13. Juni 2024
ArtikelVom Schreiben

Die Kunst Kurzgeschichten zu schreiben, die Wettbewerbe gewinnen

Die Kunst Kurzgeschichten zu schreiben, die gut genug sind, um Wettbewerbe gewinnen

Diese längere Abhandlung entstand als eine Art Transkript / Handout für einen zweiteiligen Workshop, welchen ich am 13.12.2023 für die Schreibwerkstatt der LMU unterrichtete. Wobei diese Abhandlung mit ihren 18 DINA4 Seiten bzw. fast 9.000 Wörtern etwas länger ausfiel, sodass eine Zusammenfassung entstanden ist über die Grundlagen, die ich zum aktuellen Zeitpunkt meiner natürlich noch jungen literarischen Karriere als wesentlich für die Kunst und das Handwerk des Schreibens erachte.

Die komplette Abhandlung in aktualisierter und ausführlicherer Form kann über den folgenden Button als PDF heruntergeladen werden:

Die Kunst des Kreativen Schreibens PDF

 

1.1 Literaturwettbewerbe sind sehr kompetitiv

Daher ist nicht zu gewinnen nicht unbedingt ein Zeichen, dass man schlecht ist. Des Weiteren reicht es für das Gewinnen in der Regel nicht aus lediglich sehr gut Schreiben zu können. Es braucht auch die richtigen Strategien. Man muss das Handwerk und die Kunst des Schreibens nicht nur beherrschen, sondern auch ein gewisses Verkaufsgeschick besitzen.

Beispiel: Bei der Ausschreibung von The D-Files: Die Drachen Akten des Talawah-Verlags wurden 787 Kurzgeschichten eingereicht, von denen nur 70 auf die Shortlist kamen. Von denen wurden wiederum am Ende nur 34 in der Anthologie abgedruckt, also nur rund 4,3% aller Bewerbungen gewannen. Von den 787 Autorinnen und Autoren die teilnahmen, wurden also 717 als nicht gut genug für die Anthologie aussortiert, und insgesamt 753 wurden am Ende abgelehnt. Unter den Abgelehnten waren auch einige Autorinnen und Autoren, die schon erfolgreiche Romane bei namenhaften Verlagen veröffentlicht hatten.

Meine Geschichte Der Jäger von Carcosa gehört zu jenen 34, die in die D-Files Anthologie aufgenommen wurden. Dass diese Geschichte zu den Gewinnern gehört, liegt jedoch nicht nur daran, dass sie anscheinend sehr gut geschrieben ist – das waren schließlich auch viele, die abgelehnt wurden – sondern auch daran, dass ich Strategien anwandte, um meine Erfolgschancen zu steigern. Um diese Strategien und auch das Schreiben von sehr guten Kurzgeschichten selbst, soll es im Folgenden gehen.

Dabei werde ich soweit es geht nicht nur meine Erfahrung aus den Gewinnen mehrerer solcher Ausschreibungen einfließen lassen, sondern auch meine als Juror und Herausgeber der Fantastischen LMU, um euch einen guten Einblick in die Auswahlprozesse zu ermöglichen.

1.1.1 Die richtigen Wettbewerbe aussuchen

Aktuelle Wettbewerbe findet ihr hier:

https://www.autorenwelt.de/verzeichnis/aufrufe

https://instagram.com/literatur_ausschreibungen

https://www.dsfo.de/fo/viewforum.php?f=18

Vor allem am Anfang der eigenen literarischen Karriere, macht die Teilnahme an Ausschreibungen und Wettbewerben Sinn, bei denen die erfolgreichen Geschichten am Ende von namenhaften Verlagen in Anthologie abgedruckt werden. Diese Verlagspublikationen helfen einem ein Portfolio und eine Reputation aufzubauen, welche weitere Verlagsveröffentlichung vereinfachen.

1.2 Kurzgeschichte konzipieren

1.2.1 Zielgruppe beachten: Was sind die Anforderungen? Wer sitzt in der Jury bzw. wer ist als Herausgeber für die Auswahl verantwortlich? Oft ist es sehr sinnvoll, den Stil der Geschichte etwas an den Geschmack der Zielgruppe bzw. der Jury anzupassen.

Beispiel: Bei den D-Files war der Herausgeber der Roman- und Drehbuchautor Thomas Finn. Das Thema der Anthologie war einfach Drachen und man konnte Drachengeschichten aller Art einreichen. Wenn man sich jedoch mal bei Wikipedia durchliest, was Thomas Finn selbst so schreibt, so stellt man fest, dass seine eigenen Werke oft in die Richtung Dark Fantasy und Horror gehen. Die Geschichte, die ich einreichte, war eine schaurige Darkfantasygeschichte – ob das geholfen hat? Es erscheint plausibel, dass damit die Geschichte vermutlich den Geschmack des Herausgebers und Verlegers getroffen hat, was bei solchen kompetitiven Ausschreibungen etwas ausmachen kann.

1.2.2 Struktur

1.2.2.1 Konflikt: Eine Geschichte ohne einen Konflikt ist keine Geschichte, sondern nur eine öde Beschreibung. Was Handlungen, Charaktere und Entwicklungen vorantreibt, sind Konflikte – zwischen Charakteren und anderen, intrapersonell innerhalb eines Charakters, zwischen Charakteren und der Welt etc. Für eine Kurzgeschichte sollten in der Regel ein oder maximal zwei Konflikte zentral sein. Diese zwei Konflikte sollten allerdings dann auch miteinander verwoben sein z.B. der innere Konflikt, den ein Charakter durchlebt, sollte mit dem Konflikt, den er mit einer anderen Person hat, verbunden sein. Wenn die zentralen Konflikte nicht miteinander korrelieren, dann entsteht bei Lesern oft das Gefühl, es wären zwei unpassende Geschichten vermischt worden und die Orientierung geht verloren.  Wenn man sich daran macht eine Geschichte zu konzipieren, hilft es oft von ihren zentralen Konflikten aus zu starten z.B. indem man zuerst den Hauptcharakter konstruiert und dessen Konflikte.

1.2.2.2 Fokussierte Handlung und Kompaktheit: Eine Kurzgeschichte muss kurz und prägnant sein. Dafür sollte sie sich auf ein einziges Ereignis, einen Moment oder eine Veränderung konzentrieren. Die Kompaktheit erfordert, dass jedes Element und Wort zählt und zur Geschichte beiträgt. Im Gegensatz zu Romanen, die sich oft über verschiedene Handlungsstränge und eine Vielzahl von Charakteren erstrecken, konzentriert sich eine Kurzgeschichte auf maximal zwei zentrale Konflikte, eine Hauptfigur oder eine entscheidende Begebenheit.

1.2.2.3 Eingängiger Anfang: Eine effektive Kurzgeschichte zieht den Leser sofort in ihren Bann mit einem starken ersten Satz, einen fesselnden Konflikt oder einer einzigartigen Situation. Im Gegensatz zu z.B. Romanen ist meist kein Platz für eine lange Exposition. Die Exposition sollte vielmehr so verwoben mit der Handlung sein, dass sie mit ihr erst endet.

1.2.2.4 Entwicklung der Charaktere: Auch wenn die Charakterentwicklung in einer Kurzgeschichte begrenzter ist als in einem Roman, sollten die Hauptcharaktere dennoch Tiefe und Komplexität aufweisen. Ihre Entscheidungen und Aktionen treiben die Handlung voran und spiegeln die zentrale Thematik der Geschichte wider. Dazu mehr in 1.2.4.ff.

1.2.2.5 Klares Thema oder Motiv: Eine gute Kurzgeschichte vermittelt oft eine klare Botschaft, ein Thema oder ein Motiv. Diese zentralen Ideen sollten allerdings subtil in die Handlung und die Charaktere eingebettet werden – es ist schließlich eine Geschichte und kein Essay. Eine Geschichte, die into your face ihre Botschaft explizit rausschreit, unterbindet nicht nur, dass die Leser sich ihre eigenen Gedanken machen; sie untergräbt auch ihre eigene Glaubwürdigkeit und Wirkung, weil sie dann schnell zu didaktisch, wie ein maskiertes Traktat bzw. wie Propaganda, wirkt. Wenn die Leser den Eindruck haben, dass man ihnen eine bestimmte Interpretation der Geschichte oder Meinung zu vehement aufzwingen will, dann erleben sie das als plump. Der Erzähler (sofern nicht Teil der Handlung als Ich-Erzähler oder als Erzählelement eingebettet) sollte im Hintergrund bleiben.

Wichtiger Test: Eine Geschichte entfaltet meist nur ihre Wirkung effektiv und funktioniert auch nur, wenn der Autor selbst sich darüber im Klaren ist, was er eigentlich mit der Geschichte ausdrücken will, und wenn er das, was er ausdrücken will, auch selbst in Worte fassen kann. Ein wichtiger Test ist daher, ob man als Autor seine eigene Geschichte in zwei, drei Sätzen zusammenfassen kann. Wenn man dies nicht kann oder die Zusammenfassung sehr vage ist, hat man meist seine eigene Geschichte nicht verstanden – und dann werden die Leser sie meist auch nicht verstehen. z.B. zu sagen ‚In meiner Geschichte geht es um Liebe‘ ist zu vage, es sollte eher sein wie: ‚In der Geschichte geht es darum, dass Charakter X und Charakter Y sich lieben, aber durch ihre unterschiedlichen Wertvorstellungen über Beziehungen verletzen sich dauernd ungewollt gegenseitig, was zu einem toxischen Kreislauf führt. Diesen durchbrechen sie durch … etc.‘

1.2.2.6 Emotionale Wirkung oder Einsicht: Eine Kurzgeschichte wird von Lesern in der Regel als gut erlebt, wenn sie eine starke emotionale Wirkung oder eine tiefere Einsicht in das menschliche Erleben, z.B. durch eine Identifikation, ermöglichen. Eine Geschichte, die triviale Alltagserlebnisse wiedergibt oder oberflächlich bleibt, hinterlässt meist einen nichts-sagenden Eindruck.

1.2.2.7 Effektiver Schluss: Der Schluss einer Kurzgeschichte ist entscheidend. Er sollte das zentrale Thema der Geschichte aufgreifen, den Konflikt lösen (oder bewusst offenlassen) und den Leser berührt zurücklassen, entweder emotional oder epistemisch, wie ein Paukenschlag oder ein Stich, ein Kuss oder ein Lächeln, das lange nachhallt. Oft gelingt das am besten, wenn man als Leser das Gefühl bekommt, das sich mit dem Ende der Geschichte ein neuer Horizont eröffnet, eine neue, größere Welt, die einen ganzen Roman füllen könnte, oder eine Einsicht, die einen lange noch grübeln lässt.

1.2.3 Setting

Das Setting ist die Welt, in der die Handlung spielt. Ein gutes Setting in einer Kurzgeschichte zu kreieren, ist essentiell, um eine überzeugende Atmosphäre zu schaffen.

1.2.3.1 Mysterium

Die Welt, in der die Geschichte spielt, sollte zu einem gewissen Grad ein Mysterium sein, ein Rätsel, welches sich während des Lesens langsam löst, aber selbst zum Ende der Geschichte nicht restlos gelüftet wird. Unklarheiten, Geheimnisse, Mysterien und der Mangel an Wissen beim Leser und beim Hauptcharakter, führen nämlich zu Spannung und Interesse. Wenn der Hauptcharakter und Leser nämlich immer wissen, wie die Welt wirklich ist, was die Antagonisten gerade tun, was sich im Gebüsch versteckt und los ist, wird die Spannung erheblich gemildert. Deswegen sollte man den Lesern immer nur so viele Informationen über die Welt wie nötig geben, und auch der Protagonist sollte unter Unsicherheit agieren.

Es ist schlicht spannender zu lesen: ‚Die Sonne verschwand gerade hinter den Wellen am Horizont und ich vertäute meinen Kutter, als mich ein Mann in einer schwarzen Jacke am Pier ansprach. Er hielt eine Polizeimarke hoch und fordert mich auf, ihm in Joes Pub zu folgen. Warum, fragte ich. Es geht um ihren Bruder, antwortete er, bereits auf dem Absatz kehrt machend. Mit einem flauen Magengefühl folgte ich ihm.‘

als: ‚Ich war Kapitän eines Fischkutters im Hamburger Hafen. Eines Abends während des Sonnenuntergangs um 18 Uhr kam ein Polizist in Zivil vorbei und bat mich, mit ihm in Joes Pub fünfzig Meter weiterzugehen, um mir dort etwas über meinen Bruder zu sagen.‘

Die erste Version ist unter anderem allein dadurch spannender, weil nicht klar ist, ob der Mann in der Jacke wirklich Polizist ist, und auch dadurch, dass der unbenannte Hafen mehr Platz für die Vorstellungskraft lässt, als der Hamburger Hafen. Zudem ist sie szenischer.

Gerade auch bei Fantasy und Sci-Fi Geschichten ist es ein feiner Balanceakt, den Lesern im Laufe der Geschichte genug über die Welt zu verraten, dass sie die Handlung verstehen, sie aber nicht zugleich mit langweiligen Erklärungen zu belästigen.

1.2.3.2 Spezifische Details: Details sind entscheidend, um ein Setting lebendig zu machen. Beschreibe Gerüche, Geräusche, Farben und Texturen, um eine reiche, sinnliche Erfahrung zu schaffen. Dadurch lässt sich auf viel über die Welt zeigen, ohne es explizit erklären zu müssen. Wenn es in den Straßen nach Fäkalien stinkt, sagt das dem Leser mehr als eine Abhandlung über die kaputte Kanalisation.

1.2.3.3 Integriere das Setting in die Handlung: Das Setting sollte mehr sein als nur ein Hintergrund. Es sollte ebenso etwas erzählen, wie die Charaktere, und sich ebenso wandeln; Gefühle und Erlebnisse kontrastieren und amplifizieren.

1.2.4 Charaktere

Charaktere sind die zentralen Akteure einer Geschichte und mit ihnen steht und fällt oft auch die Begeisterung der Leserschaft. Um gute Charaktere zu erschaffen, braucht es nicht nur Kreativität, sondern auch psychologisches Verständnis und Lebenserfahrung – da Charaktere, nun, ähnlich wie Menschen im echten Leben, sehr komplex und vielseitig sein sollten.

Einige wesentliche Merkmale guter Charaktere sind:

1.2.4.1 Komplexe Persönlichkeiten: Gute Charaktere sind nicht einseitig und keine Stereotypen. Sie haben Stärken, Schwächen, Widersprüche und Konflikte. Diese Komplexität macht sie realistisch und interessant. Es ist nicht einfach, Stereotypen zu vermeiden, da unser Gehirn aus Energieeffizienz gern auf sie zurückgreift. Allerdings können Stereotypen – oder besser Archetypen – als Ausgangspunkte dienen, denen man einzigartige, spezifische und untypische Eigenschaften hinzufügt, die ihnen Tiefe und Originalität verleihen. Manchmal kann ein Charakter auch symbolische Elemente der Geschichte verkörpern und dann weniger komplex sein, allerdings sollte dies subtil gehandhabt werden, um nicht zu didaktisch zu wirken.

1.2.4.2 Hintergrund und Motivation: Jeder Mensch, jeder Charakter, jede Art des Denkens und Handelns, haben eine Hintergrundgeschichte und Motive. Diese Hintergrundgeschichte und diese Motive – die Wünsche, Ängste und Träume – sollte man als Autorin kennen, auch wenn sie nicht explizit in der Geschichte ausgeführt werden. Man muss mehr über seine Charaktere wissen, als das, was man letztendlich aufschreibt, damit sie wie wirkliche Personen wirken und plausible Entscheidungen treffen.

1.2.4.3 Visuelle Merkmale: Scheinbare Kleinigkeiten wie Kleidungsstil, Körpersprache und Gewohnheiten können viel über einen Charakter aussagen und helfen, ihn plastisch in der Vorstellungskraft der Leser werden zu lassen – und gleichzeitig ermöglichen sie es, etwas über den Charakter subtil auszusagen, ohne expliziten und langweiligen Infodump zu betrieben. Zum Beispiel sagt die Tatsache, dass ein Charakter eine gefälschte Rolex trägt und abgekaute Fingernägel hat, während er Machosprüche klopft, viel effektiver und mehr über seine Unsicherheiten und Selbstgefühl aus, als es eine explizite Beschreibung oder ein Dialog es könnten.

1.2.4.4 Entwicklung: Charaktere sollten sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Diese Entwicklung kann durch interne Konflikte, Beziehungen zu anderen Charakteren oder durch die Ereignisse der Handlung angetrieben werden. Allerdings, auch wenn Charaktere sich entwickeln, sollten sie dabei eine plausible Grundkonsistenz in ihrem Verhalten und ihren Überzeugungen beibehalten, es sei denn, es gibt einen triftigen Grund für eine Veränderung. Gerade in Kurzgeschichten ist meist wenig Raum für ein lange und komplexe Entwicklung, weshalb es oft Sinn macht, eine Kurzgeschichte, um einen Wendepunkt im Leben des Charakters anzusiedeln und ein Ereignis zu behandeln, welches ihn verändert.

1.2.4.5 Beziehungen: Beziehungen und Interaktionen mit dem sozialen Umfeld definieren wesentlich einen Charakter.  Kontrastierungen können Unterschiede und Gemeinsamkeiten hervorheben, und Beziehungen und Interaktionen sind oft ein Katalysator für Konflikte, Entwicklung und Enthüllungen.

Gängige Fehler bei Kurzgeschichten: Zu viele Charaktere. Zu eindimensionale Charakter. Stereotypen.

Eine einfache Heuristik für die erste Konzeption von guten Charakteren: Versuche für deinen Charakter drei Fragen zu beantworten: Was will der Charakter? Was und wer hindert ihn daran das zu bekommen, was er will? Was braucht er eigentlich? Dies sollte die wesentlichen inter- und intrapersonellen Konflikte offenlegen.

1.2.5 Dialoge

Dialoge in der Literatur (oder im Film) haben wenig mit Dialogen im echten Leben gemeinsam. Zum einem wären Dialoge nicht nur unlesbar und kaum verständlich, sondern auch sterbenslangweilig, wenn sie so voller Ähms, Hmms, Tjas, abgebrochener Sätze, Wiederholungen, Insidern, Trivialitäten und Gedankensprünge wären, wie Gespräche im echten Leben. Des Weiteren fehlen geschriebenen Dialogen die akustischen Merkmale gesprochener Sprache wie Intonation, Akzent und Lautstärke, die bei echten Gesprächen eine große Menge an Informationen übertragen z.B. ob das Gesagte ernst oder ironisch gemeint ist und welchen emotionalen Zustand der Sprecher hat. Deswegen sind Dialoge in Literatur und Film sehr anders als Gespräche im echten Leben. Die Leserschaft ist auch nicht realistische Dialoge in der Literatur gewöhnt, auch wenn durch das Framing des Mediums uns selten bewusst ist, wie extrem sich das Sprechen auf Bühne oder in einem Buch vom echten Leben unterscheidet. Entsprechend ist das Schreiben von Dialogen immer ein Spagat der Authentizität.

Aspekte guter Dialoge:

1.2.5.1 Charakterliche Authentizität: Jeder Charakter sollte eine eigene Stimme bzw. sein leicht abgewandeltes Vokabular haben, das seinen Hintergrund, seine Persönlichkeit und seinen aktuellen emotionalen Zustand widerspiegelt. Dies hilft den Lesern, die Charaktere zu unterscheiden und gibt ihnen Tiefe. Ein Professor und ein Handwerker werden sich vermutlich in ihren Formulierungen und verwendeten Wörtern unterscheiden.

1.2.5.2 Kontextuelle Authentizität: Die Dialoge sollten die Zeitperiode und kulturellen Umgebung widerspiegeln, in der die Charaktere sich bewegen z.B. Neologismen und Idiolekte einer Subkultur aufgreifen. Das ist vor allem bei historischen Geschichten häufig ein schwieriger Balanceakt. z.B. Dialoge in der Sprache des 14. Jahrhunderts zu schreiben, wäre für die meisten Leser einfach mühsam, schwer verständlich und langweilig, also muss schon das Deutsch des 21. Jahrhunderts verwendet werden – allerdings nicht uneingeschränkt z.B. wird das Denken und Sprechen, einer Person im 14. Jahrhundert von Feudalismus geprägt sein – Konzepte wie Menschenrechte, Demokratie, Bakterien etc. werden fremd sein, stattdessen eher religiöse Vorstellungen und Aberglaube Argumente prägen.

1.2.5.3 Möglichst wenig Dialoge: Verwende wörtliche Rede nur dort, wo sie tatsächlich relevant ist, und die Handlung voranbringt. Triviale Begrüßungen, Smalltalk etc., die nichts Wesentliches über die Charaktere aussagen, können ausgelassen oder in einem Satz erzählt werden.

1.2.5.4 Kürze und Tempo: Halte Dialoge kurz und wirkungsvoll. Lange Monologe oder unnötiges Geplauder verlangsamen die Geschichte und erzeugen meist Langeweile. Stelle sicher, dass jede Zeile des Dialogs etwas Wertvolles beiträgt.

1.2.5.5 Vermeidung von Expositionen / Infodump: Gerne werden Dialoge für Expositionen oder Erklärungen verwendet – ein Klischee ist hier vor allem der Bösewicht, der eine zwei Seiten Rede über seine Ideologie und Vision hält – aber das wirkt nicht nur unnatürlich, es ist auch meist langweilig. Weltbilder und Überzeugungen lassen sich viel subtiler einweben, und auch durch Handlungen besser zeigen, als durch Monologe. Wenn jemand beim Anblick des Königs die Fäuste ballt und vor unterdrückter Wut zittert, bringt das seinen Hass auf den König besser zum Ausdruck, als ein zwei Seiten langer Monolog.

1.2.5.6 Subtext: Was Charaktere nicht sagen, kann genauso wichtig sein wie das, was sie sagen – sogar oft wichtiger. Subtext verleiht Interaktionen Tiefe und Komplexität. In gewisser Weise sind effektive Dialoge in Romanen damit ähnlicher zum Flirten im echten Leben als zu normalen Gesprächen, da, wie beim Flirt, das Nicht-Gesagte und das Angedeutete in der Regel viel wichtiger und wirkungsvoller sind, als das explizit und profan Geäußerte. Shakespeares verwendet v.a. bei Hamlet Subtext vorbildlich.

1.2.5.7 Konflikt und Spannung: Dialoge sind ein mächtiges Werkzeug, um Konflikte anzudeuten, offenzulegen, zu schaffen und zu lösen. Charaktere könnten Dialoge nutzen, um sich zu konfrontieren, ihre wahren Gefühle zu verbergen oder andere zu manipulieren, was alles Spannung erzeugt. Optimalerweise sollte ein Dialog immer unter einer gewissen Spannung stehen; immer etwas Neues andeuten, auslösen und vorantreiben.

1.2.6 Stil

Der Stil hat vor allem eine Aufgabe:

Das mentale Kopfkino zu erzeugen und zu leiten.

Wesentlich dafür, dass ein gutes Kopfkino beim Lesen entsteht – bei dem der Leser optimalerweise vergisst, dass er überhaupt gerade liest, weil er so im Text versunken ist – ist, dass diese von den Wörtern erzeugten Bilder nahtlos und störungsfrei ineinander übergehen. Die wichtigsten Aspekte, um ein Stottern des Kopfkinos zu vermeiden, sind:

1.2.6.1 Chronologie

Sätze und Nebensätze sollten möglichst chronologisch funktionieren. Wenn ein Leser zurückspringen muss, um mentale Bilder zu korrigieren, zersetzt dies die Immersion.

Negativ-Beispiel: Sie verließ das Schloss und betrat den Garten durch einen Gang, der von Ritterrüstungen gesäumt war. In diesem Satz sieht der Leser in seinem Kopfkino die Protagonistin zuerst das Schloss verlassen und den Garten betreten – dann muss er wieder zurückspulen, und sich nochmal vorstellen, dass in dem Gang davor Ritterrüstungen waren.

Verbesserung-Beispiel: Sie durchquerte einen mit Ritterrüstungen gesäumten Gang, und betrat den Schlossgarten. Dieser Satz ist literarisch noch immer keine Glanzleistung, aber er fließt besser als der vorherige.

1.2.6.2 Kognitive Leichtigkeit

Die Zeit und Konzentration sowie Energie des Lesers sind nicht unbegrenzt, und die schnellsten Wege diese zu erschöpfen sind viel zu lange Sätze, Wiederholungen, überflüssige Informationen, unnötig lange Formulierungen und Füllwörter. Jedes einzelne Wort sollte relevant sein. Stimuliere die Vorstellungskraft und ertränke nicht die Neuronen in unnötigen Datadumps und Geschwafel. Kürzere Sätze entfalten eine stärkere Wirkung als lange. Informationen, die einfach verpackt sind, verdaut der Verstand besser und mit größerem Spaß. Deswegen stehen auf Werbeplakaten knackige Sprüche und keine Auszüge aus Kants Kritiken. Eine gute Geschichte ist eine Aneinanderreihung knackiger Sätze.

Um die kognitive Leichtigkeit zu erhöhen, helfen auch Metaphern, die verständlich sind, weil sie Assoziationen und Kategorien verwenden, die der Leser bereits kennt.

1.2.6.3 Nähe

Für die Immersion in eine Geschichte, braucht es eine gewisse Nähe – sonst kann man schlecht in die Welt eintauchen oder in die Haut des Charakters zu schlüpfen. Vor allem unerfahrene Schreibende, die etwas unsicher sind, neigen dazu sprachliche Konstruktionen zu verwenden, die Distanz erzeugen.

Ein schlimmes Gift für Immersion ist zum Beispiel der Passiv. Im wissenschaftlichen Texten ist der Passiv Standard, weil damit eine professionelle und objektiv wirkende Distanz erzeugt wird. Einen Leser berührt man jedoch nicht durch objektive Distanz, sondern durch subjektive Nähe, durch die sprachliche Intimität des Aktivs, der klar benennt wer handelt.

1.2.6.4 Adverbiale Adjektive sind wie Chilipulver – zu viel tut nicht gut

Der Titel fasst es zusammen. Adverbiale Adjektive sollten sparsam eingesetzt werden. Vor allem in Kombination mit Inquits klingen sie oft einfach schlecht. Ein „sagte er“ ist in eigentlich allen Fällen besser, als ein „sagte er stöhnend“; und ein „sie eilte“ ist meist besser als ein „sie eilte schnell“.

1.2.7 Pacing

Das Pacing, also die Geschwindigkeit, mit der eine Geschichte voranschreitet, ist ein entscheidender Aspekt dafür, wie stimmig sie sich anfühlt und wie aufmerksam ein Leser sie liest. Dabei ist wesentlich vor allem, welche Szene und Handlungen man als Autor szenisch beschreibt, und welche man einfach nur runtererzählt. Manchmal schreibt man komplette Szene aus über mehrere Seiten, nur um zu merken, dass sie eigentlich nicht viel zur Handlung beitragen und sie nur unnötig ausbremsen, und es besser wäre die Handlung der zwei Seiten in zwei Sätzen zusammenzufassen. Manchmal erzählt man Dinge runter, obwohl es besser wäre sie in Dialogen oder Szenen auszuführen. Pacing ist eine knifflige Sache, weil als Autor, der die Geschichte kennt, hat man nicht immer ein Gefühl dafür, wann es für ein Leser, der die Geschichte zum ersten mal liest, zu schnell oder zu langsam geht. Generell sollte man darauf achten, wesentliche Storybeats szenisch zu beschreiben, aber die Lücken zwischen den wichtigen Ereignissen auszulassen. Manches ist sehr offensichtlich – wenn ein Charakter vier Stunden lang auf einen anderen wartet, macht es keinen Sinn diese vier Stunden inklusive jedes Toilettengangs zu beschreiben; aber oft sind die Grenzen unklarer z.B. bei Aktionszenen. Wie viel Handgriffe, Bewegungen etc. soll man beschreiben? Hier hilft nur oft Feedback von Testlesern und Intuition.

1.3 Das Schreiben an sich

1.3.1 Schreibtypen und Methoden

Die beste Herangehensweise beim Schreiben eines Textes variiert stark von Person zu Person und auch von Text zu Text, und die meisten Schreibenden wenden hybride Schreibprozesse an. Allerdings lassen sich zwei dominante Strategien identifizieren, die ich Architektur und Archäologie nenne:

1.3.1.1 Architektur: Auch bekannt als Outlining oder Plotten.  Bei dieser Vorgehensweise plant und strukturiert man den Text vorher sorgfältig durch, bevor man mit dem Schreiben loslegt. Alle Charaktere, wesentlichen Storyelemente, Wendepunkte und das Ende werden erst ausgearbeitet, mindestens in Stichpunkten, wie ein Skelett, das dann nur noch mit Text gefüllt wird. Diese Vorgehensweise eignet sich am besten für Sachtexte, wissenschaftliche Arbeiten und Essays, funktioniert aber auch für Literatur. Wer architektonisch vorgeht, sollte sich mit Methoden beschäftigen wie der Schneeflocken-Methode, der Heros-Journey oder Dan Harmons Story Circle.

Vorteil: Inkonsistenzen werden vermieden. Klare To-Do-Liste. Oft später weniger Makroebenen-Überarbeitung.  Sehr einfach, um schnell und diszipliniert einen guten Text zu kreieren.

Nachteil: Man kann sich im Worldbuilding verlieren. Schreibprozess kann sehr langweilig sein. Oft sind konstruierte a priori Geschichten sehr vorhersehbar und generisch. Charakterentwicklungen und spannende Wendungen fallen einem meist erst später ein.

1.3.1.2 Archäologie: Oder auch Discovery-Writer. Bei dieser Vorgehensweise schreibt man von einem Charakter und einer bestimmten Fragestellung oder Szene aus einfach drauf los und buddelt den Text quasi aus dem Unterbewusstsein aus. Man nimmt quasi einfach den Charakter, wirft in eine Situation und sieht quasi experimentell beim Schreiben zu, was passiert. Archäologen können und sollten trainieren, sich selbst in den mentalen Zustand zu versetzen, in welchem aus dem Unterbewusstsein die Ideen und Handlung sprudeln. Das kann durch Rituale, Routine, Meditation, Psychopharmaka, Spaziergänge und andere Praktiken erreicht werden

Vorteil: Authentischere Texte. Schreibprozess kann schneller beginnen und macht meist mehr Spaß. Hohe Flexibilität im Laufe des Schreibprozesses bessere Ideen für die Geschichte umzusetzen, die meist kommen, weil man die Charaktere und Welt besser kennenlernt. Geschichten sind oft organischer und unterhaltsamer.

Nachteil: Man kann sich leicht verzetteln, sodass aus Kurzgeschichten ganze Romane werden. Höhere Anfälligkeit für Logiklücken. Mehr Bearbeitungszeit. Sehr Momentum-getrieben.

1.3.1.3 Relevanz: Die meisten Menschen haben eine natürliche Veranlagung für eine der beiden Herangehensweisen. Herauszufinden was von beidem einem mehr liegt und sich danach auszurichten, ermöglicht die eigenen Stärken zu erkennen und verhindert Frustration und Langeweile beim Schreiben. Je nachdem welche Herangehensweise einem liegt, variieren auch die optimalen Methoden beim Ideensammeln und Schreiben, sowie meist auch die Genrepräferenzen. Langfristig entwickelt man meist einen effektiven Hybridansatz, der für verschiedenen Aspekte und Elemente eines Textes die jeweils bessere Herangehensweise gemäß der eigenen Veranlagung nutzt.

1.3.2 Vorbereitung

1.3.2.1 Mentale Diät

Du willst wirklich Schriftstellerin werden? Wettbewerbe gewinnen? Irgendwann einen Bestseller landen? Der Literaturbetrieb ist ein brutaler Dschungel. Ein großer Verlag wie z.B. Rowohlt bekommt jedes Jahr rund 3.000 bis 6.000 unverlangte Manuskripte, verlegt aber nur rund 400 Bücher. Literaturwettbewerbe bekommen hunderte Einsendungen, verlegen aber nur eine zweistellige Zahl. Und selbst wenn du zu den ein paar % gehörst, die es schaffen verlegt zu werden: Jedes Jahr erscheinen in Deutschland rund 70.000 Erstauflagen. Die meisten sind Flops, die von Bestsellern querfinanziert werden.

Wer in der Literatur erfolgreich sein will, muss dafür in der Regel sehr hart arbeiten – und Glück und die richtigen Kontakte sind nicht selten zusätzlich notwendig. Es ist in vielerlei Hinsicht ein geistiger Leistungssport und ähnlich wie beim körperlichen Leistungssport, ist die richtige Diät oft essentiell für eine Erfolgschance und schnelle Fortschritte.

Genauso wie der eigene Körper zur sportlichen Höchstleistung unfähig wird, wenn man ihn mit McDonalds, Tiefkühlpizza, Zigaretten, Alkohol, Schlafmangel und viel Sitzen kaputt macht; bringt das Gehirn auch keine kreative und intellektuelle Höchstleistung hervor, wenn man es mit Schrott zumüllt und sich dauernd ablenken lässt.

Wenn du wirklich die beste Literatur schaffen willst, musst du dein Gehirn und deine Kreativität sorgsam vor Vermüllung schützen und gewissenhaft trainieren. Verkauf den Fernseher auf eBay. Verschenk die Konsole. Lösche Steam und GOG. Kündige Netflix und Disney+. Installiere dir den Cold Turkey Blocker (https://getcoldturkey.com/) oder besorg dir einen Schreib-PC ohne Internetanschluss. Statt Neftlixserien zu bingen, lies ein Buch. Statt Memes zu scrollen, lies ein Buch. Statt vor Pornhub zu gammeln, geh nach draußen und verbringe Zeit mit echten Menschen oder lies ein Buch. Statt mit Idioten auf Twitter und Reddit zu streiten, streite analog mit deinem verschwörungsgläubigen Onkel oder lies ein Buch. Wenn du Auto fährst, kochst oder die Wohnung putzt, hör ein Hörbuch. Ähnlich wie beim Sport, sind Fortschritte und Erfolge ohne ein gewisses Maß an Kontrolle der Inputs, Disziplin und konstante Überwindung der eigenen Schmerzgrenze eher schwierig.

1.3.2.1 Viel Lesen

Die Grundlage für ein ausgeprägtes Sprachgefühl, einen flexiblen Wortschatz und eine Intuition für gutes Erzählen, ist die eigene Lektüre. Das bedeutet vor allem sehr, sehr viel lesen. Es bedeutet aber nicht nur die Bücher zu lesen, die gut sind und einem gefallen. Es hilft tatsächlich auch, schlechte Bücher zu lesen und zu analysieren, warum sie schlecht sind. Und es hilft sehr viel die eigenen, alten Texten immer wieder durchzulesen und bewusst zu analysieren, wie sie besser werden könnten. Und es hilft auch, sehr divers zu lesen – über Genre, Kulturräume, Sprachen und Epochen hinweg, um auch ein Gefühl für die Möglichkeiten und Trends zu bekommen. Selbst wenn man sonst nur Fantasy liest und schreibt, hilft es sich selbst zum Lesen von Liebesromanen zu überwinden, um die romantischen Sideplots zu verbessern. Mainstreamliteratur im deutschen Buchhandel ist stark westeuropäisch und angelsächsisch/amerikanisch geprägt, weshalb es oft hilfreich ist den eigenen Horizont zu erweitern und z.B. osteuropäische Fantasy, israelische Gegenwartsliteratur, lateinamerikanische Phantastik oder chinesische Science-Fiktion zu lesen o.ä. etc., um nicht im Einheitsbrei der eigenen soziokulturellen Babbel zu versinken.

Was hilft zum mehr Lesen zu motivieren:

SocialReading Seiten wie GoodReads und Lovelybooks, bei denen man seine eigene Lektüre eintragen, teilen und bewerten kann. Beispiel: https://www.lovelybooks.de/mitglied/LeveretPale/

1.3.2.2 Viel Schreiben

Vom Lesen alleine lernt man kein Schreiben. Um Schreiben zu lernen, muss man viel schreiben. Und es gehört dazu, dass man hunderte Seiten schlechter Literatur schreibt und schmerzhafte Kritik einsammelt, bis man tatsächlich gut schreibt. Entgegen des insbesondere in Deutschland seit der Romantik populären Geniemythos, ist die Fähigkeit gute Literatur zu schreiben, kein angeborenes Talent sondern die Mischung aus Disposition und tausenden Stunden der mühsamen Arbeit und Übung. Des Weiteren sind Fähigkeiten aus z.B. dem akademischen Schreiben meist nur bedingt ins literarische Schreiben übertragbar, da gänzlich andere Kontexte und Rezipienten vorliegen.

Not so funny fun-fact: Es gibt das seltene Phänomen der Alexie ohne Agraphie, die bei Menschen auftritt, die durch z.B. einen Schlaganfall oder Unfall eine Beschädigung des Gyrus occipitotemporalis im Gehirn haben. Diese Menschen sind in der Lage Texte zu schreiben – aber sie sind nicht mehr in der Lage Texte zu lesen, selbst die von ihnen selbst geschriebenen. Auch wenn Lesen und Schreiben beide in verknüpften Hirnrealen verarbeitet werden, sind sie nicht komplett kongruent. Ergo, wer nur gute Texte liest, trainiert damit noch nicht zwangsläufig das neuronale Netz im eigenen Schädel tatsächlich zum guten Schreiben – deshalb reicht es auch nicht z.B. KIs einfach mit Text zu füttern, es braucht auf Funktionen und humane Interventionen, die die Outputs kontrollieren. Lesen und Schreiben sind sich überschneidende aber letztendlich unterschiedliche Tätigkeiten.

1.3.2.3 Recherche

Recherche ist essentiell, um glaubhafte und realistische Welten und Szenarien zu erschaffen, allerdings gibt es dabei mehrere Dinge zu beachten:

Recherche nicht als Vorwand für Prokrastination verwenden. Die meisten Dinge, die man recherchieren sollte, fallen einem eh erst im Nachhinein auf.

Menschen sind sehr hilfsbereit. Wenn du zu einem gewissen Thema recherchierst, trau dich ruhig Menschen zu fragen, die sich mit dem Thema hauptberuflich beschäftigen. Für einen Roman – an dem ich seit nun zweieinhalb Jahren schreibe – habe ich viel über Theater recherchiert und sogar als Antwort auf eine meiner Rechercheanfragen, eine private Führung durch die Räumlichkeiten eines Münchener Theaters bekommen. Menschen teilen gerne Wissen und Einblicke.

Wissen sparsam einsetzen. Man sollte vermeiden, sein ganzes recherchiertes Wissen über die Leser auszuschütten. Sie wollen eine Geschichte lesen, kein maskiertes Sachbuch.

1.3.2.4 Erfahrung und Leben

Woran Texte vor allem junger Schreibender oft kränkeln, ist der Mangel an Erfahrung, nicht nur der Schreiberfahrung, sondern auch der Lebenserfahrung. Wenn man eine große Bandbreite an eigener Lebenserfahrung, selbst Erinnerungen an bestimmte Gefühle und Erlebnisse sowie ein geweitetes Verständnis der Welt hat, kann man daraus schöpfen und auch authentischer Szenen und Charaktere beschreiben. Wer hingegen noch jung ist, kann meist auf nur einen geringen Erfahrungsschatz und einen meist kleineren Horizont zurückgreifen, was es schwierig Macht Geschichten und Charaktere zu schaffen, die vielseitig und spannend sind, und nicht in selbstreferenziellen Spiegelungen zerfallen.

Deshalb reicht es nicht sich nur mit Literatur zu beschäftigen. Literatur ist ein Weg, etwas über das Menschsein und die Welt auszudrücken, und man kann meist wenig Interessantes ausdrücken, wenn man weder das Menschsein noch die Welt sonderlich gut kennt. Die langweiligsten Bücher sind meist jene, die von Literaturwissenschaftlern geschrieben wurden und deren Hauptcharaktere Literaten sind. Wer gut schreiben will, muss nicht nur lesen und schreiben, sondern auch leben. Wenn das eigene Leben bisher vor allem nur aus Schule und Studium bestand, also v.a. Theorie, ist das meist zu dünn. Wie sich ein Kuss, der Rückstoß einer Pistole, das Fremdsein in einem anderen Land etc. anfühlen, wie Büropolitik funktioniert etc. sind Dinge, die man nicht aus Büchern lernen kann, sondern selbst erleben muss, um gut darüber schreiben zu können.

Wenn man sich die erfolgreichsten Autorinnen und Autoren ansieht, haben diese meist selbst relativ abenteuerliche – wenn auch selten sonderlich angenehme – Leben geführt und ihre Durchbrüche und besten Werke meist erst in den späten Zwanzigern und Dreißigern geschrieben, nachdem sie einige Höhen und Tiefen erlebten, und oft außerhalb ihrer Heimatländer Inspiration fanden.

Beispiele:

Paulo Coelho (rund 300 Millionen verkaufte Bücher), brach sein Jurastudium in Brasilien ab und reiste zwei Jahre als Hippie um die Welt, war in einer Sekte, arbeitete als Redakteur, wurde von einer Militärdiktatur gefoltert, reist noch mehr durch die Welt, hatte religiöse Visionen und viel mehr, bevor er seine ersten Bücher wie Der Alchemist veröffentlicht bekam und seinen Durchbruch erlebte.

George Orwell (echter Name: Eric Arthur Blair, rund 50 Mio. verkaufte Bücher), wurde in Indien geboren und arbeitete dort als Polizist, lebte zwischenzeitlich in England, schlug sich als Tellerwäscher und Lehrer in Frankreich durch, kämpfte als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg in marxistischen Milizen, erlebte dort die stalinistischen Säuberungen etc., die ihn zu 1984 und Animal Farm inspirierten.

J.K. Rowling (rund 600 Mio. verkaufte Bücher), studierte zuerst Französisch in England und Paris, arbeitete bei Amnesty International an der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen in afrikanischen Ländern, arbeitete als Lehrerin in Portugal, heiratete, bekam ein Kind, wurde von ihrem gewalttätigen Ehemann misshandelt, ließ sich scheiden und zog als alleinerziehende Mutter zurück nach England, wo sie von Sozialhilfe lebte. 12 Verlage lehnten ihr Buch Harry Potter zuerst ab.

Agatha Christie (rund 2 Milliarden verkaufte Bücher – ja, nicht Millionen, Milliarden) verbrachte ihre Schulzeit in England, studierte in Paris, arbeitete während des Ersten Weltkriegs als Krankenschwester beim Roten Kreuz und als Apothekerin, wo sie viel über Gifte lernte, was sie in ihren Kriminalromanen nutzte. Zudem reiste sie viel, vor allem in den Nahen Osten, wo sie an archäologischen Ausgrabungen teilnahm, die sie vermutlich zu Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil inspirierten. Sie führte generell ein Leben, was selbst gelegentlich wie ein Krimi war – so verschwand sie 1926 für 11 Tage. Ihr Auto wurde verlassen neben einem Abhang gefunden, eine der größten Suchaktionen der britischen Geschichte fand statt, bis Christie 11 Tage später in einem Hotel gefunden wurde, eingecheckt unter falschen Namen und ohne Erinnerung wie sie da hingekommen sei und was dazwischen geschah.

Summa summarum: Go, touch some grass. Leg die Bücher gelegentlich zur Seite (und wehe du machst dann Netflix an) und gehe hinaus in die Welt. Verliebe dich, lass dir dein Herz brechen. Arbeite ein paar verschiedene Jobs, mach verschiedene Praktika, lerne neue Menschen kennen. Reise durch die Welt, lern Menschen aus allen möglichen Religionen, Parteien und Kulturen kennen, absorbiere einen diversen Erfahrungsschatz. Feiere mit ein paar kommunistischen Punks einen Abrissrave. Feiere bei einem konservativen Corps Silvester. Werde Goth. Werde Punk. Werde Spießer. Führe morgens im Bus Smalltalk über Ernst Jünger mit einem Rechtsradikalen, und abends Smalltalk über Gramsci mit einem Linksradikalen. Übernachte in einen Schischa-Bar zwischen drei Moscheen in Qina und breche das Brot mit einem Imam. Breche Matzen und trink Wein mit einem Rabbi zum Passahfest. Tanze mit Himbas bei den Epupafällen. Trink etwas Wodka mit Arbeitern in Suwałki und feuer das Magazin einer Kalaschnikow auf eine Putinpuppe ab. Lass dir von einem Taxifahrer im Belgrad dessen Lebensgeschichte erzählen. Quatsch die Rentner im Zug oder Flugzeug, die neben dir sitzen, an und lass dir deren Lebensgeschichte erzählen (die sind oft echt spannend!). Engagier dich für etwas Gutes. Verlieb dich nochmal, lass dir so richtig brutal das Herz brechen. Nimm paar Drogen (die legalen!), teste die Grenzen deiner Sexualität aus. Leb mal als Veganer und probiere danach ein paar frittierte Raupen. Das alles ist wertvoller Input für dein Schreiben.

1.3.3 Schreibblockaden überwinden

Schreibblockaden sind ein Mythos bzw. eine Ausrede für Prokrastination. Wenn tatsächlich die Ideen im Kopf sich verknoten und man nicht weiterkommt, reicht es meistens das Smartphone zuhause zu lassen und einen Spaziergang zu machen, um sich etwas zu entspannen und die Ideen zu sortieren. Aber Schreibblockaden, das Starren aufs Leere Papier, sind eigentlich immer nur eine Illusion, die man sich selbst vormacht. Hemmungen, die als Blockaden erlebt werden, kommen allerdings oft aus zwei Quellen: 1. Die Geschichte ist Mist, und auch wenn man es sich bewusst noch nicht eingestanden hat, hat man unterbewusst schon keinen Bock mehr. 2. Man ist der Geschichte nicht gewachsen, weil sie zu komplex und anspruchsvoll ist oder ein Thema aufarbeitet, das man selbst noch nicht ganz begriffen hat. In beiden Fällen macht es am meisten Sinn das Manuskript wegzulegen und etwas anderes zu schreiben – oder einfach rauszugehen und etwas zu leben.

Ansonsten gilt, wie Jack London es auf den Punkt brachte: You can’t wait for inspiration. You have to go after it with a club. Wer Inspiration und Ideen will, der muss sie jagen, zähmen und diszipliniert umsetzen. Hier dient sich wieder der Vergleich zum Sport an: Wer jeden Tag trainiert, wer jeden Tag schreibt, dem fällt es auch leichter in den Flow zu kommen und seine Kreativität zu mobilisieren. Wer immer wieder Pausen macht und nur schreibt bzw. trainiert, wenn er Lust hat, braucht natürlich jedes Mal länger, um reinzukommen und seine Vorstellungskraft aufzuwärmen

1.3.4 Anmerkung zu Schreibratgebern/-kursen

Die meisten Ratgeber und Kurse übers Kreative Schreiben, die man im Buchhandel oder Internet. findet, sind oft von Personen geschrieben, die selbst eher mittelmäßige und unerfolgreiche Autoren oder Theoretiker sind, und die dann versuchen aus ihrem Halbwissen, gemäß dem Motto ‚Those who can’t do, teach‘, Profit zu schlagen. Entsprechend nehmt auch diesen Text hier mit einigen Körnchen Salz, denn auch wenn ich einige Wettbewerbe gewonnen und zwei Dutzend Publikationen habe – ich bin auch kein Bestsellerautor und habe selbst noch viel zu lernen. Wenn ihr nach Quellen sucht, haltet am besten nach Experten mit Skin in the Game, also tatsächlichen literarischen Erfolg, Ausschau.

Der beste Schreibratgeber aus meiner Sicht:  Das Leben und das Schreiben von Stephen King

Gute Online Kurse (etwas teuer leider): https://www.masterclass.com/categories/writing

Gutes Onlineform zum Austausch: https://www.dsfo.de/

1.4 Nach dem Schreiben

1.4.1 Überarbeiten

Die erste Fassung einer Geschichte ist meist einfach schlecht und weit von ihrem Potential entfernt, genauso wie es die ersten Geschichten sind, die man überhaupt schreibt. Daher ist es essentiell sich konstruktive Kritik einzuholen und zu überarbeiten. Mehr dazu aber in Teil 2.

1.4.2 Portfolio und Reputation aufbauen

Wie in vielen anderen Lebensbereichen, gibt es auch im Literaturbetrieb einen Zinseszinseffekt – je mehr man schreibt und veröffentlicht, desto exponentiell leichter wird es, noch mehr zu veröffentlichen und noch mehr Leser und Verlage von sich zu überzeugen. Es ist entsprechend oft schwer die kritische Masse aufzubringen, die das exponentielle Wachstum in Gang setzt – und selbst wenn es einsetzt, ist es nicht leicht, es beizubehalten, weil es dazu führen kann, dass man sich auf seinen Erfolgen ausruht und nicht mehr an sich selbst und den eigenen Fähigkeiten arbeitet. Und wenn man dann zwei, drei Jahre lang kein neues Buch veröffentlicht hat und die Verlage, Medien und Leser einen wieder vergessen haben, wird es wieder schwerer erneut Fuß zu fassen.

Des Weiteren spielt auch die Reputation eine signifikante Rolle, da ein Ruf einem vorauseilt und über Erfolg oder Misserfolg entscheidend sein kann. Auch wenn gerade bei Literaturwettbewerben die Kurzgeschichten für die Jury oder den Verleger für die erste Runde anonymisiert werden, gibt es oft in der Endauswahl auch entanonymisierte Shortlists. Wer sympathischer ist oder durch ein etabliertes Portfolio mehr Reichweite und damit Verkaufszahlen bietet, wird dann nicht selten bevorzugt – und manche Wettbewerbe, die Publikumspreise verleihen, sind ganz von Reichweite und Reputation abhängig. Im Literaturbetrieb Fuß zu fassen, sofern man nicht aus einem anderen Bereich Reputation und Reichweite importieren kann (z.B. als Promi oder Experte), ist daher oft schwierig, denn allein durch einen genialen Text schaffen es die wenigsten entdeckt zu werden, auch wenn es hier und da Ausnahmen gibt. Daher ist es wichtig nicht nur zu schreiben, sondern auch rauszugehen und zu netzwerken, sich in Vereinen und Verbänden zu engagieren, Autorinnenstammtische und Werkstätten zu besuchen, mit kleineren Projekten, Anthologiebeiträgen, Blogs etc. sich erstmal einen Namen zu machen. Dies geht allerdings gut parallel zu der eigenen Schreibentwicklung, denn man braucht gerade für das Feedback und die Kritik für das Überarbeiten und Weiterentwickeln Gleichgesinnte und Mentoren. Auch wenn Schreiben an sich eine einsame Tätigkeit ist, ist die Literaturbranche extrem ein people business, schließlich richtet sich die Literatur an die Öffentlichkeit. Schreiben ist eine Form von Kommunikation und damit, wenn auch asynchron, hochgradig sozial, denn in der Literatur arbeitet man in und trägt mit ihr bei zur sprachlich artikulierten Kultur einer Gesellschaft.

Kurzgeschichten in Anthologien durch Ausschreibung zu veröffentlichen oder generell Wettbewerbe zu gewinnen, ist für viele ein guter erster Schritt, um erste Kontakte zu knüpfen und ein Fundament für die eigene Autorenvita bzw. das eigene Portfolio zu legen. Sie zeigen nämlich potentiellen Verlegern und Agenten, dass man tatsächlich literarisch schon etwas auf dem Kerbholz hat. Des Weiteren machen Kooperationen mit anderen Schreibenden oft nicht nur viel Spaß und schaffen neue Freundschaften, sondern bringen auch neue Möglichkeiten.

Beispiel: Die Autorin Monika Loerchner und ich freundeten uns vor vielen Jahren über das DSFo online an. Diese Freundschaft wurde durch Begegnungen durch unsere Mitgliedschaft im BVjA und dadurch, dass wir beide zufällig bei der gleichen Ausschreibung gewannen und in der gleichen Anthologie namens Vollkommenheit 2018 veröffentlicht wurden, vertieft. Nachdem wir gemeinsam eine erfolgreiche Lesung auf der LBM 2019 hielten, hatte Monika die großartige Idee, doch ein gemeinsames Buch zu schreiben, wozu ich natürlich nicht Nein sagen konnte. 2022 erschien dann unser Werk Menschen und andere seltsame Wesen im HybridVerlag.

1.5 Schreibübungen

1.5.1 Allgemeines zu Schreibübungen

Die meisten Schreibübungen, die man so in Kursen und Workshops macht, sind eher nutzlose Spielereien. Die beste literarische Übung, ist das Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen selbst; die man dann mithilfe von Feedback z.B. von Lektoren oder Schreibwerkstätten, verbessert. Im Zweifel schreibt man halt ein paar Romane, die niemand jemals lesen wird und lässt sie auf der Festplatte verstauben, aber das ist nicht schlimm – die meisten Autoren, mich eingeschlossen, sind einige Jahre später ganz froh, dass ihre ersten Romane von niemand gelesen wurden. Ich selbst habe aktuell sechs Romane auf der Festplatte liegen – der kürzeste 300 Seiten, der längste 700 Seiten – die ich vermutlich nie veröffentlichen werde, weil bis auf ein oder zwei davon, sie so schlecht sind und vor allem so viel schlechter als das, was ich nun schreibe, dass sich nicht einmal das Überarbeiten lohnt. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen und so wie man niemals einen erfolgreichen Marathon laufen wird, wenn man immer nur Theorie und Dehnübungen macht, wird man niemals einen guten Roman schreiben, wenn man nur Theorie und Schreibübungen macht.

1.5.2 Ein paar allgemeine Übungen

Feldstudien: Menschen beobachten und beschreiben, z.B. während man mit der Bahn fährt, die Mitreisenden beobachten, sich überlegen, was sie wohl denken, und in einem Notizbuch eine ausführliche Beschreibung ihres Erscheinens, ihrer Sprechweise und möglicher Gedanken anfertigen.

Tagebuch führen: Jeden Abend eine paar Seiten aufschreiben, was man gemacht und gedacht hat. Ist nicht nur effektiv, um das eigene Leben zu reflektiven – man entwickelt eine Schreibroutine.

Erfolgreiche Texte abtippen. Hunter S. Thompson tippte zum Beispiel als junger Journalist in seiner Freizeit ganze Romane von Hemingway und Fitzgerald Wort für Wort ab, um ein tieferes Verständnis von Stil und Struktur zu bekommen, bevor er anfing seine eigenen Romane zu schreiben.

Aus einer ungewöhnlichen Perspektive schreiben z.B. aus der einer blinden oder tauben Person

Wettbewerbe. An Ihnen teilnehmen, vor allem wenn die Anforderungen außerhalb der eigenen Komfortzone liegen, sind super Übungen. Des Weiteren bauen sie Reputation und Portfolio auf.

Redaktionelle Mitarbeit. In journalistischen Redaktionen kann man sehr viel über das systematische Konzipieren, Schreiben und Überarbeiten von Texten und Narrativen lernen. Es lohnt sich immer für zumindest eine Weile bei einer Redaktion mitzuarbeiten.

1.5.3 Schreibübung für heute

Schreibe eine Szene, die eine halbe Seite lang ist. Prompt wird im Workshop gesagt.  Alternativ, wenn du nicht beim Workshop bist, sondern zuhause, nutze gerne einen dieser drei Prompts:

Was wäre, wenn die Menschheit eine Marskolonie hätte und …

  1. a) die Kolonisten dort endemische, bakterienartige Lebensformen entdecken.
  2. b) ein Atomkrieg die Erde zerstört und ein Raumschiff mit Flüchtlingen sich auf zur Kolonie macht.
  3. c) dort eine radikale Sekte entsteht, die Elon Musk als ihren Heiligen verehrt.

 

Vorschau: Im Nächsten Teil geht es um 2. Das Handwerk des Überarbeitens


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Nikodem

Nikodem Skrobisz, auch unter seinem Pseudonym Leveret Pale bekannt, wurde am 26.02.1999 in München geboren. Er ist als nebenbei als Schriftsteller tätig und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten publiziert, die meist philosophische und gesellschaftliche Themen behandeln. Er studierte Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Philosophie sowie Sprachen und Literatur. Aktuell studiert er im Master Philosophie. Halbprivate Einblicke gibt es auf Instagram

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