hallucinogen Persisting Perception Disorder) und sie ist eine der Ursachen für die Entstehung des Flashback-Mythos. Bei ihr erlebt der Betroffene meistens nur gelegentlich in Momenten der Entspannung oder auch konstant (meist schwache) Pseudohalluzinationen ähnlich wie bei einem Trip, obwohl er schon längst nicht mehr unter dem Einfluss der Substanz steht. Diese Störung ist in der Regel ausschließlich visueller Natur und sehr schwach ausgeprägt. In seltenen, starken Fällen, kommen zu den visuellen Störungen noch psychedelische Erlebnisse wie Depersonalisation, wilde Assoziationen, Veränderungen des Zeitempfindens und Synästhesie hinzu. Der Betroffene kann aber jederzeit, im Gegensatz zu einer Psychose, die Störungen der Wahrnehmung als das was sie sind wahrnehmen und sie von der Realität unterscheiden. Zwar ist HPPD an sich sehr selten, die Wahrscheinlichkeit aber davon betroffen zu sein, steigt signifikant an, desto häufiger und desto mehr konsumiert wird.

Eine weitere seltene, möglicherweise zu HPPD verwandte Störung ist das Alice-im-Wunderland-Syndrom. Bei diesem Syndrom erlebt der Betroffene die Welt in falschen Maßstäben und halluziniert. Große Dinge erscheinen klein, kleine groß und es kommt auch zu Verfälschungen bei der Wahrnehmung von Zeit und Raum und des Tast- und Geschmacksinns. Dieses selten Syndrom tritt manchmal nach epileptischen Anfällen oder bei starker Migräne auf. Es gibt einen einzigen dokumentierten Fall, bei dem das Syndrom aber auch bei einem israelischen Mann durch LSD ausgelöst wurde. Der Betroffene verweigerte jegliche medikamentöse Behandlung und die Symptome bzw. das Syndrom verschwand innerhalb von 12 Monaten von selbst. ( Link zur Studie zu dem Fall: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25841113/)

In den meisten Fällen verschwinden die Symptome von HPPD und ähnlichen Störungen innerhalb von 6 Monaten von selbst, und bei fast allen Fällen innerhalb eines Jahres nach dem Konsum der auslösenden Substanz.

Es gibt auch einige seltene Fälle von HPPD, welches nicht von Psychedelika oder andersartigen Halluzinogenen verursacht wurde, sondern von Stimulanzien wie Amphetamin, MDMA oder Ritalin. Des Weiteren können Phänomene, wie sie bei HPPD auftreten, auch bei komplett gesunden Menschen gelegentlich spontan auftreten oder durch sensorische Deprivation, Schlafentzug oder intensive Meditation induziert werden.

Wie entsteht HPPD?

Wie genau HPPD entsteht, ist aufgrund seiner Seltenheit noch recht unerforscht. Allerdings hat man bei Psychedelika wie Psilocybin und DMT (Ayahuasca) entdeckt, dass sie nach dem Trip die Sensibilität des Gehirns für Serotonin erhöhen und damit für mehrere Wochen antidepressiv nachwirken. Zu wenig Serotonin, z.B.: durch eine Stoffwechselstörung, Amphetaminkonsum oder eine tryptophanarme Ernährung, führt zu Depressionen und Schlafproblemen. Zu viel Serotonin kann jedoch zu Pseudohalluzinationen führen, wie „schwimmenden“ Texturen oder „atmenden“ Wänden, wie man sie von dem Trip kennt. Möglicherweise führt diese erhöhte Sensibilität bei manchen prädispositinionierten Menschen, die sowieso schon einen hohen Serotoninspiegel haben, zu HPPD, allerdings ist das noch nicht belegt.

LSD imitiert im Gehirn die Wirkung von Serotonin an den Serotonin-5HT2A-Rezeptoren im Thalamus, die auch bei intensiver Meditation und beim Träumen aktiviert werden.

Wie wird man das HPPD wieder los?

Die Serotoninsensibilität, aber auch die Sensibilität vieler anderer Rezeptoren auf andere Neurotransmitter im Gehirn, entwickelt sich innerhalb von sechs Wochen zum Großteil zurück und komplett meist innerhalb von mehreren Monaten. Auch das HPPD entwickelt sich in ähnlichen Zeitspannen und ist nach 6 Wochen in der Regel bereits wieder deutlich schwächer, wenn nicht bereits sogar ganz. In den meisten Fälle verschwinden die Symptome des HPPD innerhalb von 6 Monaten. Nur in wenigen Fällen hält das HPPD für mehrere Jahre an.

Wichtig ist es, während das HPPD und 6 Monate nach dem Abklingen des HPPD keine Psychedelika, keine MAO-Hemmer / SSRIs und keine stimulierenden Drogen, auch kein Koffein oder Nikotin und insbesondere keine Amphetamine, zu konsumieren. Ein Supplementierung mit L-Tryptophan sollte, wenn sie betrieben wird, eingestellt werden. Der Konsum von Kaffee und dunkler Schokolade sollte gemieden werden.

Man muss dem Hirn einfach die Ruhe lassen seinen Serotoninhaushalt wieder in den Griff zu kriegen. In der Regel ist eine medikamentöse Behandlung jeder Art laut den Berichten von Betroffenen eher kontraproduktiv.

Ist das HPPD sehr stark ausgeprägt, haben sich das sedierende Baldrian und das neuroleptische Johanniskraut als  effektiv erwiesen, die HPPD-Symptome zumindest teilweise zu unterdrücken. Baldrian kann zweimal täglich als Tee zu sich genommen werden. Wenn es nicht ausreicht, kann man es mit Johanniskraut versuchen, allerdings vorsichtig. Bei manchen verstärkt Johanniskraut das HPPD oder kann zu anderweitigen, unerwünschten und paradoxen Effekten führen.

Des Weiteren sollte der Betroffene darauf achten, möglichst viel Schlaf zu kriegen und Stress vermeiden. Auch sollte man dem HPPD keine allzu große Aufmerksamkeit schenken oder sich darüber besonders aufregen. Je verzweifelter man ist, desto stärker können sie Symptome werden. Man kann sowieso nichts machen, außer abwarten, sich entspannen und abstinent bleiben. HPPD verschwindet immer früher oder später.

Sollte das HPPD sich innerhalb von 12 Monaten nicht zurückbilden, sollte spätestens dann ein Psychiater konsultiert werden, ob nicht die Gabe von stärkeren Neuroleptika oder von Lamotrigin oder Clonidin sinnvoll wäre. Wenn das HPPD von Angstattacken oder starken Stress begleitet wird, sollte eine ambulante Psychotherapie in Erwägung gezogen werden oder zumindest das Anvertrauen der Probleme an eine nahestehende Person.

Generell liegt aber die Gefahr HPPD beziehungsweise „Flashbacks“ durch einmaligen Psychedelikakonsum zu entwickeln bei einer  praktisch fast zu vernachlässigend niedrigen Wahrscheinlichkeit. Bei hochdosierten Dauerkonsum (individuell verschieden, als Durchschnittswert öfter als 4 mal im Jahr LSD) hingegen ist HPPD fast schon unausweichlich.

Wichtig:

Selbst wenn man glaubt, „nur“ an HPPD zu haben und nicht daran leidet, sollte man zur Sicherheit zu einem Psychiater gehen, um sämtliche Differentialdiagnosen ausschließen zu können, wozu Krankheiten aus dem schizophrenen Formenkreis, Epilepsie oder Persönlichkeitsstörungen gehören.

 

Weiterführende Studien / Quellen:

John H Halpern, Harrison G Pope, Hallucinogen persisting perception disorder: what do we know after 50 years?, Drug and Alcohol Dependence, Volume 69, Issue 2, 2003, Pages 109-119, ISSN 0376-8716,
https://doi.org/10.1016/S0376-8716(02)00306-X.
(http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S037687160200306X)

Pål-Ørjan Johansen, Teri S. Krebs, Psychedelics not linked to mental health problems or suicidal behavior: A population study, https://pdfs.semanticscholar.org/0f95/03688a0d7cce1cfe4debd02d19b626ecc817.pdf

 


Dieser Artikel wurde von einem Laien erstellt. Auch wenn bei der Recherche größte Sorgfalt aufgewandt wurde, kann die Richtigkeit der darin enthaltenen Informationen nicht garantiert werden, da sie zum Großteil auf subjektiven und anekdotischen Erfahrungsberichten anonymer Quellen basiert. Wenden Sie sich bei medizinischen Fragen an ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie keine Drogen oder Medikamente ohne Rücksprache mit einem Arzt ein.

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Nikodem Skrobisz

Nikodem Skrobisz, auch unter seinem Pseudonym Leveret Pale bekannt, wurde am 26.02.1999 in München geboren. Er ist als Journalist und Schriftsteller tätig und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten publiziert, die meist philosophische und gesellschaftliche Themen behandeln. Zurzeit ist er Vorstandsmitglied des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V... Er studierte Kommunikationswissenschaften und Psychologie, und studiert zurzeit Philosophie und Sprache, Literatur und Kultur. Halbprivate Einblicke gibt es auf Instagram

51 Gedanken zu „HPPD / Acid-Flashbacks und wie man sie los wird

  • 10. Mai 2017 um 19:38
    Permalink

    Heyo, habe schon seit ca. mitte September 2015 HPPD durch einen Flashback bekommen.
    Meine Symptome sind eig nicht nennenswert, stören mich halt gar nicht.
    Hat mich nur gewundert dass ich es immernoch habe, sollte ich vll was dagegen tun obwohl es mich nicht stört oder könnte das sonst wieder evtl schlimmer werden mit Medikamenten oder Therapien etc

    LG

    Antwort
    • 12. Mai 2017 um 16:06
      Permalink

      Hallo Daniel.
      Also ich hatte selber ein mildes HPPD und mich haben die Symptome nicht sonderlich gestört; im Gegenteil, ich fand sie manchmal ganz unterhaltsam, aber irgendwann schenkte ich ihnen keine Bachtung mehr und nach so einem Jahr wurden sie immer seltener. Sie verschwanden aber erst komplett, nachdem ich ein zweites Mal LSD konsumierte. Dh. irgendwie löschte der erneute Trip die Nachwirkungen des ersten Trips aus. Das passiert manchmal, allerdings würde ich nicht darauf setzen. Bei den meisten Menschen verstärkt sich HPPD mit erneutem Konsum. Wenn es dich nicht stört und nur ganz schwach ausgeprägt ist, würde ich da nichts machen. HPPD ist schlecht erforscht und eine medikamentöse Theraphie verschlimmert oft die Symptome oder hat andere unangenehme Nebenwirkungen. Im Zweifel solltest du aber einen Psychiater konsultieren. Die Ärzte haben Schweigepflicht (sofern du älter als 16 bist, was ich aber mal annehme, sonst müssen sie deine Eltern informieren). Vielleicht gibt es einen Arzt in deiner Nähe, der damit Erfahrung hat. Generell solltest du aber den Konsum von Drogen, insbesondere Stimulanzien wie Nikotin und Koffein, vollständig einstellen und einen gesunden Lebensstil führen, wenn du willst, dass sich das HPPD zurückentwickelt, sofern du das noch nicht getan hast.
      MfG
      Nikodem alias Leveret Pale

      Antwort
      • 4. August 2017 um 05:31
        Permalink

        Das war der bisher beste Beitrag, den ich zu diesem Thema auftreiben konnte, nur stehe ich noch vor folgendem Problem: der Frage, ob ich überhaupt HDDP habe. Meine Freunde sind allesamt der Meinung, dass es einfach nur die Verarbeitung des letzten LSD-Trips ist aber ich bin mir da nicht so sicher, da die Symptome, welche ich im Folgenden noch benennen werde, erst auftreten, seitdem ich vor 3 Wochen eine Überdosis Cannabis konsumiert habe die urplötzlich einen nahezu LSD gleichen Zustand (also das volle visuelle Programm) induziert hat, welcher wiederrum eine Panikattacke nach sich zog die der vom vorletzten LSD-Trip aufs Haar glich. Seitdem flimmert mein Blickfeld, wenn ich einen bestimmten Punkt länger fixiere, Gegenstände bewegen sich wenn auch fast schon vernachlässigbar minimal, ich habe Schwierigkeiten meine Gedanken auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren der nicht unmittelbar mit meiner Beschäftigung zu tun hat, ich habe Depris (ich kann allerdings nicht beurteilen ob die (gesetzt den Fall ich habe HPPD) damit zusammenhängen, die habe ich nämlich schon seit 2 Jahren und mit Drogen hab ich erst danach angefangen), kiffen ruft LSD ähnliche Farbvisuals hervor, rauchen verstärkt das Flimmern sowie die Bewegungen der Gegenstände und ich habe eigentlich durchgängig leichte Schmerzen im Hirnfrontlappen (der ist doch für die Wahrnehmung zuständig oder?).
        Ich kann meine Gedanken einfach nicht von dieser Thematik lösen. Was ich jetzt gerne wissen würde: handelt es sich dabei um HDDP und wie kann ich meine Gedanken von diesem Thema ablenken? Ich sitze hier im Urlaub mit meinen Eltern fest denen ich davon nichts erzählen will und meine bisherigen Methoden meine Gedanken abzulenken funktionieren nicht mehr – mir sind die Bücher ausgegangen und ein Schachbrett ist nicht zugegen, ansonsten gibt es hier wortwörtlich NICHTS. Schade drum, denn Beschäftigung mit den erwähnten Dingen hat die Symptome immer komplett kaschiert.
        Vielen Dank für eine Antwort schon mal im Vorraus.
        MfG

        Antwort
        • 4. August 2017 um 17:44
          Permalink

          Hallo Jakob,

          vielen Dank fürs das Lob bezüglich des Artikels. 🙂 Es freut mich, dass er der Beste ist.
          Aber nun zu deinem nicht ganz so erfreulichen Problem:
          Es ist schwer zu sagen, ob bei dir HPPD vorliegt oder ob die Verarbeitung deines Trips noch nicht abgeschlossen ist – wobei HPPD auch oft ein Begleitsymptom ist, wenn jemand Probleme hat, die Erfahrung eines Trips zu intergrieren. Durch die zeitliche Verschiebung, könnte es auch sein, dass dein HPPD vom Cannabis kommt, was durchaus möglich ist. In beiden Fällen braucht dein Gehirn bzw. dein Verstand jetzt vor allem Ruhe und Zeit, um dein Neurotransmitterhaushalt zu stabilisieren und deine Erfahrungen zu intergrieren.

          Du schreibst, dass du noch gekifft und geraucht hast danach. Kiffen würde ich vorerst komplett einstellen und das Rauchen an sich auch. Nikotin kann in hohen Dosen selbst Halluzinationen auslösen, und wenn die Rezeptoren im Gehirn durch LSD-Konsum bereits sensibilisiert sind, dann reichen oft bereits geringe Dosen hierführ aus. Nikotin wirkt durch seine Stimulierung der nicotinischen Acetylcholinrezeptoren dazu, dass sich der Spiegel aller Neurotransmitter erhöht, was zu Verstärkung jeglicher Ungleichgewichte und Übererregungen führt. LSD verändert einiges im Gehirn für längere Zeit, aber es wird sich alles wieder normalisieren.
          Naja, bis auf das mit dem Cannabis vielleicht:
          Ich kenne einige Leute, die nachdem sie LSD genommen haben, nicht mehr kiffen konnten/wollten, weil sie dann immer angefangen haben zu trippen. Es gibt keine mir bekannten Studien dazu, aber LSD scheint bei vielen Menschen permanent zu verändern, wie sie auf Cannabis reagieren. Hier ein Video zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=ruokJEMETlA

          Für die visuelle Verarbeitung ist der visuelle Cortex zuständig, der im Hinterkopf liegt, während der Frontallappen mehr für die emotionale Kontrolle zuständig ist. Für die Wahrnehmung ist eher der zentralliegende Thalamus zuständig, dort wirkt auch LSD. Allerdings kannst du keine Schmerzen im Frontallappen haben. Das Gehirn besitzt an sich keine Schmerzrezptoren, weshalb man auch Gehirn-OPs oft ohne Betäubung durchführt. Die Schmerzen, die du spürst, sind entweder eine Stirnhöhlenentzündung, Spannungskopfschmerzen vom Stress oder psychosomatisch, also eingebildet. Ich würde es jetzt auf den Stress schieben.

          Ich steckte mal selber in der gleichen Situation wie du – HPPD und Familienurlaub. War sehr stressig, aber das HPPD verschwand nach der Rückkehr dann langsam und mittlerweile ist es seit über einem Jahr ganz weg. Ich kann dir nur raten, dich nicht zu stressen und auch nicht zu sehr zwanghaft abzulenken. Akzeptiere diese Visuals, vermeide Koffein, Nikotin, Cannabis und alle anderen Drogen, bleibe ruhig und führe vielleicht Tagebuch oder versuch kreativ zu schreiben, wenn du nichts mehr zu lesen hast. Ansonsten kannst du dir auch eBooks über die Kindle-App auf dein Smartphone ziehen. Mir hat Bücherschreiben sehr über diese Phase hinweggeholfen.

          Ich wünsche dir Gute Besserung 🙂
          Würde mich freuen, wenn du dich wiedermelden würdest, (auch gern via Mail autor@leveret-pale.de) wenn sich etwas verändert oder besser/schlimmer geworden ist.
          LG Leveret

          Antwort
  • Pingback: Drogen & kreatives Schreiben - Leveret Pale

  • 12. August 2017 um 22:14
    Permalink

    Hey, klasse Beitrag und sehr informativ!
    Ich meine ich leide unter HPPD und les das mit dem Nikotin, Speed, etc.. Ich hab bis jetzt alles Konsumiert das ganze ist ca 2 Monate her und so hab die tage entlang hab ich auch konsumiert.. speed 1x sonst fast jeden tag kaffe und evtl ne kippe. Verschlimmert das das ganze noch mehr oder lässt es anhalten?

    Antwort
    • 13. August 2017 um 11:50
      Permalink

      Vielen Dank 🙂
      Also vor allem das Speed / Amphetamin und auch das Nikotin können das HPPD verschlimmern und sie werden definitiv verhindern oder zumindest es stark verlangsamen, dass das HPPD weggeht. Allerdings ist das jetzt nur ein Erfahrungswert und logisch begründbar, da sie den gleichen Neurotransmitterhaushalt (Serotonin und Noradrenalin) aus dem Gleichgewicht bringen, wie Psychedelika. Ich würde versuchen zumindest auf das Speed und die Kippe für einige Monate zu verzichten, wenn du willst, dass das HPPD weggeht. Kaffee kann ebenfalls auf HPPD eine Auswirkung haben, wenn es sich allerdings in geringen Mengen, also maximal eine Tasse am Tag, hält, dann ist das in Ordnung.
      Jeder Mensch reagiert allerdings unterschiedlich auf Drogen und ich bin auch kein Arzt, weswegen ich dir darauf auch keine verbindliche Antwort geben kann.

      Antwort
      • 27. August 2017 um 03:06
        Permalink

        Wirklich sehr guter Beitrag danke dafür !
        Finde es wird wirklich viel zuwenig über dieses Thema gesprochen obwohl es doch verbreiter ist als man denk bzw doch etwas häufiger auftritt als man denk wenn man sich auf foren durchliest oder einfach bischen googlet wundernt man sich doch wie verbreitet es ist. Für mich ist allerdings nach dieses Artikel noch nicht ganz die frage geklärt wie es mit Alkohol aussieht? Zu Kaffee und Nikotin sagst du deutlich man sollte drauf verzichten. Wie sieht das bei Alkohol aus ? Würde mich gerade brennend interessieren da ich überlege um mein Hppd ganz loszuwerden auf Kaffee und Nikotin ( in form von E zigarette) zu verzichten. Bei Alkohol steht es bei mir noch nicht fest da ich mir nich sicher bin ob es überhaupt sinnvoll wäre.
        Danke für eine Antwort und allgemein für deinen Beitrag zu einem doch sehr wichtigen Thema !

        Antwort
        • 27. August 2017 um 11:55
          Permalink

          Hallo Mayners,

          Vielen Dank für das Lob 🙂
          Alkohol wirkt sich nicht so schlimm auf das HPPD aus, wie Koffein und Nikotin, hat aber auch negative Auswirkungen. Bei HPPD handelt es sich ja primär um eine Störung des Serotoninhaushalts und Alkoholkonsum wirkt primär über das GABA- und Dopaminsystem, lässt dabei aber den Serotoninspiegel auch zuerst ansteigen und danach wieder abfallen, wenn auch nicht in dem Maße wie Nikotin und Koffein. Ich würde an deiner Stelle zuerst auf Nikotin und Koffein verzichten und Rauschtrinken vermeiden, und wenn nach 6 Wochen noch immer keine Besserung beim HPPD zu sehen ist, dann würde ich auch den Alkoholkonsum reduzieren. Da jeder Mensch anders auf Substanzen reagiert, kann man schlecht pauschal sagen, ob und wenn ja wie sehr Alkohol die Entwicklung von HPPD beeinflusst.

          Antwort
      • 27. August 2017 um 03:08
        Permalink

        Wirklich sehr guter Beitrag!
        Finde es wird viel zuwenig über dieses Thema gesprochen obwohl es doch verbreiter ist als man denk bzw doch etwas häufiger auftritt alleine wenn man sich auf foren durchliest oder einfach bischen googlet wundert man sich doch wie verbreitet es ist. Für mich ist allerdings nach diesen Artikel noch nicht ganz die frage geklärt wie es mit Alkohol aussieht? Zu Kaffee und Nikotin sagst du deutlich man sollte drauf verzichten. Wie sieht das bei Alkohol aus ? Würde mich gerade brennend interessieren da ich überlege um mein Hppd ganz loszuwerden auf Kaffee und Nikotin ( in form von E zigarette) zu verzichten. Bei Alkohol steht es bei mir noch nicht fest da ich mir nich sicher bin ob es überhaupt sinnvoll wäre.
        Danke für eine Antwort und allgemein für deinen Beitrag zu einem doch sehr wichtigen Thema !

        Antwort
  • 28. August 2017 um 10:48
    Permalink

    Super Beitrag, finde ich auch!!
    Habe seit meinem letzten LSD Konsum inklusive Badtrip auch hppd ähnliche Symptome, die mir große Sorgen bereiten.. Der Trip war auf einem Festival mit viel zu vielen Menschen und keinerlei Ausweichmöglichkeiten.. Hatte wenig geschlafen/gegessen hab mir darüber aber nicht weiter Gedanken gemacht. Die ersten 5 Stunden waren klasse aber dann hatte ich als ich mitten in der Menge stand und von allen Seiten angerempelt und angelabert wurde für ein paar Sekunden ein furchtbaren Gefühl dass mir alles zu viel wurde ( Ich schätze eine derbe Reizüberflutung).. mein erster Badtrip. Hab das dann unterdrückt und den Trip nicht mehr genossen/ausgelebt was warscheinlich ein rießen Fehler war.. beim runterkommen kam das Gefühl wieder hoch.. kontte dann nicht schlafen und hab furchtbare Kopfschmerzen bekomen sobald ich die Augen geschlossen hab.
    Die ersten Tage danach war ich unglaublich depressiv, konnte nicht essen/verdauen, hab mich noch nie so schlecht gefühlt.
    Seit ich wieder essen kann geht es besser aber folgenden Symptome haben sich festgesetzt:

    – sehe alle Farben und Muster intensiver
    – die Gesichter der Menschen wirken leicht grotesk (wie auf einem leichten Pilztrip)
    – habe total intensive Träume (könnte auch daran liegen, dass ich nicht mehr kiffen kann)
    – visial Snow aber nicht sehr stark
    – ich sehe meine eigene Nase
    – kann mich noch nicht gut auf Gespräche anderer Konzentrieren bzw hab dann Fragen im Kopf die ich nicht ausspreche
    – hab Angst und keine Lust vor/auf Leute, will aber andererseits nicht alleine sein
    – bin immernoch heftig verpeilt
    – bin sehr niedergeschlagen weil ich nicht fassen kann, dass ich mein altes Leben einfach so aus der Hand gegeben hab

    der Trip ist jetzt über eine Woche her und ich mache mir große Sorgen..
    Vielleicht weiß hier jemand Rat oder kann meine Situation einschätzen bzw Ratschläge geben was helfen könnte (außer Sport, gesunde Ernährung und kein Drogenkonsum)
    Liebste Grüße und vielen Dank über Antworten würde ich mich rießig freuen!!!

    Antwort
  • 31. August 2017 um 11:08
    Permalink

    Wirklich guter Artikel! Ich selbst errlebe nach diversen Trips immer wieder „Flashbacks“ beim Kiffen. Allerdings kann ich diese Zustände durchaus als zusätzliche „Bonussymptome“ nehmen. So eine Art „Gratistrip“ 😉 Sobald ich vom Cannabis wieder unten bin habe ich dann diesbezüglich auch keine Probleme mehr. Ich LIEBE HPP(D)!

    Antwort
  • 5. Oktober 2017 um 13:19
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel.

    Hallo,

    ich leide nun auch seit über 2 Jahren unter HPPD und hoffe jeden Tag das es endlich vergeht, leider bisher ohne Erfolg. Bevor ich HPPD bekam konsumierte ich seit 10 Jahren gelegentlich am Wochenende Cannabis, MDMA, Speed und Alkohol in Maßen. Als ich dann die Droge LSD entdeckte änderte sich schlagartig alles. Im ersten Jahr nahm ich 2x LSD, im zweiten Jahr 5x und im dritten mindestens über 20x. Ich hatte nach den Trips ab und zu einen leichten Afterglow (leichte Wahrnehmungsstörung über 1-2 Tage) der aber laut Literatur üblich sein kann. Drei bis vier Wochen nach meinem letzten Trip hatte ich über mehrere Tage hintereinander Zuhause 3-4 pure starke Cannabisjoints (für mich eine hohe Dosis) täglich geraucht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Haus über mehrere Tage nicht verlassen, da ich nebenbei an meiner Hausarbeit geschrieben habe. Als ich dann am 4. Tag auf die Straße unter Menschen ging ist mir zum ersten mal aufgefallen das mit mir etwas nicht stimmt. Mir kam es so vor als wäre ich wieder auf LSD, jedoch in sehr abgeschwächter Form. Dieser Zustand hält bis heute an. Ich habe mich mittlerweile mit HPPD arrangiert und weiß das ich dagegen kaum etwas tun kann außer Zeit vergehen zu lassen, dennoch macht mich der Gedanke traurig das es womöglich nie wieder verschwinden wird. Zu einem Arzt bin ich bis heute nicht gegangen, warum weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Da HPPD so unerforscht ist kann mir doch da sowieso keiner helfen und wenn dann müsste ich mich wahrscheinlich durch einen Jungle von Ärzten schlagen bis ich mal einen gefunden habe der mal was darüber gehört hat. Dafür habe ich leider nicht die Energie. Womöglich stempeln die Ärzte mich als verrückt ab und stecken mich in die Psychiatrie und das kann ich gerade nicht gebrauchen oder stopfen dich mit Medikamenten voll die sowieso nichts bringen. Ich habe viel über HPPD gelesen und auch das es kein Wundermittel gibt (falls doch lasst es mich wissen) um es zu heilen , viele Medikamente lindern nur die Angst aber bekämpfen nicht die Ursache. Ich vermute das der hohe Konsum von LSD in meinem letzten Jahr bevor HPPD ausgebrochen ist plus der anschließende starke Cannabiskonsum HPPD ausgelöst hat.

    Antwort
  • 22. November 2017 um 01:03
    Permalink

    guter Artikel
    jedoch würde ich es nicht so verharmlosen wie oben geschrieben.
    ich hatte 1 Jahr starke Symptome von HPPD was von blauen punkten die entstanden wenn ich ins licht kuckte bis hin zu derealistations Gefühlen bei denen mir alles fremdartig vorkam, führte. Ich sah ständig Muster auf wänden bzw licht punkte was mich teilweise wirklich ablenkte und auch angst machte. Dadurch entstanden auch angst Attacken. Bin dann nach mehreren harten Monaten zum Psychiater, der hatte zwar keinen wirklichen plan was ich hatte(ich ebenso wenig), aber verschrieb mir risperidon was mich wenigstens beruhigte. ich habe die Symptome insgesamt über 3 jahre und fühle mich zum glück seit einem jahrr endlich wieder normal. jedoch ganz weg ist es nicht.
    auf Konsum habe ich auch verzichtet als es noch sehr stark war, was auf jeden fall geholfen hat.
    aber an alle die wie ich früher am verzweifeln sind: cool bleiben und sich mit Meditation beschäftigen. Auf psychodelicas solltet ihr euer ganzes leben verzichten ( auch gras) wer aber unbedingt nicht ohne kann sollte zu kratom übersteigen. Beruhigt und hat meiner Erfahrung keine negativen Auswirkungen.
    natürlich kann ich nur aus meiner Sicht schreiben aber ich würde hppd nicht auf die leichte Schulter nehmen und frühzeitig was dagegen tun bzw es nicht noch weiter ausreizen. –> Derealisiation, Fremdgefühle, Panik Attacken. verwirrte Gedanken, durchgehende visuals in der Optik, starke licht Empfindlichkeit sind kein Spaß. (ach ja ich habe ebenso keine psychodelicas/gras mehr genommen ;))

    Antwort
  • 6. Dezember 2017 um 16:43
    Permalink

    Ich leide nj. Seit 5 wochen an vermutlichem hddp
    Doppelbilder , also ghosting
    Lichtempfindlicher und derealisation / depersonalistation
    Wie stehen meine chancen auf eine heilubg und wie lange wird sie wohlmöglich dauern ?
    Habe seitdem ich es bemerkt habe jeglichen deogen konsum eingestellt.
    Richtige halluzinationen hab ich nicht aber diese doppelbilder und die dr und dp bringen mich schon ganz schön aus der fassung.
    Ich bitte um eine antwort.
    Mfg

    Antwort
    • 6. Dezember 2017 um 22:12
      Permalink

      Hallo Manni, leider kann ich aus der Ferne keine Diagnose stellen – und auch so nicht, weil ich kein Arzt bin. Allerdings deuten die Depersonalisation und Derealisation daraufhin, dass du ein Problem hast, das schwerwiegender als HPPD. Sollten sich deine Symptome nicht innerhalb von 6 Wochen nach dem ersten Erscheinen verbessern, würde ich an deiner Stelle zu einem Psychiater gehen. Du kannst ihm dann alles erzählen. Ärzte haben Schweigepflicht gegenüber deinen Eltern und den Behörden, also musst du nichts befürchten. Ich wünsche dir Gute Besserung. 🙂 Was auch immer du genau hast, so etwas ist selten permanent, also sind deine Chancen auf Heilung sehr gut. MfG Leveret

      Antwort
  • 30. Mai 2019 um 16:23
    Permalink

    Ich frage mich, woher Du die Sicherheit Deiner Aussagen hernimmst. Woher kommen die 90%, bei denen es angeblich innerhalb von 6 Wochen bis 1 Jahr eine vollständige Remission gibt? Jedenfalls nicht aus der verlinkten Studie. Gesichert ist nur, dass es eine hohe Anzahl von Spontanremissionen gibt. Genausowenig ist belegt, dass HPPD auf eine erhöhte Serotoninsensibilität zurückzuführen ist. Eigentlich ist ziemlich unklar, woher HPPD kommt und ob es sich um ein bestimmtes Krankheitsbild mit einer einheitlichen Ursache oder nicht vielmehr um einen unspezifischen, unerforschten Cluster verschiedener Störungen mit unterschiedlichen Ursachen handelt. Von Baldrian als Behandlung habe ich sonst auch nirgendwo gelesen. Nach aktueller Studienlage scheint es eher ziemlich Random zu sein, ob und wenn ja welche Medikamente helfen.

    Das einzige, was man als gesichert bezeichnen kann, ist dass der weitere Drogenkonsum in aller Regel kontraproduktiv ist.

    Antwort
  • 2. Juli 2019 um 12:26
    Permalink

    Hey, vielen Dank für deinen Beitrag 🙂
    Ich bin jetzt fürs erste aufjedenfall beruhigt.
    Die ersten Symptome von HPPD sind mir schon vor einigen Wochen aufgefallen, aber ich habe ihnen keine große aufmerksamkeit geschenkt, und habe auch nicht gedacht dass es HPPD sein könnte, ich habe erstmal auch weiterkonsumiert.
    Ich habe seit ca. 2 Monate relativ exzessiv LSD konsumiert, sprich alle 1-2 Wochen.
    Die Symptome des HPPD machen sich nur bemerkbar wenn ich in Büsche oder Bäume gucke und die Sonne gerade mit ihrem hellen, warmen Licht auf die Blätter scheint, dann wirkt es manchmal so wie der im Beitrag beschriebene Heiligenschein, und manchmal sehen Steine (zb Mauern) und Autos ein wenig „Comic-mäßig“ aus.
    Eigentlich stören mich die Symptome nicht, manchmal ist es sogar ganz schön.
    Der letzte LSD konsum ist 10 Tage her.
    Ich nehme nun seit ca. 2 Wochen jeden Tag 2500 mg L-Tryptophan, gegen meine Angststörung und Schlafstörung welche schon lange vor meinem LSD-Konsum bestanden, die Tabletten sind wirklich ein segen für mich, da sie super helfen, und ich viel Lebensqualität und Lebenslust gewonnen habe, sollte ich das L-Tryptophan nun wieder absetzen?
    Gruß

    Antwort
  • 2. Juli 2019 um 12:39
    Permalink

    Hey, danke für deinen Beitrag 🙂
    Dank des Beitrages bin ich nun fürs erste beruhigt.
    Ich habe vor gut zwei Monaten angefangen relativ exzessiv LSD zu konsumieren, sprich ca. alle 1-2 Wochen.
    Die ersten Symptome haben sich schon vor einigen Wochen bemerkbar gemacht, ich habe ihnen aber keine große Beachtung geschenkt und auch nicht gedacht dass es HPPD sein könnte.
    Mittlerweile macht sich das HPPD bemerkbar wenn ich in Bäume oder Büsche schaue, und die Sonne gerade mit ihrem warmen Licht auf die Blätter scheint, dann nehme ich den im Beitrag beschriebenen Heiligenschein war, und Steine (zb. von Mauern) und Autos sehen manchmal so „Comic-mäßig“ aus, ein wenig wie in dem Videospiel „The walking dead“.
    Ich habe fürs erste auch weiterkonsumiert, aber seit einigen Tagen meinen konsum von allen Drogen eingestellt, der letzte LSD Konsum liegt jetzt 10 Tage zurück, der letzte Cannabis Konsum 7 Tage, und der letzte MDMA Konsum 1,5 Monate.
    Ich konsumiere momentan nur 1-2 Tassen Kaffee am Tag, und seit ca. 2 Wochen jeden Tag 2500 mg L-Tryptophan gegen meine Angststörung und Schlafstörung welche aber schon vor dem Konsum bestand.
    Das L-Tryptophan ist wirklich ein segen für mich, ich habe viel Lebensqualität gewonnen und neue Lebenslust geschöpft, muss ich dieses nun wieder absetzen?
    Gruß

    Antwort
    • 12. Juli 2019 um 00:09
      Permalink

      @Lukas: Wenn es Dir gut tut, solltest Du Dir wirklich gut überlegen ob Du das L-Tryptophan absetzt. Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass die Gabe von L-Tryptophan kontraproduktiv bei HPPD ist. Ich vermute, Nikodem hat vor allem deshalb von der L-Tryptophan-Gabe abgeraten, da es sich „irgendwie“ auf den Serotoninhaushalt auswirkt und er in der Annahme war, dass das Gehirn diesen ohne äußere Einflüsse am besten wieder regulieren kann. Das ist aber reine Spekulation. Bei Dir ist es ja so, dass es nach dem Absetzen des L-Tryptophans zu Symptomen kommt, die sicherlich noch kontraproduktiver für Deine Heilung sind. Ich habe mich auch mit einem Psychiater unterhalten, der einige HPPD-Patienten betreut und zu HPPD forscht, und der hatte keine Bedenken bzgl. L-Tryptophan. Du bist ja noch gar nicht so lange clean. Ich würde Dir raten, mal 12 Monate eine komplette Pause von allen Drogen zu machen und vermute, dass das HPPD sich dann zurückbilden wird. Weiterhin würde ich Dir generell auch für die Zeit nach der Remission raten, nicht in so kurzen Abständen so viele verschiedene Drogen durcheinander zu nehmen. Im schlimmsten Fall bringst Du den Botenstoffhaushalt in Deinem Gehirn damit komplett durcheinander und wirst zu einem Fall für die Psychiatrie – das kann wirklich schlimm werden und lebenslang Probleme machen. Gerade bei Hallozinogenen und MDMA solltest Du wirklich davor und danach am besten mehrwöchige Konsumpausen einlegen. Vom Kaffee würde ich Dir übrigens komplett abraten, der ist nämlich bei all Deinen Leiden (Schlafstörungen, Angststörung, HPPD) definitiv kontraproduktiv.

      Antwort
  • 10. Juli 2019 um 08:34
    Permalink

    Halli Hallo

    danke erstmal für die Beiträge. Ich bin ja wirklich schon sehr verzweifelt.
    Meine Geschichte:
    Ich habe vor ca. 12 Jahren des Öfteren Gras und schwarzer afghane geraucht. Am Anfang war es ok, aber ich bemerkte dann relativ schnell, dass ich es nicht ertragen kann des Zustand. Eines Tages, konsumierte ich es wieder, und ging dann zu Fuß nach Hause. Ich hatte dann das Gefühl ich kam nicht weiter, ich blieb stehen und rannte um mein Leben, doch es hat sich angefühlt, als wäre ich immer wieder zurück geworfen worden. Natürlich bekam ich sofort große Panik, Angstzustände, Herzrasen,… Als ich dann doch „ankam“ zu Hause versuchte ich zu schlafen, und hoffte das der Zustand dann am nächsten Tag weg ist, was es auch war. Gut, ca 3 Wochen später rauchten wir wieder einen Afghanen, und führen mit dem Auto nach Hause, und plötzlich bekam ich das dann wieder. Wir führen und ich sagte, bitte fahr schneller wir bewegen uns nicht von der Stelle, und ich kam wieder in diesem Zustand,… Es war fürchterlich. Ich ließ es dann komplett ein paar Jahre, doch ich hatte dann immer flashbacks, zb wenn ich gestresst war, oder ich einfach nicht gut drauf war, dann fuhr ich mit dem Auto und plötzlich kam das Gefühl wieder auf. Auch heute noch, ich fahre und habe das Gefühl ich komme nicht weiter, bekomm Schweißausbrüche und alles Zustände. Ich habe dann heuer, also im Jahr 2019 Koks und MDMA konsumiert und am nächsten Tag, verstärkte sich wieder das Gefühl, ich habe das Gefühl also bin ich nicht in meinem Körper, fahre mit dem Auto und hab das Gefühl ich bleib stehen und es wiederholt sich die Straße immer wieder. Ich schau dann immer auf die Uhr, damit ich bemerke, dass ich im realen Zustand bin. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Es kommt immer so Schubweiße. Aber ich will das endlich ein für alle mal los werden, da ich wirklich immer sehr Angst habe. Hast du vl ein paar Ideen? Kann es sein das diese Erlebnisse vor Jahren mich so geprägt haben ?
    Ich danke dir wirklich, und freue mich auf eine Nachricht von dir
    LG Nath

    Antwort
    • 22. Juli 2019 um 16:57
      Permalink

      Hallo Nathalie,
      danke für deinen Kommentar.
      Das was du beschreibst, klingt für mich nach Panikattacken und einer Art von dissoziativen Störung mit Derealisation und Depersonalisation. Ich bin allerdings kein Arzt und auch kein professioneller Psychologe – und selbst, wenn ich einer wäre, könnte ich keine Ferndiagnose stellen. Daher kann ich auch nicht sagen, ob der Konsum der Auslöser ist, oder dein Konsum ehr auch nur ein Symptom ist oder etwas nebensächliches. Es kann durchaus sein, dass die Erlebnisse von vor so vielen Jahren noch nachwirken, aber das kann wahrscheinlich niemand so genau sagen.
      Ich kann dir nur empfehlen, auf alle psychoaktiven Substanzen zu verzichten, also kein Kaffee, kein Nikotin, kein Kokain usw. mehr zu konsumieren und dich mal ärztlich durchchecken lassen. Es können auch hormonelle oder neurologische Ursachen vorliegen. Das können aber nur Ärzte mit einiger Sicherheit sagen. Deswegen würde ich dir auch raten, dich vom Hausarzt mal durchecken und zum Neurologen/Psychiater und eventuell auch zum Endokrinologen überweisen zu lassen, falls das deine Blutwerte anzeigen sollten.

      Guten Besserung!

      LG
      Nikodem

      Antwort
  • 30. Juli 2019 um 08:03
    Permalink

    Hallo Nikodem,
    Ich habe bis jetzt nur ein mal LSD zu mir genommen, es ist jetzt auch schon über ein Jahr her, ich bin mir nicht mal sicher ob ich dadurch irgendwie hängengeblieben bin oder sonst was ich habe aber immer noch meine eigene stimme im kopf die wirres zeug denkt und ich weiß nicht ruft, und ich komm da auch immer kurz raus und fühl mich normal doch dann kommt es wieder egal ob ich alleine bin oder in einem gespräch. Ich kiffe auch wärenddessen durchgehen jeden tag es wird dadurch irgendwie versärkt und bin noch mehr in meinem kopf drinnen und komm nicht raus
    Lg Luca

    Antwort
    • 24. August 2019 um 22:47
      Permalink

      Warum hörst Du dann nicht einfach mal ein paar Monate auf zu kiffen? Das ist so als wenn Du schreiben würdest „Ich laufe jeden Tag 30km und mein Bein tut so weh, was kann ich tun?“

      Cannabis / THC fördert psychotische Symptome, deshalb solltest Du es absetzen wenn Du möchtest dass es sich bessert. Wenn Du denkst dass Du das nicht schaffst, empfehle ich Dir unbedingt, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

      Antwort
    • 22. Januar 2020 um 19:26
      Permalink

      Hey Luca
      ich hab genau des gleiche Problem mit der stimme in meinem Kopf die wo wirres Zeug denkt und redet sag ich mal die kommt auch immer egal wann dan geht sie aber wieder weg aber des ist schwer damit zurecht zu kommen also am Anfang hab des ja schon auch bisschen länger und ich wollte dich fragen ob du die Stimme immer noch hast oder ob die schon weg ist und wen nicht was du dagegen machst was dir hilft ?

      Antwort
      • 12. Juni 2020 um 00:38
        Permalink

        Hey Sun flower
        Kann dir empfehlen immer ruhig zu bleiben dir zeit zu geben Und dir dein Umfeld immer schön bequem und sicher machen, und eventuell eine Person mit der du gut klar kommst und dich nicht verurteilt darüber zu reden und auch so dumm wie es Klingt die verquierten Sachen die man denkt Einfach aufzuschreiben ,Hat mir ein bisschen geholfen
        Falls können wir uns auch gern irgendwie kontaktieren und mal darüber reden würde dir und mir vlt helfen 😄

        Antwort
  • Pingback: Konsum psychoaktiver Substanzen und schulische Leistungsfähigkeit - Leveret Pale

  • 24. September 2019 um 13:12
    Permalink

    Das beste Medikament für HPPD ist levetiracetam. Auch unter den Namen Keppra bekannt. Hat aber starke Nebenwirkungen. Fragt einfach mal euren Doktor.

    Antwort
  • 1. Oktober 2019 um 05:48
    Permalink

    Vor ab, großes Lob an dich für diesen ausführlichen Beitrag.
    Ob jemand jetzt behauptet, es seie in gewissen Punkten hier und da nicht bewiesen ist mir um ehrlich zu sein ziemlich egal, da vieles logisch erscheint, wenn ich diesen Beitrag mit der bisherigen/aktuellen Erfahrung meiner Seit’s sozusagen vergleiche.
    Ich habe seid 2 Jahren HPPD.
    Mir wurde wie sich rausgestellt hat LSD ins Getränk gemischt, was erstmal kein Weltuntergang wär, jedoch war das Problem das ich zeitgleich extrem viel Koffein konsumiert und viel gekifft hatte, dazu kam die Ungewissheit, da ich nicht wusste das ich im Rausch von LSD bin.
    Nachdem ich bemerkte das sich alles verändert die Farben intensiver wurden und Gegenstände sich bewegt haben, brach sofort Panik aus (Durch das Koffein verstärkte Panik/Angst), ich wusste nicht was mit mir los ist.
    3 Stunden lang hatte ich extreme Angstgefühle/Panikattacken , dann beruhigte ich mich etwas und entschloss einen Joint zu rauchen und anschließend schlafen zu gehen.
    So rauchte ich dann den Joint und merkte es geht wieder los, noch viel viel schlimmer als vorher, ich hatte extreme Angst zu sterben und war kurz davor bewusstlos zu werden einige Minuten später raste mein Blutdruck hoch mein Gesicht war schon rot und ich hatte wieder Angst ich kriege einen Schlaganfall und immer so weiter in verschiedenen Arten von Wahnvorstellungen.
    Ich legte mich zwanghaft ins Bett und versuchte zu schlafen, mit Schweiß und Angst schlief ich letztendlich ein mit der Hoffnung morgen würde alles besser werden.
    Als ich aufwachte, konnte ich es nicht glauben, die Lichter waren immernoch absolut intensiv und die Ängste waren immernoch da, ich ging ins Labor und machte einen Drogentest, LSD wurde nachgewiesen.
    Ich habe 2 Wochen weiter gekifft und habe mir eingeredet das es mich beruhigen würde, doch die Ängste verschwanden nicht und ich sah immernoch alles intensiv(extrem orange).
    Ich ging in eine Klinik und hörte mit dem kiffen auf, die Symptome wurden weniger, außer das die Ängste gleich blieben, doch nach 3 Monaten verschwanden die Ängste, es blieb ein kleines ängstliches Gefühl im Bauch permanent da, das Gefühl als würde jeden Augenblick eine Panikattacke ausbrechen.
    Es vergangen 4 Monate und abgesehen von dem komischen Gefühl und der leicht intensiven Farben, schien es mir immer besser zu gehen.
    Ich beschloss wieder zu kiffen.
    Als ich anfing einen Joint zu rauchen, brach eine Angst & Panik aus wie noch nie zuvor, ich war absolut derealisiert und sah alles ander’s als würde die Zeit nicht richtig laufen mal schneller mal langsamer total verwirrt.
    Ich fiel auf dem Boden, mit einem geschätzten Puls von 190, immer wieder kurz schwarz gesehen und fast bewusstlos vor Angst geworden, zitternde Beine kreide blass im Gesicht.
    Ich habe es irgendwie geschafft einen Notarzt zu rufen, die nach 5 Minuten da waren, die Klinik anruften und sofort bescheid wussten mir etwas zur Beruhigung gaben.
    Es hat Wochen gedauert bis ich wieder einigermaßen normal war.
    Die Ärzte sagten mir es seien entweder Flashback’s oder eine latente Psychose die durch den Konsum von LSD ausgebrochen sind.
    Mir war eigentlich ziemlich klar, das es keine Psychose sein konnte, da ich nicht permanent diese Wahrnehmung & Ängste hatte, nur wenn ich kiffte.

    Das ganze ist 2 Jahre her und ich fühle mich jeden Tag besser, habe auf Koffein verzichtet, leider nicht aufs rauchen.
    Und gekifft habe ich auch nicht mehr seit dem, was mich extrem belastet, da ich gerne im Cannabis Rausch bin.
    Mein Ziel ist es innerhalb der nächsten 3 Jahre mich noch mehr zu normalisieren (“ausheilen“).
    Sollte dies nicht komplett geschehen würde ich mich auf einen LSD Trip einlassen, jedoch diesmal bewusst und mit einer professioneller/erfahrenen Person die sich mit dem Bereich auskennt, um in einen ähnlichen Zustand zu kommen und ihn wieder so zu verändern, das ich wieder normal bin wie früher.

    Antwort
  • 18. Juni 2020 um 14:19
    Permalink

    Hallo zusanmmen,

    bei recherchieren bin ich auf diesen Beitrag gestoßen in der Hoffnung einen Rat für meine Situation zu finden und evtl. auch etwas positiven Zuspruch.
    Vergangenen Dezember war ich auf der Geburtstagsfeier eines guten Freundes. Ich hatte bereits zwei Bier getrunken, da kam ein weiterer Gast und brachte dem Geburtstagskind einen Kuchen vorbei. Ich biss genau einmal von diesem Kuchen ab und aß und trank danach nichts mehr. Plötzlich fühlte ich mich auf einmal so unfassbar müde. Es stellte sich heraus, dass sich der Meisterbäcker einen „Spaß“ mit uns Gästen machen wollte und das was er mitgebracht hatte Hasch-Brownies waren. Da ich mit Drogen rein gar nichts am Hut habe machte ich mir natürlich sofort riesige Sorgen, ob ich dadurch nicht irgendwelche bleibenden Schäden davon tragen werde. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich aus einem Null-Toleranz Haushalt stamme, was Drogen betrifft. Mir wurde von frühester Kindheit eingebläut, dass egal wie riesig das Problem ist, meine Eltern jederzeit eine offene Tür und ein offenes Ohr für mich haben werden. Sollte ich jedoch jemals irgendwas mit Drogen zu tun haben, werde ich konsquent fallen gelassen. Das verstärkte natürlich die schon bestehende Angst, zumal ich noch zu Hause wohne (genauer gesagt bei meiner Mutter). Ich öffnete mich unverzüglich meiner Mutter, weil ich ja in diesem Fall vollkommen unschuldig war und das Cannabis keineswegs bewusst zu mir genommen habe. Es kam was kommen musste und es entbrannte ein riesiger Streit. Letztenendes sah meine Mutter ein, dass es nicht meine Schuld war und man vertrug sich wieder.
    In der Woche nach diesem Vorfall fühlte ich mich immer noch, auch Tage nach dem Geburtstag, immer noch etwas seltsam. Ich erinnere mich daran wie ich z.B. plötzlich leichte Angstzustände in einem Supermarkt bekam (einfach so ohne jeden ersichtlichen Grund) und auch allgemein in der Woche sehr müde war. Ich googelte in dieser Zeit sehr viel und las viel über Schizophrenie und Psychosen nach dem Konsum von Cannabis. Somit war ich erstmal geschockt fürs Leben. Nach der Woche war das Ganze verflogen und mir ging es wieder so gut wie immer.
    Anfang Januar fing es dann damit an, dass es mir beim Wechsel von Licht auf Dunkelheit vor den Augen flimmerte. Nach ein paar Tagen ging ich zum Augenarzt und ließ meine Augen durchchecken, der konnte jedoch keine Auffäligkeiten feststellen. Zudem erwischte mich ein etwas heftigerer viraler Infekt. Anstatt das eben rational anzugehen und davon auszugehen dass es eben nur ein Infekt sei, schob ich mein Unwohlsein auf den „Kuchen“ und dachte sofort an eine Psychose oder eine Depersonalisation. Der Infekt ging, wenn auch nur sehr langsam vorüber, aber die Angst blieb. Durch den Infekt hatte ich massiv an Lernzeit verloren, die ich natürlich aufholen musste, da im Februar Klausuren vor der Tür stehen. Zudem renovierten wir, relativ groß, unsere Wohnung und mein Vater wurde plötzlich schwer krank und musste später sogar operiert werden. Gott sei Dank geht es meinem Vater wieder so gut wie immer, jedoch bemerkte ich bei mir Veränderungen. Ich hörte plötzlich sehr viel besser und sah auch besser als vorher, zudem war ich leicht lichtempfindlich geworden da mir Laternen bei meinen abendlichen Spaziergängen viel deutlicher ins Augen sprangen als zuvor. Das schlimmste jedoch war für mich dass ich jegliches Vertrauen in meine Sinne verloren hatte. Jeder Schatten an der Wand, jedes noch so kleine Geräusch wurde von mir bis ins allerkleinste Detail zerdacht und ich dachte sofort dass das eine visuelle/akustische Halluzination ist und eben daran dass ich eine Psychose/Schizophrenie haben könnte. Ich musste mich immer rückversichern und fragte andere Personen, ob sie denn dasselbe sehen wie ich, was diese, Gott sei Dank, immer bejahten.
    Ich erkannte schnell für mich dass es so nicht weitergehen kann und entschloss mich deshalb eine Praxis für Psychotherapie aufzusuchen. Ich bekam, zum Glück, sehr schnell einen Termin für ein Erstgespräch und einen Therapieplatz. Meine Therapeutin diagnostizierte mir eine Angststörung. Nach nun etwas mehr als 3 Monaten Therapie ist die Angst weg, jedoch sind mir einige „Besonderheiten“ an mir aufgefallen, die auf eine HPPD-analoge Störung hinweisen. Diese sind aber nur leicht ausgeprägt Vor allem abends beim Übergang von Licht ins Dunkle sehe ich beim Blinzeln manchmal Doppelbilder und hab nachts den sog. „Visual Snow“. Zudem leide ich seit Anfang März an einem leichten Tinnitus und sehe hin und wieder einen Streifen auf einer kahlen Wand, letzters vor allem direkt nach dem Aufstehen. Da mir diese mögliche Diagnose „HPPD“ erst spät aufgefallen ist, habe ich die Wochen zuvor hin und wieder mal n Bier getrunken oder eine Cola. Jetzt habe ich natürlich die Sorge, dass ich dadurch meine Chance auf Heilung verschlechtert habe. Seit ca. einem Monat verzichte ich auf jegliche „Stimulantien“. Ich komme soweit mit den Symptomen ganz gut klar, jedoch hoffe ich natürlich inständig darauf dass das Ganze bald vorbeigeht, denn ich wollte ja das alles so nicht. Es wäre super, wenn sich hier jemand findet der ähnliches erlebt hat und mir vielleicht einen guten Tipp geben kann oder etwas Mut zusprechen kann, dass die ganze Situation hoffentlich bald ausgestanden ist. Der ganze Text ist jetzt doch viel länger geworden als gedacht. Ich hoffe jedoch trotzdem inständig darauf dass sich einige die Zeit nehmen werden und sich meinen „Roman“ hier durchlesen werden. Tut mir leid, dass der Text so ausgeartet ist, aber es hat mir auch irgendwie gut getan mir das einfach von der Seele zu schreiben. Tut mir leid, dass der Text so ausgeartet ist, aber es hat mir auch irgendwie gut getan mir das einfach von der Seele zu schreiben. Ich wünsche euch einen schönen Tag 🙂

    Antwort
    • 18. Juni 2020 um 16:13
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      Vielen Dank für deinen Kommentar und diesen kurzen Roman über deine Vorgeschichte.
      Ich würde dir empfehlen, dich auf jeden Fall mal von einem Arzt ganz durchchecken zu lassen, vielleicht auch von einem Neurologen. Hashbrownies und andere Cannabisprodukte können zwar in sehr seltenen Fällen HPPD ähnliche Symptome auslösen und auch psychotische Veranlagungen triggern, aber so wie du das alles beschreibst, würde ich mal eher darauf tippen, dass das ganze nicht so viel mit dem einen Brownie zu tun hat. Wenn du dich davon nur müde gefühlt hast, war die Dosis doch eher sehr sehr niedrig und einmaliger Konsum in geringen Dosen sollte selbst bei einer labilen Person keine langfristigen psychischen Folgen haben. Die Symptome, die du beschreibst, könnten auch einfach nur die Folge von übermäßigen Stress sein, verstärkt durch die Angst, den familiären Druck und zu viel Symptome-googeln usw.. Aber ich bin kein Arzt und ich kenne dich nicht, deswegen kann ich das nicht hundertprozent sicher einschätzen. Du kannst es ja mit deiner Psychotherapheutin besprechen. Ansonsten: Du hast ja gerade schon gemerkt, dass es dir hilft, dir das ganze von der Seele zu schreiben. Versuch mal ein Tagebuch zu führen oder etwas ähnliches. Das kann sehr gut dabei helfen die Gedanken zu sortieren, Stress abzubauen und solche Symptome zu lindern. Dir auch einen schönen Tag und gute Besserung! 🙂

      Antwort
      • 18. Juni 2020 um 19:50
        Permalink

        Hi 🙂

        erstmal Danke dir dass du dir meinen Roman durchgelesen hast, ist nicht selbstverständlich find ich. Also nachdem ich vom Brownie abgebissen hatte (und etwas Zeit vergangen ist), hatte ich so die „Standard-Symptome“. Große glasige rote Augen, erhöhter Puls und ich war eben ziemlich müde. Als ich dann in dieser Nacht im Bett lag, hatte ich diese Angst, so als ob man nicht mehr automatisch atmet, sondern eben immer darauf achten muss den Atemzug aktiv zu machen, aber das lag eben definitiv am Cannabis-„Trip“. Der Meisterbäcker meinte er hat „viel zu viel“ in den Kuchen reingehauen, aber ich hab mit den anderen Gästen geredet und bis auf eine Person hatte eigentlich niemand so nen richtigen Trip. Vor allem denke ich mir, dass ich ja wirklich nur einmal abgebissen habe, von daher war ja die Dosis auch wirklich gering.
        Wie gesagt, meine Ängste sind so gut wie weg und ich bin mir sehr sicher dass ich nicht psychotisch bin, nur frage ich mich natürlich was da eben mit meinen Augen nicht stimmt und HPPD passt (leider) von den Symptomen relativ gut auf meine Beschwerden. Ich habe kommende Woche erstmal einen Termin beim Augenarzt und dann schau ich weiter 😉
        Nochmals Danke dir für deine Antwort und allgemein ein Kompliment an deinen Blog 😀

        Antwort
        • 18. Juni 2020 um 20:15
          Permalink

          Vielen Dank 🙂 Ob man viel reintut oder nicht, spielt bei so einem Brownie keine entscheidende Rolle. Wenn man ihn falsch bäckt (nicht heiß genug oder zu heiß, oder das Rohmaterial nicht richtig behandelt) oder das Ausgangsmaterial von eher geringer Qualität ist, haben solche Brownies schnell kaum Wirkstoff. Und wenn du abgesehen von den roten Augen und Müdigkeit jetzt keine starke Wirkung gespürt hast wie leichte Pseudohalluzinationen und die anderen Gäste auch fast nix, war der Rest genauso wie das Atemzug-prüfen wohl eher Placebo bzw. psychosomatisch. HPPD mag zwar auf deine Symptome passen, aber ich habe da doch etwas Zweifel dran. So HPPD ähnliche Symptome können auch durch Schlafmangel entstehen oder viel Stress. Aber Ärzte werden dir das sicher mehr weiterhelfen können.

          Antwort
          • 20. Juni 2020 um 18:17
            Permalink

            Hi,

            wie gesagt mein Arzttermin ist kommende Woche 🙂
            Ich hätte trotzdem die Frage an dich, sollte ich wirklich HPPD haben, meinst du dass ich das irgendwann wieder loswerd. Ich weiß so ne Prognose ist unmöglich zu treffen, nur wie ich schon gesagt habe, wollte ich das alles ja überhaupt nie. Ich wollte nie diesen scheiß Haschbrownie essen und ich will mein altes Leben zurück. Manchmal bin ich einfach nur verzweifelt 🙁

          • 20. Juni 2020 um 18:57
            Permalink

            Ich kann dein Gefühl der Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Du bist auch nicht der erste, der sich bei mir mit HPPD Symptomen meldet und ich hatte es auch mal, weshalb ich auch diesen Artikel geschrieben habe. Bei allen Personen, die ich bisher kennen, und die HPPD hatten, ist es bisher innerhalb von ein paar Monaten von selbst schwächer geworden und schließlich glänzlich verschwunden. Manchmal dauert das nur drei, vier Monaten, manchmal 12 Monate, aber ich habe noch niemanden getroffen, bei dem es dauerhaft geblieben ist. Bei mir selbst war es nach etwas über einem Jahr weg und es ist jetzt nicht mehr zurückgekommen seit 3 Jahren. Und da dein Fall sowieso relativ mild zu sein scheint, wäre ich an deiner Stelle sehr optimistisch. 🙂

          • 20. Juni 2020 um 19:59
            Permalink

            Hi,

            erstmal Danke dir für deine schnelle Antwort und deinen positiven Zuspruch 😀
            Eine letzte Frage hätte ich allerdings noch. Ich hab ja oben geschrieben dass mir HPPD erst spät aufgefallen ist und ich hin und wieder n Bier oder eben ne Cola getrunken habe. Meinst du ich habe dadurch meine Prognose sehr verschlechtert? Und ich weiß auch hier dass es schwer ist ne genaue Aussage zu treffen, aber da du ja dasselbe schon mal durchgemacht hast, könntest du mir vielleicht diese Frage, wenn auch nur wage, beantworten.
            Hab Tausend Dank 😀

          • 20. Juni 2020 um 21:15
            Permalink

            Keine Ursache 🙂 Erfahrungsgemäß gehen die Symptome umso schneller weg, je weniger man das Gehirn mit psychoaktiven Substanzen belastet. Ein paar Bier oder das etwas Koffein in der Cola sind da natürlich nicht optimal, aber sie sollten die Propgnose nicht signifikant verschlechtern. Ich habe selbst nicht absolut abstinent gelebt und auch Kaffee getrunken und war ein, zwei Mal feiern in meiner HPPD-Zeit und es ist trotzdem weggegangen. Die meisten Menschen, die HPPD bekommen, sind ja regelmäßige Drogenkonsumenten, die jeden Tag kiffen, Aufputschmitteln nehmen und so weiter und da ist es meist notwendig, wirklich auf absolute Abstinenz zu gehen, weil vor allem von den härteren Drogen (wozu ich jetzt Alkohol dazuzähle) braucht das Gehirn mehrere Wochen um sich zu hundert Prozent zu erholen und soetwas verlangsamt und verschlechter die Erholung von HPPD natürlich. Ich bezweifel stark, dass sich ein Bier oder eine Cola ab und zu sich sonderlich stark auswirken, aber wenn du sicher gehen willst, solltest du auch darauf verzichten bis die Symptome endgültig abgeklungen sind. Einen Vollrausch solltest du aber auf jeden Fall vermeiden, denn der könnte die Symptome verstärken und würde den ganzen Heilprozess ziemlich sicher verlängern.

          • 22. Juni 2020 um 20:06
            Permalink

            Sorry dass ich dich nochmal nerven muss, aber mir ist da noch was eingefallen. Du meintest irgendwo oben, dass man auf dunkle Schokolade weitestgehend verzichten sollte. Ich persönlich esse für mein Leben gern Vollmilchschokolade (also Kakao-Anteil mind. 30%). Wie sieht es denn damit aus, denn ich habe deutlich mehr Vollmilchschokolade verputzt als Bier und Cola getrunken. Macht das jetzt was aus?
            Wär super wenn du mir da weiterhelfen könntest 🙂
            Danke dir!

          • 22. Juni 2020 um 20:14
            Permalink

            Schokolade ist generell kein Problem, außer man hat wirklich einen schweren Fall von HPPD und isst hohe Mengen hochprozentiger Schokolade. Dunkle Schokolade kann relativ viel Koffein enthalten. Eine Tafel 80%ige Schokolade entspricht ungefähr einen Kaffee. Etwas Vollmillschokolade hat weniger Koffein als Cola ist relativ harmlos, selbst wenn man schweres HPPD hat.

          • 23. Juni 2020 um 18:31
            Permalink

            Mir ist da leider noch ein Detail aufgefallen zu dem ich deine Meinung bräuchte. Im Mai war ich auf einer Geburtstagsfeier in der Wohnung des Geburtstagskindes auf der sehr viele Leute Zigaretten geraucht haben. Ich selber rauche wirklich überhaupt nicht, habe an dem Tag aber sehr wahrscheinlich nicht wenig passiv geraucht, einfach weil es sich räumlich leider nicht vermeiden lies. Jetzt weiß ich natürlich dass Nikotin bei HPPD nicht wirklich hilfreich ist. Auch hier wäre meine Frage an dich inwiefern dass meine Chancen auf Heilung ausgebremst hat, natürlich unter der Prämisse dass man nie genaue Vorhersagen treffen kann 😉
            Vielen lieben Dank dir! 😀
            Du hilfst mir wirklich gut durch diese nicht einfache Zeit^^

          • 23. Juni 2020 um 19:59
            Permalink

            Entspann dich. Etwas Passivrauchen irgendwann mal wird keinen großen Einfluss haben. Das wichtigste, damit du dich erholst – falls es wirklich HPPD ist, wobei wie geschrieben, ich das etwas bezweifel – ist, dass du ruhig bleibst, nicht alles überintepretierst und dich nicht wegen Kleinigkeiten wie etwas Passivrauchen vor paar Wochen oder einer Vollmilchschokolade den Kopf zerbrichst. Wenn man das macht, dann versetzt man sich nur selbst in Paranoia und Panik und das ist hinderlich bei jedem psychischen Heilungsprozess. Wenn du eine Angststörung hast, ist das natürlich schwer ruhig zu bleiben, aber versuche einen kühlen Kopf zu bewahren, normal zu leben und einfach Dinge wie Alkohol und Koffein für paar Monate zu meiden. Wenn das nicht klappt, such auf jeden Fall einen Arzt und/oder Psychologen auf, weil es kann auch gut sein, dass du kein HPPD hast, sondern einfach nur eine starke Angststörung. Aber wie zuvor geschrieben, kann ich dir das aus der Ferne nicht groß helfen. Wird aber ziemlich sicher wieder besser, also gute Besserung 🙂

  • 18. Juni 2020 um 15:19
    Permalink

    Kann es sein dass mein vorheriger Kommentar nicht durchgekommen ist?

    Antwort
    • 18. Juni 2020 um 16:01
      Permalink

      Hi, dein Kommentar ist durchgekommen 🙂 Ich muss nur jedes Mal Kommentare einzeln prüfen, bevor ich sie freigebe und weil ich nur eine Person bin, kann das manchmal etwas dauern.

      Antwort
  • 28. Juni 2020 um 23:27
    Permalink

    „In den meisten Fällen verschwinden die Symptome von HPPD und ähnlichen Störungen innerhalb von 6 Monaten von selbst, und bei fast allen Fällen innerhalb eines Jahres nach dem Konsum der auslösenden Substanz.“

    Hey, kann nach dem Auftreten von HPPD der Kosum von psychedelics den Fall auch verschlimmern/ verlängern? Habe nämlich vor noch einige Male welche zu nehmen und wahrscheinlich auch in hohen Dosen, aber die habe, obwohl ich nach dem Auftreten meines HPPD nocheinmal was genommen habe, immernoch leichte Halluzinationen vorallem nach dem Meditieren oder wenn ich mich auf etwas konzentriere.

    Antwort
    • 28. Juni 2020 um 23:30
      Permalink

      Kleiner Tippfehler: … hohen Dosen, aber ich habe, …

      PS: Guter Artikel, fand ihn sehr interessant 🙂
      LG Niyo

      Antwort
    • 29. Juni 2020 um 00:27
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      Erfahrungsgemäß verschlimmert, verstärkt und verlängert erneuter Psychedelikakonsum HPPD-Symptome. In einigen seltenen Fällen hat es den umgekehrten Effekt, dass die Symptome nach erneuten Konsum verschwinden, aber in der Regel macht es das ganze nur schlimmer und die kumilierten Effekte können dann auch zu der Entwicklung von schwereren psychischen Störungen führen wie Angststörungen oder psychotischen Zuständen. Ich bin kein Arzt, aber wenn du HPPD Symptome hast, würde ich dir aus meiner persönlich Erfahrung davon abraten Psychedelika oder andere psychoaktive Substanzen zu konsumieren bis die Symptome endgültig weg sind und ein paar Monate nicht mehr aufgetreten sind, weil ansonsten ist das Risiko zu hoch. Ich halte ungern Moralpredigten, aber ich habe aufgrund dieses Artikels – wie du auch etwas an den Kommentaren erkennen kannst – mittlerweile dutzende Mails von hilfesuchenden Menschen bekommen, die es übertrieben haben und dann mit ätzenden psychischen Störungen zu kämpfen hatten, die zu vermeiden gewesen wären, wenn sie etwas mehr auf Safer Use und Set und Setting geachtet und sich mehr geschohnt hätten. Du hast nur eine Psyche und mit der solltest du sorgsam umgehen. Du verpasst nichts und profitierst nur davon, wenn deinem Gehirn die Zeit gibst sich vollständig zu regenerieren und dafür auch mal ein paar Monate oder sogar ein, zwei Jahre Pause zwischen den Trips machst. Aus persönlicher Erfahrung bringt es auch aus einer psychonautischen Perspektive in der Regel wenig, öfters als ein oder zwei mal im Jahr zu trippen und wenn man eine Neigung zu HPPD o.ä. hat, sollte man es sogar seltener machen. Psychedelika sind kein Spielzeug, sondern ziemlich potente Werkzeuge, die zwar Spaß machen können, aber wenn man fahrlässig mit ihnen umgeht, kann man sich auch hart selbst ins Fleisch schneiden.

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      • 29. Juni 2020 um 17:54
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        Danke für die ausführliche Antwort. Ich werde mein Vorhaben nocheinmal überdenken. Ich habe nun auch die Kommentare durchgelesen undich glaube mein Gehirn könnte (vorallem bei meinem jetzigen Stress) eine Pause von Psychadelika und wahrscheinlich auch Drogen generell gebrauchen.
        Danke vielmals

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  • 19. August 2020 um 11:11
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    Hey,

    Habe anscheinend auch HPPD durch einen LSD Trip letzten Monat bekommen. Das Ding ist ich hatte HPPD schonmal letztes Jahr. Ich habe viel zu viel Psychedelika innerhalb von 3 Monaten konsumiert (zwischendrin habe ich gemicrodosed) und nach der letzten großen Erfahrung letzten Jahres auch weiterhin gemicrodosed. Darüber hinaus viel gekifft… echt keine gute Idee. Hat alles erst aufgehört nachdem ich aufgehört habe zu microdosen und zu kiffen, das dauerte dann so 3 Monate bis ich nochmal auf die Idee gekommen bin zu microdosen, was die Symptome komischerweise alle rückgängig gemacht hat und ich wieder der Alte war. Ich weiß jetzt nicht woran es lag, ich denke aber eher an der Abstinenz, als dass ich wieder angefangen habe zu microdosen. Dummerweise dachte ich mir dann im Juli nochmal, dass ich den Sommer ausnutze um nochmal LSD zu nehmen. War auch eigentlich sehr schön aber zum Ende des Trips dachten wir uns es wäre eine gute Idee in die Stadt zu gehen. War leider irgendwie nicht so geil, ich kam schon klar aber die Stimmen um mich herum konnte ich irgendwie gar nicht rausfiltern und ich hatte eine extreme Reizüberflutung. Dann dachte ich, scheiße jetzt gehts schon wieder los :D. Die Tage danach hab ich dann einmal gekifft was alles für den Moment schlimmer gemacht hat, weshalb ich es auch lasse. Microdosen hat sich auch irgendwie nicht gut angefühlt, erst als ich den entschluss gefasst hatte von jeglichen Drogen abstinent zu bleiben gingen die Symptome schlagartig weg. Hab sogar vergessen wie sich HPPD anfühlt, ganz merkwürdig, das war so ca. eine Woche nach dem Konsum. Hatte gar keine Probleme und war wieder normal. Erst jetzt im Urlaub mit meinen Eltern merke ich wieder einige Symptome des HPPDs, welche immer dann vollständig weg sind wenn ich mich gar nicht auf sie konzentriere, bzw. sie beachte. Ich denke das ist echt starke Kopfsache. Umgekehrt wenn ich ständig darüber nachdenke werden sie umso stärker und zum Teil echt belastend. Vollkommen verrückt, naja. So stark wie beim letzten mal ist es nicht und ich denke, dass sich das Problem durch meine Abstinenz sehr bald von alleine lösen wird.

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    • 27. August 2020 um 13:52
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      Bin wieder zuhause und die Beschwerden sind wieder verschwunden bzw. ich nehme sie kaum noch wahr. Merkwürdig..

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    • 30. September 2020 um 15:46
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      Wenn man von HPPD geheilt ist. Kann man dann wieder anfangen gelegentlich etwas zu trinken oder Tabak zu konsumieren? Bei mir wirkt sich der Konsum von Tabak sehr stark auf die Effektivität vom HPPD aus. Rauche aber leider sehr gerne 🙁

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      • 1. Oktober 2020 um 12:37
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        Das kann man so pauschal nicht beantworten – nachdem mein HPPD eine Weile weg war, konnte ich persönlich zumindest trinken und auch rauchen, ohne, dass es zurückkommt oder andere Probleme entstehen. Ich würde allerdings empfehlen statt Tabak zu rauchen, auf eine E-Zigarette umzusteigen, zum Beispiel zum Anfang mit einen Vype ePod oder ePen, wie man sie an fast jeder Tankstelle bekommt. Nicht nur, weil das weniger schädlich ist, als Tabak zu rauchen. Im Tabak sind abgesehen vom Nikotin auch andere psychoaktive Substanzen wie MAO-Hemmer, welche die Symptome von HPPD ebenfalls verstärken beziehungsweise zurückholen können. Pures Nikotin, wie es in eZigaretten an sich drin ist, sollte meiner Erfahrung und Vermutung nach, weniger stark auf das HPPD wirken.

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