Gedankenströme, Hypnagogie, Inspiration und Einschlafen – Betrachtungen eines Schriftstellers um zwei Uhr morgens

(Alternativer Titel; Kreative Insomnie und ihre Vor- und Nachteile)

Mein Gehirn arbeitet ununterbrochen: Es kreiert, analysiert, phantasiert, es denkt ununterbrochen in rastlosen Kreisen. Meine Psychiaterin diagnostizierte mir immer wieder einen hohen IQ, ADHS und Depressionen und anderen Kram; aber ich glaube, das sind nur grobe Reduktionen, die gerade mal die quantifizierbaren Symptome umfassen. Es steckt mehr dahinter.  Das Gehirn eines Kreativen,  also auch das eines Schriftstellers, reagiert sehr intensiv auf Reize. Es steht stetig unter Strom, denn die Welten in mir und die um mich herum stimulieren mich ununterbrochen mit ihren Wunder und Schrecken zu stark, als das ich sie ignorieren könnte. Das stetig Nachdenken trägt auch reiche Früchte; Schlagkraft bei Debatten, ein Arsenal an Argumenten, ein differenzierendes Weltbild, ein zyklopischer Berg an selbstgeschriebenen Romanen, Briefen, Gedichten, Essays, Betrachtungen und Aphorismen; ein Plan A, B, C, D, E, F und G für jede mögliche und unmögliche Situation.
Doch die Rastlosigkeit hat auch ihre negativen Seiten, spätestens wenn es notwendig wird, zur Ruhe zu kommen; oder wenn die Gedanken grundlos um Sorgen und Probleme kreisen.
Haben Sie jemals beim Einschlafen gedacht? Wahrscheinlich nicht, denn Einschlafen, das Versinken in den Schlaf, geht bei den meisten Menschen normalerweise einher und folgt aus dem Sichloslösen vom bewussten Denken.
Und da ich immer und ununterbrochen denke, neige ich zur Insomnie, und wenn ich überhaupt einschlafe, dann nur weil mein Verstand an den Gedanken vorbeigleitet, sich selbst austrickst und den Einschlafensprozess überspringt und direkt in das Träumen und damit einen Halbwachzustand eintaucht. Dieser Zustand ist es wert, genauer betrachtet zu werden, denn er ist von höchst fruchtbarer, sonderbarer und numinoser Natur.
Der Fall in den Schlaf kündigt sich bei mir mit dem Zerfall meines sonst immer klaren und rastlosen Gedankenstroms an. Ich liege in der Dunkelheit, eingewickelt in die Laken und doch schwebe ich. Die Bilder, die durch den geistigen Äther strömen, werden zusammenhangloser; die Logik krümmt sich; Zeit und Raum verschmelzen; der Strom separiert sich und ich versinke Schritt für Schritt darin, bis ich in den Bildern treibe, das Denken verschwimmt und ich einschlafe … meistens … Denn in diesem Zustand befinde ich mich bereits im Reich der Träume und stehe an der windgepeitschten Küste des Visionenmeers, das Poe bereits in „A dream within a dream“ beschrieb. Alles löst sich hier auf, gleitet davon, verliert jede feste Struktur und verschwindet in den Tiefen; nichts wirkt real, nichts wirkt richtig oder falsch; ein magischer Glanz liegt über den Dingen; aber auch die Furcht vor der Essenz einer unausgesprochenen Wahrheit lauert darunter; ungreifbar wie ein Nebelfetzen im Wind. Es ist ein Meer aus Assoziationen, Fusionen, verwirrenden Neukreationen; Paradoxons werden hier zu Singularitäten; und in diesem Meer angel ich die Inspiration. Und plötzlich erhebt sich eine gewaltige Idee, eine Erkenntnis, eine metaphysische Struktur, wie der Leviathan aus den schillernden Fluten … Und ich erhebe mich aus den Laken, greife nach Stift und Papier und beginn zu schreiben. Das Papier wabert, der Stift schwingt ohne mein Zutun, die Dunkelheit formiert und transformiert sich um mich herum, schmiegt sich an mich wie eine kalte Geliebte und flüstert Bilder und Ereignisse in meine zitternden Finger. Hypnagoge Halluzinationen treten auf. Dies ist erregte der Zustand der kreativen Muse; und in diesem Zustand; sei er durch Schlaf, Zufall oder Rausch herbeigeführt, entstehen meine besten Werke. Die meisten meiner Romane, Essays und auch dieser Text, entstanden/entstehen um zwei Uhr morgens, im Halbschlaf am Nachttisch … Schlafen werde ich nun nicht mehr; aber wer braucht schon Schlaf, wenn er mit offenen Augen träumen kann? Und auch wenn es uns den Schlaf raubt, ist es nicht die Aufgabe von uns Kreativen, die Träume einzufangen und aus ihnen Geschichten, Kunstwerke und Welten zu weben und so den magischen Glanz in die sonst so langweilige Realität und die Leben unserer Mitmenschen zu tragen?




Die Leipziger Buchmesse 2017 steht vor der Tür

Es sind nur noch wenige Tage, dann geht in Leipzig die erste große deutsche Buchmesse des Jahres 2017 los – und ich bin mit dabei. Das Wochenende 25.03/26.03.2017 werde ich Leipzig unsicher machen, die Leipziger Buchmesse 2017 besuchen, mich mit Lesern, Bloggern, Autoren und Verlegern treffen, mit Visitenkarten herumwerfen und versuchen, möglichst viel in diesen beiden Tagen zu sehen und erleben, bevor mich Schlafmangel oder Kritiker erledigen.

Um fünf Uhr morgens geht am Samstag mein ICE von München nach Leipzig los und ich werde ungefähr gegen elf Uhr bei der Messe sein und dann mich gleich in die ersten Treffen, Interviews und Workshops stürzen. Meine Rückfahrt ist dann am Sonntagabend, wobei ich dann erst in den frühen Montagstunden wieder in München bin, um dann gleich frisch am Dienstag in die nächste Mathematikklausur zu stolpern.

Zwar habe ich für dieses Jahr keine eigene, konkrete Veranstaltung, wie eine Lesung o.ä. geplant, sondern bin nur als Blogger und Besucher unterwegs, allerdings werde ich beim DSFo-Autorentreffen (Samstag 15 Uhr, Bloggerlounge) und beim BVjA Autorentreffen (Sonntag 14 Uhr, Halle 5 D430) anzutreffen sein und zwischendurch immer wieder bei der Leseinsel und der Bloggerlounge vorbeischauen. Dort werde ich im Laufe der beiden Tage viele meiner Kollegen und bekannte Blogger treffen, wie zum Beispiel Florian von creepycreaturesreviews, das Team von WurmsuchtBuch, das Allround-Genie Gunnar Kaiser und die Autorinnen Monika Loerchner und Sabrina Wolv. Am Samstagabend bin ich mit einer kleinen Autorenrunde zum Essen verabredet und danach werde ich, je nach geistiger und körperlicher Verfassung, ins Leipziger Nachtleben abtauchen. Wahrscheinlich werde ich im DarkFlower oder einer ähnlichen Location anzutreffen sein, oder aber auch Milieustudien in der Eisenbahnstraße betreiben, mal sehen wohin mich meine Beine tragen, so etwas lässt sich schlecht vorhersagen. Mein Hotel liegt zum Glück nur 5min von der Messe entfernt und die eröffnet erst um 10 Uhr, also kann ich mehr oder weniger ausschlafen.

Monikas Pläne für die LBM findet ihr übrigens auf ihrem Blog: https://monikaloerchnersite.wordpress.com/2017/03/19/leipziger-buchmesse-und-lichtbringer/ Sie hat vor kurzem ihren Roman Hexenherz beim acabus-Verlag veröffentlicht. Zurzeit lese ich ihn noch und werde wohl wegen der LBM und Schule noch etwas brauchen, bis ich ihn fertig habe, aber ich kann bereits jetzt eine definitive Leseempfehlung an alle Leser geben, die auf etwas alternative Fantasygeschichten stehen. Eine vollständige Rezension erscheint irgendwann nach der LBM auf meiner persönlichen LovelybooksSeite.

Das wird meine erste Buchmesse sein und ich bin bereits ziemlich gespannt, ob alles so klappt, wie geplant und ob ich alles in der kurzen Zeit schaffe. Ich freue mich aber auch bereits unglaublich, all die Leute zu treffen, die Cosplayer bewundern zu dürfen und neue Bücher, Konzepte, Unternehmen, Ideen, Artworks und Autoren zu entdecken. Wer mir bei diesem kleinen Abenteuer über die Schulter schauen und mich vielleicht sogar bei der ein oder anderen Gelegenheit treffen will, der sollte mir am besten auf Instagram oder Facebook folgen und entsprechend dort kommentieren, denn dort werden ich meine Eindrücke von der Messe zuerst posten und auch eure Kommentar zuerst sehen.




‚Crackrauchende Hühner‘ ist da … alle heißen Infos zu Lesungen, Leserunden und Co.

Es ist soweit, seit dem 28. Februar 2017 ist mein neuster Roman „Crackrauchende Hühner: Nihilist Punk“ als Taschenbuch offiziell veröffentlicht und seit Freitag den 17. März 2017,  ist nun auch die eBook-Fassung draußen. Die eBook-Fassung wird die ersten paar Wochen nur 2,99€ kosten, danach wird der Preis auf 5,49€ erhöht. Wann genau? Nun, das ist ein Geheimnis 😉 Ich würde aber schnell zuschlagen, solange das Sonderangebot noch besteht. Hier geht`s zur Amazonseite des Buches, ihr findet es aber auch bei allen anderen größeren Händlern.

Um die Veröffentlichung zu zelebrieren und das Buch unters Volk zu bringen, habe ich einiges an Aktionen geplant. Updates und Infos dazu werden kontinuierlich hier auf meinem Blog, im DSFo-Vorstellungsthread zum Buch und in meinen sozialen Netzwerken verkündet. Da bin ich vor allem auf Instagram aktiv.

Zuallererst startete eine Leserunde zu dem Buch auf Lovelybooks, bei der die Teilnehmer eins von zehn signierten Exemplaren bekommen haben. Die Bewerbungsphase endete am 12.03.2017, also leider bereits fast eine Woche bevor dieser Post online ging. Aber natürlich kann jeder zu jeder Zeit der Leserunde noch nachträglich beitreten und sich engagieren und mit mir und den anderen Lesern den Inhalt diskutieren, allerdings sind die Freiexemplare auf die zehn Gewinner der Leserunde beschränkt. Alle anderen müssen sich das Buch auf anderen Wegen beschaffen. (legalen Wegen selbstverständlich. Alles andere schadet uns Autoren, aber darüber habe ich bereits ausführlich geschrieben). Der Link zur Leserunde: https://www.lovelybooks.de/autor/Leveret-Pale/Crackrauchende-H%C3%BChner-1435926326-w/leserunde/1435989199/

Und natürlich werde ich auch wieder mit verschiedenen Bloggern zusammenarbeiten und mich ihrer harten Kritik stellen. (Ich erwarte sehr gespaltene Meinungen. CrH ist doch ein sehr polarisierendes Werk. Ich warte eigentlich nur auf die ersten Klagen und Zensurversuche^^). Den Beginn machen die Bloggerinnen Traeumenvonbuechern und WurmsuchtBuch. Weitere werden folgen.

Natürlich wird es auch Interviews geben, aber dazu kann ich leider noch nichts Konkretes schreiben, sondern nur auf die letzten Interviews verweisen.

Zusätzlich werde ich auch noch auf meinem YouTube-Kanal Videos von Lesungen, Vertonungen und zur Backgroundstory des Romans posten. Regelmäßig werden diese Videos jedoch nicht erscheinen, dazu lässt mir der Klausurenstress nicht genug Zeit und als Schriftsteller will und muss ich mich mehr aufs Schreiben konzentrieren. Schließlich steht ja noch die Veröffentlichung von Königsgambit an und ich habe auch schon neue Projekte in Arbeit.

Doch auch live werde ich mit Crackrauchende Hühner unterwegs sein. Mehrere Lesungen sind geplant. Bisher kann ich aber nur von einer mit Sicherheit sagen, dass sie stattfinden wird: Am 11. November 2017 werde ich ( und elf andere Autoren, darunter meine Kollegin Monika Loerchner) bei der Langen Lesenacht in  Billerbeck auftreten, mich präsentieren, über mein Schreiben, Leben und meine Projekte reden und auch etwas aus meinem neusten Roman vorlesen dürfen. Auf dieses Event freue ich mich bereits besonders.

Aber es gibt eine Veranstaltung, auf die ich mich noch mehr freue: Die Leipziger Buchmesse 2017, die bereits in nichtmal einer Woche stattfindet. Ich werde dabei sein! Was ich dort genau alles machen werde, dazu kommt die Tage noch ein ausführlicher Artikel. Es wird aber ziemlich awesome, mein Zeitplan ist rappelvoll, ich bin mit dutzend Kollegen verabredet und habe keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll  😆 –  aber wenn jemand ein Autogramm will, dann bekomme ich das bestimmt noch irgendwo unter. Wenn ihr einen konfusen, jungen Autor in einem schwarzen Mantel durch die Gegend irren seht, der ungefähr so aussieht wie die Person auf meinen Instagrambildern nur ohne Brille, dann bin das wahrscheinlich ich. Sprecht mich einfach an. Meistens beiße ich nicht. 😉 und wahrscheinlich bin ich sogar froh über die kleine Ablenkung vom Termin- und Messestress. Ich freue mich schon darauf, möglich viele meiner mir noch unbekannten Leser mal persönlich zu treffen.

Und ab dem 07.04 bin ich dann auch eine Woche lang in Berlin, einem der wichtigsten Schauplätze des Romans. Dabei werde ich nicht nur Urlaub machen und mit Freunden unterwegs sein und Inspiration für das nächste Stück Literatur ( wahrscheinlich „Angst und Schrecken in Las Vegas Berlin“ XD) suchen, sondern auch mich mit Kollegen und Lesern treffen.

Ich freue mich schon auf euch 😀