George Orwell – Das Freiheitslexikon

Wann und wo auch immer es um den Kampf für politische Freiheit geht, dauert es meist nicht lange, bis der Titel von George Orwells berühmtesten Buch „1984 fällt. Wie kaum eine andere Dystopie veranschaulicht dieser vom Stalinismus inspirierte Roman die Schrecken eines totalitären Überwachungsstaates. Orwells zweitbekanntestes Buch „Farm der Tiere“ ist eine kritische Parabel auf die russische Revolution und den darauffolgenden Sowjetterror. Im Ostblock wurde die Lektüre seiner Bücher daher mit Gefängnisstrafen geahndet, während sie sich im liberalen Westen sehr schnell und bis heute als Schullektüren und Longseller etablierten. George Orwell ist damit der wahrscheinlich einflussreichste politische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die CIA erwarb sogar die Rechte an den Romanen und ließ sie verfilmen und während des Kalten Krieges für antikommunistische Propaganda verwenden – dabei war Eric Arthur Blair, wie der Schriftsteller eigentlich hieß, selber ein Sozialist.

Biographie

George Orwell kam als Eric Arthur Blair am 25. Juni 1903 in der indischen Region Bengalen als Sohn eines Kolonialbeamten zur Welt. Zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern […]

Den Rest meiner Kurzbiographie zu George Orwell könnte ihr im Freiheitslexikon nachlesen: https://freiheitslexikon.de/george-orwell/ Das Prometheus-Institut hat dieses Projekt initiiert um ein deutsprachiges, digitales Lexikon der Freiheit zu schaffen. Wenn ihr euch mal mit verschiedenen freiheitlichen Ideen, Konzepten und Personen auseinandersetzen wollt, ist das die perfekte Anlaufstelle und ich freue mich sehr darüber, etwas dazu beizutragen. An ein paar weiteren Kurzbiographien arbeite ich auch schon bereits 😉 Informationen zum Prometheus-Institut findet ihr auf deren Webseite: https://prometheusinstitut.de/

 

 

 

 


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Das kleine Einmaleins der Europawahlen

Ich beschäftige mich viel mit Europa, mit der Kultur, mit der Vergangenheit, aber auch mit der Zukunft dieses Kontinents und vor allem der Europäischen Union, zu der ich mich entsprechend vor kurzem sogar in einer Sendung des ZDF geäußert habe, aber auch in einigen Artikeln. Darunter nun auch für das unabhängige Wahlmagazin Das kleine Einmaleins der Europawahlen, für das ich eine Zusammenfassung des Parteiprogramms der FDP und einen Pro-Kommentar geschrieben habe: https://www.daskleineeinmaleins.eu/deutschland/fdp/

Was ist das kleine 1×1 der Europawahlen?

Dieses Projekt ist eine Fortsetzung des von einigen Schülern und Studenten initiierten kleinen Einmaleins der Nationalratswahlen, was ein sehr erfolgreicher Wahlguide zu den österreichischen Nationalratswahlen 2017 war ( siehe z.B.: https://www.fluter.de/was-waehlen-in-oesterreich). Für die EU-Wahlen, wurde das Team dahinter auf 80 Studenten erweitert und darunter wurde auch ich an Bord geholt. Ein Expertengremium stellte sicher, dass die Qualität der rund 600 Seiten an Text den höhsten Ansprüchen genügt, aber im Grund ist das ein Wahlrategeber von Jungwählern für Jungwähler, der aber aufgrund seines Umfangs eigentlich für jeden interessant sein sollte. Dieser digitale Wahlguide umfasst nämlich neben  Zusammenfassungen der Parteiproframme und Pro- und Kontra-Kommentare, auch Interviews mit den wichtigsten Kandidaten und Erläuterungen zu den wichtigsten Konzepten, Ideen und Institutionen der EU und vieles mehr: https://www.daskleineeinmaleins.eu/

Für Europa steht mit den kommenden EU-Wahlen am 26. Mai ein möglicher Wendepunkt bevor. Das politische Klima auf diesem Kontinent ist zurzeit polarisiert und die Krisen der vergangenen Jahre – vor allem der Brexit – haben der Glaubwürdigkeit der EU nicht nur geschadet, sondern auch euroskeptischen Populismus von Links und Rechts einen Nährboden bereitet. Umso wichtiger ist es daher sich intensiv mit der EU zu beschäftigen und bei den kommenden Wahlen seine Stimme denjenigen Politikern zu geben, denen man am meisten zutraut dazu beizutragen, dass sich Europa in die richtige Richtung bewegt. Wenn man noch nicht weiß, was man wählen soll oder sich fragt, wie Europa und die EU überhaupt funktionieren, so empfehle ich eine Lektüre des kleinen 1×1 der Europawahlen. Viel Spaß dabei 😉


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Europa: Die siebte Ausgabe von PLL ist da

Die europäische Integration kann man ohne zu übertreiben, als eines der größten und ambitioniertesten Projekte der Menschheitsgeschichte bezeichnen. Nie zuvor arbeiteten so viele große Staaten und Menschen in einem so großen Bündnis zusammen und nie zuvor herrschte so lange auf dem europäischen Kontinent Frieden. Man kann die Erfolge der Europäischen Union nicht leugnen. Vor allem unter jungen Menschen kann man mittlerweile daher auch die Entstehung von etwas beobachten, was nicht anders als ein paneuropäischer Nationalismus zu bezeichnen ist.

Zeitgleich jedoch ist die Kritik und die Ablehnung der EU als Institution so lautstark präsent wie noch nie. EU­kritische Parteien finden sich mittlerweile in fast allen Mitgliedstaaten in den Parlamenten. Nationalistische Bewegungen fordern teilweise ihre Auflösung, Linke sind gespalten in diejenigen, die den jetzigen Kurs beibehalten wollen und diejenigen, die sich eine europäische Sowjetunion zu wünschen scheinen. Auch die Liberalen sind gespalten in mehrere Lager von Reformern, Ablehnern und Befürwortern. Die EU polarisiert. Was nicht wundert, wenn man sich ansieht, durch wie viele politische Krisen — angefangen bei der Wirtschaftskrise, über die Migrationskrise bis hin zum Brexit und das Erlassen von zweifelhaften Internetgesetzen — sie seit einigen Jahren schlittert und wie viele besorgniserregende, antidemokratische Entwicklungen zu beobachten sind.

Die bevorstehenden EU-­Wahlen im Mai 2019 werden voraussichtlich die Weichen für die Zukunft der europäischen Gemeinschaft stellen. Dabei wird es nicht nur um den politischen Kurs der EU für die nächsten fünf Jahre gehen, sondern möglicherweise auch darum, ob dieser Kurs zu einem Zerfall der Gemeinschaft oder zu einem Fortbestehen der EU führt. Wie sind diese Entwicklungen zu bewerten? Ist die EU wirklich das antiliberale Bürokratiemonster, als das es oft wahrgenommen wird? Oder ist sie möglicherweise nur reformbedürftig und langfristig tatsächlich der Garant für Wohlstand und Freiheit auf dem europäischen Kontinent? Wie könnten liberale Reformen oder Alternativen zur EU aussehen und welche Probleme und Möglichkeiten bestehen überhaupt? Auf diese und weitere Fragen rund um Europa geben in dieser Ausgabe unsere Autoren und Interviewpartner aus verschiedenen Perspektiven ihre Antworten.

Es hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht, mit meinen Kollegen bei Peace Love Liberty bei der Erstellung dieser Ausgabe zusammenzuarbeiten. Ohne die tolle Teamarbeit und unser gemeinsames Engagement wäre dieses Magazin niemals zustandegekommen. Ich danke insbesondere meinem Vorgänger Kai Weiß, der mir in der Anfangsphase als Mentor diente, aber auch mit einem eigenem Artikel und beim Kontaktieren der Autoren eine große Hilfe war. Besonderer Dank geht ebenso an meine Redaktionskollegen Rick Wendler, Lukas Franzen, Adam Mazik und Martin Holzmann, die von Anfang an dabei waren, redigierten und selber Artikel beitrugen und sich um unsere Autoren kümmerten. Ebenso Oleksandr Zilbr, der am Schluss unserer Arbeit an der Ausgabe zum Redaktionsteam hinzukam, sei für seine Mithilfe beim Korrektorat zu danken, und natürlich auch Max Arend, der als Lektor und Korrektor die ganze Ausgabe zu redigieren half. Ohne die Mühe und das Talent unseres Layout- und Designduos Bader Zaidan und Stefan Wüst, könnten wir auch nicht die Ausgabe in so schöner Form sowohl digital als auch gedruckt präsentieren. Und natürlich sei in erster Linie all den Autoren und Interviewpartnern gedankt, die mit ihren Artikeln und Antworten die Ausgabe erst in diesem Umfang ermöglicht haben.

Das Magazin kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Ich hoffe mit dieser Ausgabe ein Debatte anzustoßen um die Zukunft und die liberalen Möglichkeiten Europas und der EU. Den Lesern wünschen wir viel Spaß bei der Lektüre!


Dieser Artikel erschien ursprünglich am 15.04.2019 auf PLL: https://peace-love-liberty.de/europa-die-siebte-ausgabe-von-pll-ist-da/


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Peace Love Liberty – Das Studentenmagazin, dessen Chefredakteur ich jetzt bin

Wer mir auf Instagram, Facebook oder LinkedIn folgt, der weiß, dass ich mich seit einiger Zeit in der liberalen Studentenorganisation European Students for Liberty engagiere. Students for Liberty ist eine internationale Organisation, die mittlerweile auf allen Kontinenten Ableger hat und stark vernetzt ist, aber vor allem ihren Fokus auf den jeweiligen lokalen Universitätscampus legt.

Ein Interview mit Rick Wendler, dem ehmaligen Chairman von ESFL DE, gab es im November bereits hier auf meinem Blog. Ich führte es, als ich SfL noch nicht kannte und für die lokale Studentenzeitung Akrützel über eine Konferenz der SfL am Campus meiner Uni berichtete. Der Besuch der Konferenz und die Gespräche mit Rick und anderen Mitgliedern der Organisation überzeugten mich jedoch von SfL. Nach einigen Abwägungen tratt ich dann im Dezember bei und bewarb mich für das Programm zum Local Coordinator, in welches ich dann auch aufgenommen wurde und das ich dann noch in der Woche vor Weihnachten absolvierte.

Als Local Coordinator organisiere ich seitdem an meiner Uni zum Beispiel zusammen mit Organisationen wie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Events wie Podiumsdiskussionen mit, bei denen Politiker verschiedener Parteien und/oder Wissenschaftler über aktuelle Themen debattieren, aber auch Stammtische und Möglichkeiten für Studenten sich mit liberalen Themen zu beschäftigen und auszutauschen. Ich tue das aus der Überzeugung, dass eine freie und friedliche Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn man den Diskurs sucht und sich mit Andersdenken austauscht und damit die Ideale der Freiheit, Toleranz und Aufklärung verteidigt.

Sogar Christian Lindner ist glücklicher Eigentümer eines Exemplars von PLL, nachdem Rick Wendler und ich ihm es auf dem Neujahrsemfpang der FDP in Jena vorstellten. SfL unterstützt keine politischen Parteien und ist auch nicht mit der FDP irgendwie assoziert, aber um die Vertreter des parlamentarischen Liberalismus kommt man als liberal engagierter und politisch interessierter Student nicht herum.

Diesen Ideen folgt auch das hauseigene Magazin von ESFL Deutschland, das den passenden Namen Peace Love Liberty – Das Studentenmagazin trägt. Bei diesem betätige ich mich auch seit Dezember als Redakteur. Seit heute bin aber darüber hinaus offiziell der neue Chefredakteur von PLL. Mein Vorgänger und bisheriger Vorgesetzter Kai Weiß schließt nämlich sein Studium ab und hat den Posten an mich übergeben. Ich freue mich sehr, dass ich diesen ehrenvollen Posten und die damit einhergehende Verantwortung übernehmen und ab jetzt als Chefredakteur dieses qualitativ hochwertigen Studentenmagazins mit einem tollen Team tätig sein darf. Es wird eine spannende Herausforderung. Ich war zwar bisher bereits öfters als Redakteur tätig und konnte auch einige Bücher in Eigenregie veröffentlichen, also bin ich in diesem Bereich nicht unerfahren, aber das ist doch nicht das Gleiche, wie das Managen eines ganzen Magazins und dessen Redaktion. Ich bin jedoch zuversichtlich, die Erwartungen an mich erfüllen zu können.

Was bedeutet das jetzt für mein Stammleser und für meine Tätigkeiten als Leveret Pale, also als Autor von Belletristik, und was für meinen Blog?

Nun, erstmal bedeutet das, dass ihr ab jetzt nicht nur hier auf meinem Blog oder in meinen Büchern Texte von mir lesen könnt, sondern auch mit steigender Häufigkeit und Professionalität auf dem PLL Blog und dann auch in der Printausgabe von Peace Love Liberty. Die nächste und die erste von mir beaufsichtige Printausgabe wird zum Beginn des Sommersemsters erscheinen. Peace Love Liberty wird an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilt und ist auch kostenlos auf dem Blog als .pdf erhältlich, da wir als Non-Profit-Organisation vor allem darauf aus sind möglichst viele Menschen zu erreichen und einen positiven Wandel in der Gesellschaft zu bewirken, und nicht auf Profite. Daher ist auch allen, die sich für dafür interessieren, PLL frei zugänglich. Also, es gibt noch mehr kostenlosen Content von mir, für den ihr, im Gegensatz zu meinen Büchern, nichts bezahlen müsst. 😉

Natürlich wird die Arbeit als Chefredakteur mich auch Zeit kosten, die eventuell dann für diesen Blog hier (denn ich bisher aber auch nur nebenbei und vor allem zum Spaß betreibe ohne professionelle redkationelle Arbeit dahinter) etwas kürzer kommt. Ich sammel durch den Chefredakteursposten allerdings auch Erfahrung und habe einen Anreiz kontinuierlicher und vermehrt als Redakteur und nicht nur als Romancier zu schreiben. Auf dem PLL Blog werde ich mich entsprechend vor allem mit politischen Themen beschäftigen, während der Leveret-Pale-Blog hier sich weiterhin vor allem um Literatur und meine Persönlichkeit drehen wird. An meinen Romanen und Kurzgeschichten feile ich natürlich weiterhin und es wird in Zukunft auch Belletristik von mir geben. Allerdings bin ich zurzeit auch durch das Studium und andere Umstände gerade in einer Lebensphase, in der ich so viel Neues lerne und für mich entdecke, dass die Fiktion im Vergleich zu Realität ihren Reiz und ihre Dringlichkeit etwas verliert. Ich muss viele Themen und Ideen erstmal verarbeiten, bevor ich darüber schreiben kann. Vielleicht wird es etwas weniger Belletrsitik geben, aber dafür umso bessere. Wenn man bedenkt, dass in den letzten vier Jahren 15 bzw. nun 16 Bücher von bzw. mit mir erschienen, ist auch eine leichte Drosselung auch gar nicht verkehrt, denn mit fast 4 Büchern im Jahr bin ich doch schon auf einem sehr hohen Produktivitätslevel. Und ein neuer Roman unter dem Titel Zukunftsängste und Chill und Anthologiebeiträge, wie zum Beispiel zur Abgeranzten Liebe beim Verlag Hummel&Sahne, befinden sich bereits auf dem Weg in die Öffentlichkeit.

Die von mir für den Blog von PLL verfassten Artikel könnt ihr unter dem Link https://peace-love-liberty.de/author/nskrobisz/ finden, auch wenn es aktuell noch nicht so viele sind, da ich als Redakteur vor allem viel korrekturlese, und als Chefredakteur noch mehr korrekturlese und auch mehr mit unseren Gastautoren kommuniziere. Es werden aber in den kommenden Monaten definitiv mehr. Für die kommende Printausgabe und auch sonst suche ich vor allem von liberalen Studenten und Experten immer wieder Artikel, wie ihr dem neusten Aufruf entnehmen könnt: https://peace-love-liberty.de/call-for-articles-europa/ Wer mitwirken will und sonst Interesse hat, kann mich entsprechend auch dafür kontaktieren. Aber schaut auf jeden Fall bei PLL vorbei, denn lesenswerte Artikel findet ihr dort ohne Ende.

 

 


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Abgeranzte Liebe – Ankündigung

Die Liebe – das wohl schönste und berauschendste Gefühl zu dessen Empfindung der Mensch in der Lage ist; eins der wenigen Heiligtümer, das in unserer profanen Welt noch halbwegs steht. Spätestens nach dem Ende der Pubertät kann jeder Geschichten über sie erzählen: über den Rausch der Verliebtheit, über das Gefühl wie die Scherben des eigenen Herzens die Brust von innen zerschneiden, und meist auch von der Extase, wenn sich die Träume der Liebe erfüllen und sie einen, wenn auch meist nur für eine begrenzte Zeit, bis nach Elysion emporhebt.

Obwohl Liebe das Schönste sein kann, kommt sie wie alles Wertvolle im Leben mit einem Preis und einem Risiko – und wie alles andere auch, ist auch sie nicht vor den menschlichen Abgründen und der Vergänglichkeit geschützt. Sie kann sogar – wenn die Beteiligten besondern vom Unglück gestraft sind –  wie ein Joghurt, den man für ein paar Wochen im Kofferraum vergessen hat, verranzen und richtig ekelhaft werden.

Über die Schönheit der erfahrenen Liebe schreiben Schriftsteller und Dichter wie ich seit dem Beginn des geschriebenen Wortes, ebenso von der Tragik der unerfüllten oder unerlaubten Liebe. Meisten romantisieren und dramatisieren wir sie mit viel Pathos in unseren Geschichten, genauso wie wir sie in unserem Leben meist zu romantisieren und zu dramatisieren versuchen – entweder ist die Liebesgeschichte ein hoffnungsvolle, in der die Heiligkeit der Liebe die Finsternis des Leben komplett überstrahlt; oder sie ist eine schwarzromantische Tragödie, in der das Knirrschen der Herzensplitter jeden Schritt begleitet. Nur selten setzt sich ein Autor hin, um den Pathos abzulegen und dieses Schwarz-Weiß-Schema zu verlassen, und etwas über die abgranzten, pervertierten, langsam verfaulenden und damit so gar nicht dramatischen Formen der Liebe zu schreiben und damit tief in der Profanität des menschlichen Lebens und dem Schatten des Menschseins zu wühlen.

Ein paar Autoren haben es vor kurzem mal wieder dennoch getan. Ihre Blasphemien gegen die literarische Tradition der Liebe werden sich in einer Anthologie mit dem Namen „Abgeranzte Liebe“ wiederfinden, die im frischgegründeten Verlag „Hummel&Sahne“ erscheint. Auch ich  gehöre zu ihnen und habe eine Geschichte zu diesem Projekt beigetragen.

Doch bevor die Anthologie und damit auch meine Geschichte darin das Licht der Öffentlichkeit erblicken, könnt ihr auf dem Blog der beiden (übrigens hochtalentierten und sehr ambitionierten) Verlegerinnen ein Interview mit mir lesen. Darin gebe ich unter anderem einen Einblick in meine Motivation eine Geschichte zum Thema „abgeranzte Liebe“ zu schreiben. Ihr findet das Interview unter dem folgendem Link: https://www.hummelundsahne.de/autoreninterview-leveret-pale/ Das Buch an sich wird in den kommenden Monaten folgen. Bleibt gespannt.

Wenn ihr die Neuigkeiten dazu nicht verpassen wollt, folgt mir am besten auf meiner Instagramseite: https://www.instagram.com/leveret_pale. Dort habe ich euch auch gestern danach gefragt, was ihr euch unter dem Begriff „Abgeranzte Liebe“ vorstellt. Die besten Antworten habe ich kommentiert in meiner Story geteilt und als Highlight abgespeichert, sodass ihr dort nachsehen könnt, was eure und die Ideen anderer Leser dazu sind. Ich könnt ihr sie aber natürlich auch gerne hier in die Kommentare schreiben. Mal sehen, wie sehr sie sich am Ende mit meiner Idee dazu decken. 😉

 


Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/en/toilet-sanitary-setup-toilet-cabin-402140/

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Interview über das Lesen bei #kunterbunteleserschaft

In letzter Zeit gab es mehrere neue Interviews auf meinem Blog mit verschiedenen Verleger, Organisationen und Autoren. Ich habe mir nämlich unter anderem vorgenommen 2019 jede Woche am Samstag ein neues Interview zu posten, um euch die kreativen Menschen in meinem Netzwerk vorzustellen, die mich inspirieren und mit denen ich zusammenarbeite. (Aber keine Sorge, der Blog hier wird nicht zu einer reinen Interviewwand verkommen. Mittwochs wird es neue Blogposts und Essays geben). Zur Abwechslung von meiner Fragerei, wurde auch ich allerdings vor kurzem wieder interviewt. Auf dem Blog von Frollein von Kunterbunt ist unter dem #kunterbunteleserschaft ein Interview mit mir zum Thema Lesen erschienen. Das Interview findet ihr unter: https://frolleinvonkunterbunt.wordpress.com/2019/01/21/leveret-pale/

Seht unbedingt bei dem Blog von Frollein von Kunterbunt vorbei. Ihr Projekt #kunterbunteleserschaft, bei dem sie jeden Montag einen Leser und seine besonderen Lesemacken vorstellt, ist sehr spannend, und gute Buchrezensionen findet ihr dort auch. 😉


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Frohes Neues Jahr 2019 – Resümee und Ausblick

Frohes Neues Jahr

Ich hoffe, ihr hattet alle erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Während das Tagesgeschäft wieder seinen Lauf nimmt und die für mich als Student freien Tage ihr Ende nehmen, möchte ich kurz innehalten, um auf das vergangene Jahr 2018 zurückzusehen und einen Ausblick auf 2019 zu geben. 2018 war für mich als Privatperson und als Schriftsteller eine Achterbahnfahrt voller Veränderungen, Tief- und Höhepunkte, zahlreicher Erfolge und einigen harten Lektionen.

Die Erfolge

Schriftstellerisch

Ich veröffentlichte mit Der Apfelsmoothie der Erkenntnis einen neuen Roman, zwei Kurzgeschichte in den Anthologien von zwei verschiedenen Verlagen, eine Handvoll Artikel und mit The Awakening of The Last Man die erste englischsprachige Ausgabe eines meiner Bücher.

Abgesehen von den großen belletristischen Werken, betätigte ich mich aber 2018 auch zunehmend journalistisch. So arbeite ich vermehrt als freier Redakteur und half im November kurzzeitig bei der Jenaer Hochschulzeitung Akrützel aus, bevor ich zum Redaktionsteam von Peace Love Liberty wechselte.

Auch als BVjA-Vorstandsmitglied bin ich aktiver geworden, sowohl bei der Mitgestaltung unseres Magazins QWERTZ als auch in meiner Funktion als Repräsentant des Vereins und der Interessen unserer Mitglieder. So war ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse und betreute dort unseren Stand, wobei ich die großartige Gelegenheit hatte viele meiner Leser und Kollegen wiederzusehen oder endlich mal persönlich kennenzulernen.

Schriftstellerisch war das Jahr 2018 damit sehr erfolgreich. Einiges an Interviews erschien in der Zwischenzeit und ich erreichte nicht nur bei Instagram insgesamt über 590 Follower, sondern erhielt auch auf Lovelybooks und Amazon zahlreiche Rezensionen von begeisterten Lesern. Bei Lovelybooks knackten die Rezensionen zu meinen Büchern die 100er Marke und erreichten insgesamt eine Zahl von 111 mit einem großartigen Durchschnitt von 4,4 von 5 Sternen. Ich bin euch Lesern unendlich dankbar dafür, dass ihr mich mit diesem so positiven Feedback dazu motiviert immer besser und mehr zu schreiben und zu publizieren. Tausend Dank 🙂 Ohne euch wäre dieser großartige Fortschritt im vergangenem Jahr nicht möglich gewesen.

Doch auch in meinem akademischen und privaten Leben gab es einen gewaltigen Sprung.

Studium, Politik und Privatleben

Ich schrieb  mein Abitur und hatte die Ehre die Abschiedsrede für meinen Jahrgang zu halten. Im Sommer traf ich in Dublin Jordan Peterson, Sam Harris und Douglas Murray  und zog dann mit meinen besten Freunden durch Den Haag und Amsterdam. Für meinen neusten Roman verbrachte ich den August und Teile des Septembers auf spannenden Recherchereisen durch Wien und Berlin, bei denen ich zahlreiche alte Freunden traff und neue kennenlernte. Ende September verließ ich dann meine Geburts- und Heimatsstadt München und zog nach Jena um, wo ich seit Oktober an der Friedrich-Schiller-Universität Kommunikationswissenschaften und Psychologie studiere.

Das Studium gefällt mir ausgesprochen gut. Endlich kann ich mich intensiv und in einem akademischen Rahmen mit jenen Themen beschäftigen, für die ich leidenschaftlich brenne. Zugleich erweitere ich als Gasthörer bei diversen Vorlesungen und im Gespräch mit Kommilitonen und Professoren meinen Horizont so ununterbrochen, dass ich meine philosophischen und politischen Ideen fast jeden Tag aufs Neue revidieren und redigieren muss, was ein berauschendes und nervenaufreibendes Gefühl für einen Wahrheitsliebenden wie mich ist. Zugleich lässt mir das Studium zum Glück aber auch genug Zeit, um mich jenseits des Campus fortzubilden und zu engagieren.

Abgesehen vom Schreiben, bin ich dadurch auch vermehrt politisch aktiv, vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit für lokale Hochschulgruppen und als Mitglied der FDP und seit dem 23. Dezember auch als frisch gebackener Local Coordinator der Students for Liberty.

Während des Studiums konnte ich bisher auch zahlreiche einzigartige und spannende Menschen kennenlernen und neue, vielversprechende Freundschaften schließen – und zugleich den Kontakt zu meinen besten Freunden aufrechterhalten, die sich seit dem Abitur über den ganzen Planeten verstreut haben. Aber zumindest zur Weihnachtszeit konnte ich dann die meisten wiedersehen und von ihnen hören, welche Abenteuer sie bei ihren Studien und Reisen in Zürich, London, Singapur und Vietnam, um nur einige Orte zu nennen, erlebt haben.

Die Schattenseiten

Das Jahr war jedoch nicht durchgehend positiv. Zu Beginn des Jahres war ich wiederholt krank. Durch den Schneesturm Ende März schaffte ich es nicht nach Leipzig zur Buchmesse, weil mein ICE umkehren musste. Die Beziehung zu meiner damaligen Freundin Vivienne, die an einigen meiner Bücher, vor allem Wenn Soziopathen träumen, mitgewirkt hatte, zerbrach direkt vorm Abitur. Rückblickend war das notwendig und richtig, da unsere Zukunftsvorstellungen und Weltbilder zunehmend auseinandergingen. Also letztendlich doch ein eigentlich positives Ereignis – wenn man es langfristig betrachtet, denn es war trotzdem nicht komplikationsfrei, aber das sind Trennungen ihrer Natur nach ja nie.

Es grenzt für mich daher an einem Wunder, dass ich im Abitur in mir wichtigen Fächern wie Englisch und Deutsch 15 Punkte holte. Ich kann mich an die Abiturzeit zum Großteil nicht mehr erinnern, weil ich tagelang nicht schlief und nichts lernte, da mein Kopf nicht aufhören konnte das Schisma zu analysieren und nach Wegen zu suchen, es wieder zu kitten. Es gab allerdings keine vernünftigen. Die Vernunft siegte, die Gefühle verheilten mit der Zeit und ich nahm wieder meine Ziele auf, derer Verwirklichung ich seitdem immer näher komme. 2019 wird daher ein Jahr sein, in welchem ich beabsichtige die Erfolge von 2018 nicht nur fortzuführen, sondern schriftstellerisch und persönlich ganz neue Akzente zu setzen und noch größere Projekte als bisher in Angriff zu nehmen.

Dabei will ich vor allem gewissenhafter arbeiten und mich Deadlines konsequent halten. Bei Der Apfelsmoothie der Erkenntnis kam es ja 2018 zu einer Verspätung bei der Veröffentlichung und einigen Fehlern in der ersten Auflage, da der Roman parallel zum Abitur und meiner Beziehungskrise fertiggestellt und veröffentlicht werden musste und ich in der Zeit aufgrund von Schlafmangel und Stress den Projektplan nicht mehr richtig folgen konnte. Solche Ärgernisse sollen nicht auftreten, weshalb ich ab jetzt genug Zeitpuffer einplane, sodass selbst bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten egal ob privater oder anderer Natur, ich trotzdem die Qualität und pünktliche Durchführung meiner Projekte sicherstellen kann. Insgesamt beabsichtige ich es in Zukunft Privates und Öffentliches in meinem Leben noch stärker zu trennen, und auch dafür zu sorgen, dass die beiden Bereiche sich nicht negativ aufeinander auswirken.

Ausblick auf ein spannendes 2019

2019 geht bereits vielversprechend los. So könnt ihr in den kommenden Wochen auf dem Blog von Peace Love Liberty hochqualitative Artikel von mir erwarten. Bisher half ich in der Redaktion vor allem dabei die Veröffentlichungen unserer Gastautoren korrekturzulesen, allerdings ist geplant, dass bis Ende Januar mindestens zwei eigenständige Texte von mir dort erscheinen. Auch darüber hinaus beabsichtige ich mich bei PLL und den SFL vermehrt zu engagieren.

Am 26. Februar werde ich 20 Jahre alt werden und damit kein Teenager mehr sein. Wer glaubt, dass deshalb weniger phallische Witze und Referenzen zu skurrilen Subkulturen, exotischen Drogen und irren Philosophen in meinen Texten vorkommen werden – der hat wahrscheinlich leider zumindest teilweise recht. Ich werde alt und weniger chaotisch, aber dadurch auch irgendwo mainstreamfreundlicher und der Stil verbessert sich so oder so durch die wachsende Erfahrung – und darauf, dass Leveret Pales Kaninchenbau immer der Wahnsinn hausen wird, könnt ihr Gift nehmen. Die Normalität mag sich hier an einigen Stellen einschleichen, aber sie wird niemals dominieren.

Letztendlich werdet ihr die Leser, mich am Ende eh richten, ob ich dadurch besser oder schlechter werde. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass es langfristig eine positive Entwicklung ist, wenn ich mein kreatives Chaos zunehmend in geordnete Bahnen zu lenken lerne – stellte ja bereits mein Lieblingsphilosoph Nietzsche fest, dass es sowohl des Appollinischen, als auch des Dionysischen für das künstlerische Schaffen benötigt.

Im März werde ich auf der Leipziger Buchmesse 2019 nicht nur wieder den Stand des BVjA betreuen, sondern auch erstmalig eine Lesebühne moderieren und selber aus meinen Veröffentlichungen lesen. Dafür werde ich vom 20.03 bis zum 25.03 in Leipzig verweilen. Ich freue mich bereits darauf wieder all die Autorenkollegen und Leser zu treffen.

Anfang April werde ich auf der LibertyCon in Belgrad sein, und auch für den Sommer habe ich einige spannende Pläne was Politik und Literatur angeht, vor allem in Hinblick auf ein sehr interessantes Praktikum über den August und September hinweg – wozu ich aber noch nicht allzu viel verraten kann. Bleibt gespannt. Es wird denke ich sehr interessant und auch mein Schreiben maßgeblich beeinflussen.

Ein neuer Roman von mir wird mit aller Wahrscheinlichkeit zumindest angekündigt werden, denn seit Oktober arbeite ich an einem neuen und ganz besonderen Werk. Dessen seit kurzem fertiges Manuskript werde ich unter anderem auf der LBM einigen Verlagen anbieten. Zurzeit bin ich noch ein Hybridautor, der teilweise unabhängig und teilweise bei Verlagen veröffentlicht, aber der kommende Roman soll auf jeden Fall bei einem Verlag erscheinen und damit den Übergang zum reinen Verlagsautor abschließen. 2019 sind von mir daher auch keine Indieprojekte mehr geplant, aber trotzdem habe ich schon dafür gesorgt, dass der Nachschub an Lesestoff von Leveret Pale nicht abbricht.

Zwei bisher unveröffentliche Kurzgeschichten, die bereits 2018 eine Heimat bei Verlagen gefunden haben, befinden sich gerade in den letzten Phasen von Lektorat und Korrektorat, und werden 2019 mit großer Sicherheit das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Eine davon beim frisch gegründeten Verlag HummelundSahne, dessen erste Anthologie ich mit großer Spannung erwarte. Nicht nur, weil eine Geschichte von mir dabei ist, sondern auch weil ich die Ehre hatte die beiden talentierten Verlegerinnen in München beim Autorenstammtisch kennenzulernen und bei ihrem ambitionierten Projekt zu beraten. Weitere Kooperationen mit Verlagen und Autoren befinden sich zurzeit in der Planungsphase. Ich freue mich schon sehr darauf die Ergebnisse zu präsentieren und euch Lesern mit Texten und Büchern mit noch besserer Qualität als bisher dienen zu können.

Was gleich bleibt

Auch wenn ich mir für 2019 vorgenommen habe, mehr auf meinem Blog hier und für andere Seiten zu schreiben, werden die aktuellsten Infos dennoch wie gehabt immer zuerst auf meiner Instagramseite erscheinen. Darüber hinaus werde ich wie ich es immer getan habe, so hart und intensiv wie möglich daran arbeiten, mich als Intellektueller, Schriftsteller und als Persönlichkeit immer weiter zu entwickeln und besser zu werden, sodass ich euch die besten Geschichten und lehrreichsten Essays und Artikel liefern kann.

Worauf ich auch hoffe, dass es gleich bleibt, ist die großartige und kontinuierliche Unterstützung, die ich erfahre.

Tausend Dank an alle Leser, Kollegen, Verleger, Freunde und Verwandte, die mich im vergangenem Jahr unterstützt haben, egal ob durch Ratschläge, Kritik, Rezensionen, Mitarbeit oder einfach nur dadurch, dass ihr mich auf meinen Wegen begleitet habt. Ohne euch wäre das Alles in diesem Umfang nicht möglich! Ich freue mich darauf in diesem neuem Jahr noch bessere und größere Projekte zu realisieren und dabei neue Aspekte des Kaninchenbaus auszuleuchten 😉



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Warum ich Jordan Peterson gegenüber skeptisch geworden bin

Vor beinahe einem Jahr stellte ich in einem Artikel Dr. Jordan Peterson  und seine Ideen vor. Bereits damals betitelte die englischsprachige Presse ihn als den wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit. In den vergangenen Dezemberwochen zogen nun auch deutsche Leitmedien (Spiegel, Zeit, WELT usw.) nach und berichteten erstmals ausführlich über den kanadischen Psychologieprofessor und Philosophiepopstar.

Wie auch schon zu Beginn dieses Jahres sind die Kontroversen und die Polarisierung um Peterson groß. Für die einen ist er ein gefährlicher Neurechter, für andere der Frontmann der Culture Wars, der den Westen rettet, für andere einfach nur ein stinknormaler Intellektueller oder gar ein Scharlatan. Abgesehen davon, dass J.B.P nun noch berühmter ist, die Kontroversen noch heftiger und er mit seinem neuen Bart aussieht, als würde er jeden Morgen mit brennenden Büschen Zwiesprache halten, ist im Kern also alles relativ beim Alten geblieben.

Zumindest für Jordan Peterson. Ich selbst habe mich seitdem viel verändert, habe das Abitur gemacht, ein Studium aufgenommen und mein Leben neu ausgerichtet (#sortyourselfout). Auch meine Sicht auf ihn hat sich in der Zwischenzeit mehrmals gewandelt. Ich bin skeptisch geworden. Eine Zeit lang hatte ich mich sogar komplett von Peterson abgewandt, bis mir mein Vater zum Abitur VIP-Tickets für das Pangburn-Philosophy-Event „War of Ideas“ in Dublin schenkte, bei dem Sam Harris, Douglas Murray und Jordan Peterson auf der Bühne debattierten. Eigentlich wollte ich dort vor allem wegen Sam Harris hin, aber während des Events und als ich danach mit Murray und Peterson einige Worte wechseln konnte, flammte meine alte Begeisterung für Peterson wieder auf.

Ich ließ mir meine Ausgabe von 12 Rules signieren und las sie nochmal (unbedingt bei 12 Rules einen großen Bogen um die deutsche Übersetzung machen. Die ist leider nicht sehr gut und verzerrt die Aussagen) und dazu noch Maps of Meaning. Seitdem beschäftige ich mich wieder öfters mit Peterson, auch weil er zunehmend in Deutschland ankommt und unter den Studenten in Jena diskutiert wird.

Ich bin überzeugt, dass Jordan Petersons Wirken insgesamt bisher überwiegend positiv ist. Er hat vielen Menschen geholfen und sein Auftreten hat die Philosophie ein Stück zurück in den Mainstream gebracht und viele Leute dazu angeregt sich mehr mit den wichtigen Fragen des Lebens zu beschäftigen. Das daraus entstandene Intellectual Dark Web  trägt dazu bei, dass Philosophen und Intellektuelle wieder in der Öffentlichkeit so bedeutend und einflussreich werden wie zuletzt zu Zeiten von Sartre und Camus. Eine Entwicklung, die nur zu begrüßen ist, vor allem in einem Jahrhundert, in welchem durch das Internet Verschwörungstheorien wie noch nie grassieren und die meisten Menschen im Westen vom Konsum und linker Propaganda betäubt in Filterblasen dahinvegetieren, statt die schöne neue Digitalität dazu zu nutzen sich weiterzubilden und aufzuklären.

Dennoch bin ich weiterhin sehr skeptisch, was Jordan Peterson angeht – und werde es von Tag zu Tag immer mehr. Und das liegt nicht nur daran, dass seine Rohrschachrhetorik bzw. seine Argumentationsweise, bei genauerer Betrachtung sich oft als logisch ungefähr so dicht wie der Bug der Titanic erweist. Oder daran, dass ich nun durch das Studium vemehrt mit den Werken von weniger berühmten aber mindestens genauso scharfsinnigen Denkern in Berüherung komme. Es gibt mehrere negative Entwicklungen und Eigenschaften, die auch den Kern der Kontroversen rund um Peterson ausmachen und mich von Anfang an störten. Jordan Peterson ist zweifelsohne eine hochintelligenter und charismatischer Mensch, allerdings ist er in meinen Augen wahrscheinlich nicht der wichtigste, sondern der überbewerteste Intellektuelle unserer Zeit – und wenn die Probleme, die ich in seinem Wirken sehe, sich weiterentwickeln, möglicherweise bald der gefährlichste Denker unserer Zeit.

Die Hauptprobleme

1. Seine Anhängerschaft

Das ist ein Problem für welches man Peterson nicht direkt verantwortlich machen kann, aber sehr wohl dafür, dass er dagegen nichts unternimmt. Jordan Peterson hat viele junge Menschen dazu inspiriert sich mit Philosophie zu beschäftigen und eine Orientierung im Leben zu finden. In einer Zeit, die von Nihilismus und der Dekonstruktion vieler Werte und etablierter Strukturen geprägt ist, ist diese Führung durch das Chaos des Lebens etwas, was vor allem die heutige Jugend nicht nur aktiv sucht, sondern auch braucht. Dr. Peterson hat diese Lücke gefüllt und ist dadurch innerhalb der letzten Jahren zu der Vaterfigur einer ganzen Generation avanciert. Dies bringt allerdings die Schattenseite mit sich, dass er von vielen wie ein Guru oder Kultführer verehrt wird. Vor allem jene für die Jordan Peterson der bisher einzige Zugang zur Philosophie und Psychologie war – also der Großteil seiner jungen, männlichen Zielgruppe – reagieren mitunter empfindlich aggressiv auf Kritik an Peterson. Kritiker des Kanadiers werden im Internet schnell mit Shitstorms und Hasskommentaren überzogen. Darüber hinaus bieten viele seiner Aussagen Futter für Memes der Neuen Rechten. Seine Anhänger tun also oft genau das, wovor Peterson eigentlich in seinen Vorträgen zum Radikalismus, Faschismus und Kollektivismus warnt. Das Problem hat Peterson nach wie vor nicht direkt angesprochen. Würde er allerdings differenzierter und selbstkritischer vorgehen, würde der Personenkult um ihn herum wahrscheinlich auch nicht so extreme Formen annehmen – was zu seinem eigenen Nachteil wäre, schließlich profitiert er immens davon. Aber dieser Mangel an Differenziertheit und Reflexion, der zu der Entstehung des kultartigen Verhaltens seiner Fans beiträgt, findet sich nicht nur im Umgang mit sich selbst, sondern auch mit seiner Opposition.

2. Feindbilder, Paranoia und falscher Postmodernismus

Jordan Peterson beschwört in seinen Reden und Texten immer wieder das Feindbild einer neomarxistischen Weltverschwörung herauf und hetzt gegen die „Postmodernisten“.  Am besten kann man das in seinem Video „Dangerous People Are Teaching Your Children“ für Prager U sehen. Zwar sind viele seiner Kritikpunkte berechtigt, aber er begeht dabei viele Fehler und seine Aussagen grenzen fast schon an Verschwörungstheorien mit denen er die Gesellschaft polarisiert und Argumente für die Neuen Rechte liefert. Wen man seine Vorträge genau ansieht, merkt man, dass seine sonst eher ruhige Art durch ein aggressives, wütendes Auftreten verdrängt wird, wenn er über das Thema spricht. Ich befürchte daher, dass er sich was seine Ansichten zum Postmodernismus angeht, von den aktuellen neurechten und reaktionären Strömungen und Ideologien mitziehen lässt. Bezeichnend ist dafür vor allem, dass er als Quelle für seine Ansichten immer wieder das Buch Explaining Postmodernism: Skepticism and Socialism from Rousseau to Foucault zitiert. Dieses Buch reduziert Postmodernismus von einer philosophischen Strömung auf eine manipulative Argumentationsstrategie der radikalen Neuen Linken. Ich weiß nicht, ob Peterson auch noch andere Bücher über Postmodernismus gelesen hat, aber ich bezweifle es, denn ansonsten würde er etwas differenzierter mit dem Thema umgehen und nicht dauernd die kollektivistische Identitätspolitik und Kulturmarxismus mit Postmodernismus gleichsetzen. Und vielleicht bemerken, dass viele seiner eigenen  Argumentationsweisen und seine relativistischen Definitionen, vor allem, was Wahrheit und Realität angeht, von sehr postmodernen Standpunkten ausgehen. Wenn er zum Beispiel seine religiösen Ansichten mit der Aussage „scientific truth is different from religious truth“ verteidigt, dann greift er ein Argument des neomarxistischen und postmodernen Philosophen Jean-François Loyotard auf. (nachzulesen in The Postmodern Condition). 

Diese unkritische Verurteilung von ganzen philosophischen Schulen, Schaffung von Feindbildern und das Verbreiten seiner Verschwörungstheorien einer neomarxistischen Weltverschwörung, polarisieren die Gesellschaft und vergiften den Diskurs – ganz abgesehen davon, dass sie zu großen Teilen falsch sind. Es stimmt zwar, dass diese nihilistische und antiwestliche Mentalität, die Peterson beschreibt, an Universitäten sehr weit verbreitet ist – nicht nur in den USA, wie ich von dort lebenden Verwandten und Freunden bestätigt bekommen habe, sondern wie ich selber auch hier in Deutschland erlebe – aber Peterson übertreibt, zeichnet eine schwarz-weiße Welt und schürt gezielt Angst mit seiner Wortwahl. Er gießt damit nur mehr Öl ins Feuer, statt es löschen. Er tut selber das, was er den „Postmodernisten“ vorwirft: An seiner eigenen dogmatisch Ideologie festhalten und andere Ideen ausblenden.

Aber dass Peterson von akademischer Philosophie nicht allzuviel versteht und Schwierigkeiten damit hat zu reflektieren, haben die meisten spätestens bei seinem Auftritt im Podcast Waking Up von Sam Harris hoffentlich bemerkt. Das führt uns gleich zum nächsten Punkt.

3. Überschreiten der Kompetenzen und Desinformation

Peterson beklagt immer wieder, dass er als politischer Intellektueller oder Philosoph aufgefasst wird, was er aber weder wäre noch sein wolle. Er betrachte sich selber lieber als Psychologen und Theologen.

Es stimmt zwar durchaus, dass Peterson als klinischer Psychologe kein Experte für Politik ist – dennoch verhält er sich wie einer und wird entsprechend so wahrgenommen. Und er tut auch nichts dagegen. Er wurde schließlich durch die Kontroversen um Bill C16 berühmt und seine Kritiken an der Neuen Linke und Justin Trudeau. Auch kommentiert er aktiv politisches Tagesgeschehen auf Twitter und postete Videos während der Kongresswahl 2018 in den USA, in denen er zu den Demokraten Stellung bezog. Politik war und ist für Jordan Petersons intellektuelle Tätigkeit und seinen Ruhm essentiell. Wenn er also sagt, er wäre kein politischer Intellektueller, handelt es sich dabei entweder um eine Form von kognitiver Dissonanz oder um eine bewusste Lüge. Es wäre nur konsequent und ehrlich, wenn er entweder sich dazu bekennt ein politischer Aktivist zu sein oder sich bei der Politik zurückhält.

Peterson mag vielleicht etwas anderes behaupten, aber er inszeniert sich abgesehen davon auch gern als Universalgenie. Das kann man bereits in seinem Grundwerk Maps of Meaning sehen. Darin vermischt er Ideen aus Anthropologie, Philosophie, Psychologie, Politik und Theologie zu einer Weltformel – die allerdings an vielen Stellen mangelhaft ist, da sie judeochristlichen Mythen eine archetypische Universalität zuspricht, für die sich zahlreiche Gegenbeweise finden lassen. Dafür reicht es sich Asien oder die indigene Kulturen Südamerikas anzusehen – was Peterson natürlich eher verschweigt.

Jordan Peterson ist mit Sicherheit ein sehr kompetenter Psychologe, was man an dem Erfolg seiner Selbsthilferatschläge sehen kann – aber in vielen anderen Dingen ist seine Kompetenz eher gewöhnlich. Deshalb ist es so gefährlich, wenn er seine Kompetenz verlässt und für ihn fachfremde Themen kommentiert.

Weil viele Menschen positive Erfahrungen aus seinen psychologischen Ratschlägen ziehen (die oft sehr universell oder zumindest im Westen gültig sind), glauben sie, dass seine Ansichten auch in anderen Gebieten richtig sein müssten. Vor allem die radikalen Anhänger, die ihn regelrecht verehren, übernehmen dann oft unkritisch seine Meinungen und wollen seine Ansichten zu allen Aspekten des Lebens wissen. Entsprechend wird Jordan Peterson auch zu anderen Themen befragt – und statt wie ein perfekter Intellektueller sich über Themen, zu denen er wenig Expertise besitzt, auszuschweigen, gibt er zu allem eine Antwort. Meist bedient er sich dabei einer Rhorschachrhetorik, die seine Aussagen so formlos und vieldeutig macht, dass jeder alles reinintepretieren kann. Oft macht er aber auch klare Aussagen, die dafür dann umso fataler sind.

Das beste Beispiel sind  seine Ernährungsvorschläge. Fairerweise muss man anfügen, dass er zumindest hierbei selbst sagt, er wäre kein Ernährungsexperte – was ihn aber nicht davon abhält seine anekdotischen Erfahrungen auszubreiten, die von keinen wissenschaftlichen Studien unterstützt werden. So ernähren sich Dr. Peterson  und seine Tochter angeblich ausschließlich von Fleisch und preisen diese Diät öffentlich an. Seine Tochter verdient mittlerweile Geld damit, dass sie Menschen berät, wie sie auf diese aus Steaks bestehende Diät umsteigen. Abgesehen davon, dass es ökologischer und ökonomischer Sicht ziemlich unverantwortlich ist, seine Ernährung zum Großteil auf Fleisch aufzubauen, so muss man kein Ernährungswissenschaftler sein, um zu sehen, dass das kompletter Nonsens ist, denn die wissenschaftliche Studienlage dazu ist recht klar, während Peterson nur Anekdoten vorbringt. Absolut keine Kohlenhydrate zu essen, wie die beiden vorschlagen, ist laut dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Konsens gefährlich. Wenn man absolut keine Kohlenhydrate mehr zu sich nimmt, verfällt der Körper in einen Stoffwechselzustand namens Ketose, bei dem er die Kohlenhydrate durch das Auseinanderbrechen von Proteinen und Fetten gewinnt. Als Langzeitnebenwirkung dieses Stoffwechsels entstehen giftige Abauprodukte wie Aceton, die den ganzen Körper schädigen. Bei manchen Erkrankungen kann eine kurzzeitige ketogene Diät, die der von Peterson ähnlich ist, zwar laut einigen Studien tatsächlich hilfreich sein, aber langfristig und ohne ärztliche Kontrolle ist sie keine Lösung, sondern schlicht wahnsinnig. (Also eine Diät, die ausschließlich aus Fleisch besteht. Eine normale ketogene bzw. low Carb Diät ist je nach Studienlage relativ sicher und sogar mitunter gesund.)

Wobei Jordan Peterson bei seinem Auftritt bei Joe Rogan behauptete, 25 Tage lang nicht geschlafen zu haben, nachdem er einmal Cider getrunken und damit gegen seine Diät verstoßen hatte – dabei liegt aktuell der Weltrekord für die längste Zeit ohne Schlaf bei 11 Tagen. Also, entweder Peterson überdramatisiert und lügt mit seiner Diät, um noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, oder sie schadet ihm mittlerweile kognitiv.

Die Ernährungsratschläge sind sicherlich das extremste Beispiel, aber sie stehen exemplarisch für zahlreiche andere Themenfelder auf denen Jordan Peterson sich bewegt, ohne die Expertise dafür zu besitzen und daher auch oft veraltetet und wiederlegte Theorien verbreitet. Um nur einige zu nennen: seine Aussagen zu wirtschaftlichen Problemen, zu Gödels Unvollständigkeitssatz, zu Atheismus, zu Philosophie und zu sehr viel, was mit Politik zutun hat.

Ein aufrichtiger und ehrlicher Intellektueller würde zu Themen, mit denen er sich nicht auskennt, und vor allem bei so sensiblen Sache wie Ernährung und Politik, sich zurückhaltender zeigen oder sich zumindest gründlicher informieren. Bei Peterson bekomme ich zunehmend aber das ungute Gefühl, dass die Fähigkeit zur Reflexion mit dem steigendem Ruhm sinkt und die Anzahl der radikalen und polarisierenden Ansichten steigt.

 


Weiterführende Artikel:

https://leveret-pale.de/dr-jordan-peterson

https://www.theatlantic.com/health/archive/2018/08/the-peterson-family-meat-cleanse/567613/

https://www.psychologytoday.com/us/blog/in-excess/201307/celebrity-worship-syndrome

https://www.zeit.de/2018/52/jordan-peterson-hummer-gesellschaft-hierarchie-natur-menschen

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/einflussreicher-psychologe-jordan-b-peterson-genie-oder-scharlatan

https://www.psychologytoday.com/intl/blog/hot-thought/201803/jordan-petersons-murky-maps-meaning


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Die Zukunft des Selfpublishings im BVjA

Die wilden Goldrauschzeiten des Selfpublishings sind vorbei.

Der Markt für selbstveröffentlichte Bücher wächst zwar weiterhin kontinuierlich, trotzdem ist es mittlerweile nicht mehr so einfach wie noch vor vier, fünf Jahren mit einem Titel als frischgebackener Selfpublisher einen Hit zu landen. Die Zahlen der Neueinsteiger sinken und die Investitionskosten steigen. Der Kampf um Leser wird zunehmend härter. Wer Erfolg haben will, muss sich deutlich mehr anstrengen, besser schreiben und sich mehr mit Marketing, Lektorat und Coverdesign beschäftigen.

Und das ist auch gut so, denn dies sind die Symptome einer äußerst positiven Entwicklung: Die zurzeit rund 100.000 Selfpublisher in Deutschland beginnen sich zu professionalisieren. Während zu Beginn kaum ein Selfpublisher einen Lektor beauftragte und dadurch vor allem schlecht geschriebene Wortergüsse den Markt fluteten, ist ein Lektorat zumindest bei seriösen Indieautoren mittlerweile ein inoffizieller Standard.

Nicht nur haben Selfpublisher und ihre Dienstleister immer größere Anteile an den Ausstellern bei den großen Messen; mit dem Selfpublishing Day, diversen Preisen und dem Selfpublisherverband haben sie mittlerweile eigene Institutionen und Verbände, um sich zu vernetzen und dafür zu sorgen, dass Selfpublishing nicht mehr als Literatur zweiter Klasse betrachtet wird und sich weiter professionalisiert und gesellschaftlich etabliert. Zwar ist die Szene noch immer eine Art Wilder Westen, in dem jeder nach eigenem Gutdünken schreiben und veröffentlichen kann, doch es setzt sich zunehmend der Konsens durch, dass die Qualität und der Leser dabei nicht vernachlässigt werden dürfen – was sich bei den Lesern auch herumspricht, von denen nun immer mehr auch mal was von Selfpublishern lesen und kaufen. Diese Veränderungen locken gemeinsam mit den vergleichsweise guten Margen zunehmend auch etablierte Verlagsautoren an, die auf Selfpublishing umsteigen, oder sich als Hybridautoren probieren. Auch umgekehrt werben Verlage mittlerweile um erfolgreiche Indieautoren oder gehen Kooperationen mit ihnen ein. Zeitungsartikel über und Events mit Selfpublishern sind keine Seltenheit mehr.

Diese Professionalisierung und die Etablierung von Qualitätsstandards, die dafür sorgen, dass Selfpublishing nicht nur den Lesern das liefert, was sie wirklich lesen wollen, sondern auch den Autoren ermöglicht zunehmend besser zu verdienen und freier zu schreiben, sind Veränderungen, die wir als BVjA (Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.) unterstützen wollen. Um den Indieautoren in unserem Verband dabei unter die Arme zu greifen und Konzepte zu entwickeln, die gutes Selfpublishing fördern, gibt es daher seit den letzten Vorstandswahlen den Posten des Vorstandsmitglieds für Selfpublishing, den ich als Erster bekleiden darf.

Da ich jedoch erstmal evaluieren wollten, inwiefern unter den BVjA Mitgliedern Interesse am Selfpublishing besteht, startete ich vor einigen Monaten eine ausführliche Umfrage, die über den BVjA-Newsletter und die BVjA-Facebookgruppe an alle versendet wurde. (Wer sich bei der Umfrage nochmal nachträglich beteiligen will, kann dies als BVjA Mitglied tun). Im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse und die Konsequenzen, die daraus gezogen werden.    

Zuallererst die Bestätigung dafür, dass wir den richtigen Weg gehen, denn eine überwältigende Mehrheit von über 75% der befragten BVjA-Mitglieder wünscht sich, dass mehr Artikel zum Thema Selfpublishing in der QWERTZ erscheinen. Selfpublishing wird ein immer wichtigerer Teil des Buchsmarkts, weshalb eine Auseinandersetzung damit unabdingbar ist. Wir werden diesem Wunsch daher nachgehen und bereiten für die kommenden QWERTZ-Ausgaben neue Artikel vor.

Denn obwohl mehr als die Hälfte der Befragten sich bereits gut über Selfpublishing informiert fühlt, wären dennoch noch über 80% an mehr Informationen interessiert. Bei den Einzelbefragungen kam darüber hinaus deutlich das Interesse an (vor allem online) Seminaren zum Vorschein, so wie an Artikeln über Grundinformationen und Erfahrungsberichten von bereits etablierten Indieautoren. Da Seminare recht aufwändig vorzubereiten und zu planen sind, werden wir nicht so schnell welche organisieren können, langfristig sollen aber Seminare zum Thema Selfpublishing ein fester Bestandteil unseres Repertoires werden. Artikel sind wie oben erwähnt bereits in Planung.

Erfreulich ist des Weiteren, dass auch wenn den Umfrageergebnissen nach die Mehrheit der BVjA-Mitglieder bisher nur in Verlagen veröffentlicht hat, die Akzeptanz für Indiebücher bereits sehr hoch ist und wir daher keine Zeit dafür werden verschwenden müssen Selfpublishing vom Stigma der Literatur-zweiter-Klasse zu befreien.

Ich freue mich bereits darauf, die Sparte des Selfpublishings innerhalb des BVjAs in den kommenden Monaten auszubauen. Wer hierzu Themen vorschlagen möchte, sich als erfahrener Selfpublisher einbringen will oder schlicht Fragen zu der Thematik hat oder eine Beratung braucht, kann mich jederzeit gerne via autor@leveret-pale.de kontaktieren.

 


Dieser Artikel erschien ursprünglich in der QWERTZ 03/2018, dem Mitgliedermagazin des Bundesverbands junger Autoren und Autorinnen e.V, bei dem ich seit Oktober 2017 als Vorstandsmitglied tätig bin.

Quelle des Beitragsbild;

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Zwischenbericht von der Schreibfront

In den vergangenen Monaten war es hier auf  dem Blog um Leveret Pale ziemlich still. Kaum neue Artikel, kaum neue Ankündigungen, kaum Posts über neue Interviews. Wer mir aber auf meinem Instagramaccount folgt, der weiß, dass ich seit meinem Abitur im Juni alles andere als untätig war, sondern eher überbeschäftigt. An der Schreibfront hat sich für über den Sommer 2018 einiges getan, sodass es Zeit ist in einem Zwischenbericht mal Bilanz zu ziehen, vor allem im Hinblick auf die kommenden Entwicklungen.

Partys, Leserunden und Veröffentlichungen

Kreativität ist immer das Ergebnis des Tanzes von Apollon und Dionysos, von Ordnung und Chaos … und das Chaos hat man mal nach 13 Jahren bayrisches Einbildungssystem dringend gebraucht.

Klar, die ein oder andere Hausparty, den ein oder anderen Club habe ich dann auch mal heimgesucht, aber nachdem ich fließig gelernt und auf der Bühne die Abschlussrede meines Jahrgangs hielt, hatte ich es mir auch verdient. Allein n der Inspiration wegen, musste ich mal wieder aus dem verstaubten Arbeitszimmer rauskommen. Es gibt meiner Meinung kaum was schlimmeres, als sogenannte Literaten, die in ihrem Leben nie was erlebt haben, und deren Bücher zusammenfantasierte und langweilige bis unglaubwürdige „Hochliteratur“ sind, mit denen man dann Schüler quälen und nur ähnlich langweilige Germanistik-Studenten entzücken kann. Somit war etwas Eskalation eigentlich schon fast verpflichtend. Aber keine Sorge, ich bin ja nicht umsonst ein notorischer Workaholic, und so gab es auch einiges an produktiven Ereignissen im Sommerloch zu verzeichnen. Wenn ich so überlege, so war dieser Sommer trotz vieler Reisen und Feiern viel produktiver als der vergangene, durch den ich mit meiner damaligen Freundin ziemlich liebestrunken durchgerauscht war, und dabei abgesehen von einer  wissenschaftlichen Arbeit, nicht viel Langfristiges zustande gebracht habe.

Nicht nur erschien diesen Sommer mit Der Apfelsmoothie der Erkenntnis mein neuster Roman, der zugleich mein letztes Indie-Projekt ist. Darüber hinaus fanden vor allem auf Lovelybooks viele Aktionen wie Leserunden statt. Mittlerweile  habe ich dort über hundert Rezensionen erhalten; ein Meilenstein, der mich besonders stolz macht. Genauso wie die Tatsache, dass ihr in den kommenden Monaten Kurzgeschichten von mir in den Anthologien mehrere Verlage finden werdet (dazu aber mehr, wenn es soweit ist). Eine Neuauflage meiner zwei Jahren alten Novelle Das Erwachen des letzten Menschen erschien; und eine englischsprachige Ausgabe für den amerikanischen Markt ist zurzeit ebenfalls in Arbeit, da sich erstaunlicherweise die deutsprachige Ausgabe bereits jetzt dort drüben gut verkauft (fragt mich nicht warum. I have no idea.) Meine Entwicklung vom Indieautoren zum professionellen Verlagsautoren ist damit beinahe abgeschlossen. Ich verband darüber hinaus während der langen Sommerpause das Angenehme mit dem Nützlichen, und bereiste Europa, um für einen neuen Roman zu recherchieren, an dem ich zurzeit schreibe.

Dublin: Jordan Peterson, Whiskey, Oscar Wilde und Universitäten

Selfies durfte ich dann aber mit den Dreien nicht machen, weil im Backstage-/Signierbereich überall Personenschützer waren, die jegliches Fotografieren verboten. Aber die Autogramme und die Erinnerungen sind auch genug

Direkt nach dem Abitur reiste ich zuerst nach Dublin, wo ich auf dem Campus des Trinity College wohnte, die Wege der berühmten irischen Autoren abschritt und das War of Ideas-Event in der 3Arena besuchte. Eine Videoaufzeichnung dieses Events findet ihr auf YouTube: https://youtu.be/PqpYxD71hJU

Dabei hatte ich die unglaubliche Gelegenheit drei der größten Intellektuellen unserer Zeit, nämlich Sam Harris, Jordan Peterson und Douglas Murray persönlich zu treffen und nach der Show sogar ein paar Worte mit ihnen zu wechseln und meine Bücher signieren zu lassen. Es war ein überwältigendes Erlebnis, diesen Männern die Hand schütteln zu können und sie auch live dabei zu beobachten, wie sie ihre Gedanken ausformulieren und auf Fragen und Argumente reagieren. Etwas enttäuscht war ich von Sam Harris, der als Advokat des Atheismus und einer nichtreligiösen Spiritualität zu meinen Lieblingsphilosophen gehört. Er wirkte während des Events ziemlich müde und wurde von Jordan Peterson rheotrisch und argumentativ übertrumpft, da Peterson offensichtlich dessen neurologischen und materialistischen Positionen im Laufe der vorhergegangenen Diskussionen in sein eigenes Weltbild integriert hat. Dabei entdeckte ich meine Begeisterung für Jordan Peterson wieder, die zuvor nach einigen seiner paranoiden Anfälle und überzogenen Hetzen gegen „Neomarxisten“ stark abgekühlt war, doch die größte Neuentdeckung war für mich Douglas Murray. Im Rahmen dieses Events setzte ich mich nämlich erstmals intensiver mit ihm auseinander, da er sich als dritter im Bunde überraschend gut schlug. Ich hatte zuvor nur Medienberichte über ihn gelesen und ging demnach davon aus, es hier mit einem Vertreter der Alt-Right zutun zu haben, doch die Argumente und Gedanken, die dieser Mann aussprach, waren sehr differenziert und weit von rechten Parolen entfernt. Vor allem seine Gedanken zur Migration, nämlich, dass weder radikale Abschottung, noch radikal offene Grenzen eine Lösung sein können, sondern das ein vernünftiger, unpopulistischer Dialog notwendig ist, fand ich persönlich sehr erfrischend.

Darüber hinaus genoss ich während meines kurzen Aufenthalts in Dublin den lokalen Whiskey (und nahm gleich eine Flasche Writers Tears Red Head Single Malt mit; ja, nur wegen des Namens) und besuchte das Writers Museum. Es ist wirklich faszinierend, wie viele geniale Schriftsteller dieses kleine Land hervorgebracht hat – Wilde, Joyce, Beckett und Yeats, um nur einige zu nennen, und umso spannender war es Dublin zu erkunden und dabei sich immer wieder zu ertappen, dass man diese Stadt doch aus der Literatur bereits überraschend gut kennt, da vor allem Joyce in seinen Beschreibung unglaublich realitätsnah ist. Meine Unterkunft auf dem Campus des geschichtsträchtigen Trinity Colleges verstärkte noch dieses Gefühl auf aus literarischer Sicht heiligen Boden zu stehen.

Insgesamt hat mich diese Reise nach Dublin stark inspiriert meine eigenen intellektuellen und literarischen Fähigkeiten weiter auszubauen, und härter an mir selbst zu arbeiten. Vor allem meine Schreibdisziplin, die ich während meiner letzten Beziehung und dem Abitur stark vernachlässigt hatte, habe ich seit Dublin wieder aufgenommen. Insgesamt beschäftigte ich mich über den Sommer hinweg sehr viel mit neuer Literatur, neuen Themen, neuen Menschen und arbeitete daran meine Bildung auch nach der Schule fortzusetzen.

Dafür legte ich nun auch einen weiteren Grundstein, indem ich mich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena für den 2-Fach-Bachelor Kommunikationswissenschaften und Psychologie immartikulieren ließ, sodass ich in den kommenden Wochen Müchen verlassen und nach Jena ziehen werde, um dort ab den 1. Oktober mein Studium aufzunehmen. Diese interdisziplinäre Fächerkombination entspricht meiner aktuellen Einschätzung nach am besten meinen wissenschaftlichen, journalistischen und medialen Begabungen.

Fear and Loathing in The Hague und Jena

After a week in the sun even the Leveret ain’t so pale no more

Zwischendurch ging es dann nach Dublin natürlich auch mal wieder weniger intellektuell, und mehr hedonistisch zu, aber eine Prise Dionysos gehört ja zu der Balance eines jeden kreativen Lebens. Ich verbrachte eine Woche mit meinen beiden besten Freunden in der niederländischen Stadt Den Haag, besuchte dort das Parlament, die Smartshops und lag sonst viel pfeiferauchend und Ayn-Rand-lesend am Strand herum. Etwas Entspannung schadet ja nie, und prompt kam mir dort die Idee für eine Kurzgeschichte, die bereits bei einem kleinen Verlag ein Zuhause gefunden hat und gerade noch das Lektorat durchläuft.

Vor diesem Niederlande Urlaube hatte ich noch in Betracht gezogen dort zu studieren, vor allem im Amsterdam, aber bei näherer Betrachtung habe ich für mich festgestellt, dass vor allem Amsterdam für mich keine Stadt ist, in der ich langfristig leben will. Sie ist mir einfach zu hedonistisch und zu unruhig. Da spricht wieder der Workaholic aus mir. Ab und zu Party ist drin, aber langfristig brauche ich dann doch eher etwas Ruhiges, damit ich konzentriert an meinen Projekten arbeiten kann. Etwas, woran ich mich schon während der langen Zugfahrten hin und zurück machte. Dabei entstanden zwei Interviews, nämlich eins bei libramorum und eins bei buchfans.com.

Kaum war ich jedoch zurück in München und hatte ein paar Tage mit Schreiben, Arbeiten und dem Austausch mit Kollegen verbracht, da fuhr ich auch schon wieder nach Jena, um dort Wohnungen zu besichtigen und sowohl die Natur als auch das lokale Romantikermuseum zu bewundern. Nach dieser Reise war ich mir dann auch sicher, dass ich in Jena studieren will. Obwohl diese Stadt nur rund hunderttausend Einwohner hat, sind davon ein Viertel Stundenten, sodass die Straßen herrlich jung und belebt sind, was ein starker Kontrast ist zu dem doch sehr konservativen und alten München. Und trotzdem hat Jena ein sehr spannedes Erbe  als die Stadt vieler bekannter  Schriftsteller, vor allem aus der Frühromantik. Ich freue mich schon sehr darauf, nach Jena zu ziehen, vor allem weil ich damit gleich viel näher an Leipzig und Berlin sein werde, zwei für mich als Autor sehr wichtigen Städten.

Wien, Berlin, Interviews und neues Romanprojekt

Selfie in der Wiener Bar Travelshack. Miese Sache, die mir dann noch eine Zeit lang nachhing: Dort darf man noch rauchen, und es hat sich als die beste Methode erwiesen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Eine weitere wichtige Stadt besuchte ich dann Ende August für ganze zwei Wochen: Wien. Ich fuhr dort hin, um mir die Wiener Universität anzusehen und schnell festzustellen, dass ich Jena noch immer bevorzuge, und dann natürlich, um Inspiration zu sammeln und nochmal zu feiern, diesmal jedoch in einer für mich ganz fremden Umgebung. Allein trieb ich mich dort herum, erkundete das Literaturmuseum, die Spuren Freuds und Wittgensteins, und vor allem das faszinierende Wiener Nachtleben, welches bei mir die Initialzündung auslöste, um die Arbeit an meinem aktuellen Romanprojekt aufzunehmen. Als ich in Wien ankam, kannte ich niemand dort, doch nach vielen Nächten voller Drinks und Zigarettenqualm, kann ich nun einige geniale Persönlichkeiten von dort zu meinen Freunden zählen. Am meisten Zeit verbrachte ich dabei im Travelshack, einer Bar, die sich vor allem an Reisende, Backpacker und Expats richtet, und daher jeden Abend voll mit Menschen aus aller Welt und den abenteuerlustigsten Wienern war. Selten habe ich so viele verschiedene und extreme Personen und Dinge gesehen und erlebt, wie während meiner Erkundstouren durch die Straßen Wiens.

Und mit besonderen Menschen ging es dann seit meiner Rückkehr dann auch weiter. Im Rahmen meiner Recherche, interviewe ich zurzeit die verschiedensten Personen meines Alters, um ein möglichst diverses Bild meiner Generation zu bekommen. Vom Flüchtling, über Transsexuellen und Antifaschisten bis hin zum Alt-Right-Anhänger, StartUp-Gründer und Musiker habe ich mittlerweile fast jeden vor mein Diktiergerät führen können. (Beziehungsweise der Memo-Funktion meines Smartphones.)

Eines dieser Interviews führte ich dabei mit dem Musiker Lloyd Buchholz, der vor kurzem in München seine Band Blood Addicts gegründet hat und zuvor unter anderem bei Zoo Escape spielte. Dieses Interview wird dabei wahrscheinlich auch das einzige sein, welches ich im Wortlaut veröffentlichen werde, da die anderen alle im Schutze der Anonymität und mit Privatpersonen entstanden. Das Interview mit Lloyd werdet ihr daher, wenn alles klappt, in der QWERTZ Ausgabe 2018/4 und irgendwann später auch auf meinem Blog nachlesen können. Für die, die es nicht wissen: Die QWERTZ ist die Mitgliederzeitschrift des BVjA (Bundesverband junger Autorinnen und Autoren e.V.), in dessen Vorstand ich seit nun fast einem Jahr tätig bin.

Peace aus der Hauptstadt

Der Rest der Interviews wird nur in meinem neusten Roman verarbeitet und damit natürlich verzerrt erscheinen, aber bis dahin wird es noch etwas dauern, vor allem weil ich plane dieses Projekt bei einem größeren Verlag unterzubringen.

Für weitere Recherchen und Interviews war ich dann auch noch kurz für ein Wochenende in Berlin, traf mich dort mit Kollegen und alten Freunden, und fragte mich dabei immer wieder, ob ich den noch immer in Deutschland bin, oder zwischenzeitlich irgendwie in eine Parallelwelt gefallen wäre. Berlin ist für mich nach wie vor eine der kuriosesten Städte, da es mit seiner Diversität und Chaotik im krassen Kontrast zu meiner Geburtsstadt München steht, und doch zum selben Staat gehört.

Aber das habe ich ja bereits in meinem Roman Crackrauchende Hühner ausreichend thematisiert.

 

Fazit

Ingesamt habe ich den Sommer vor allem dazu genutzt, um viel Zeit und Energie darin zu investieren die Grundsteine für meine literarische und persönliche Entwicklung in den kommenden Monaten zu legen. Ich sammelte viele neue Erfahrungen, lernte viele neue Menschen kennen und häufte Inspiration und Können für neue Projekte an, die ich nun umsetzen werde.

Da das Studium und meine anderen Projekte mich viel in Beschlag nehmen werden, kann ich allerdings noch keine Versprechungen machen, was Events und Veröffentlichungen in den kommenden Monaten angeht. Lediglich, dass ich auf jeden Fall am 13. Oktober von 14:00 bis 18:00 am Stand des BVjA auf der Frankfurter Buchmesse 2018 anzutreffen sein werde, steht bereits fest.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich alles weiterentwickelt und freue mich darauf euch bald als Leveret Pale neue und noch bessere Werke präsentieren zu können.

 


Wenn dir dieser Artikel weitergeholfen oder dich unterhalten hat, dann würde es mich freuen, wenn du mir einen Kaffee spendieren würdest, mit dem ich noch mehr solcher Artikel schreiben kann 😉
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