Rezeption von „Wenn Soziopathen träumen“

Mittlerweile ist meine neuste Anthologie „Wenn Soziopathen träumen“ bereits seit einiger Zeit draußen und die ersten Kritiker und Leser haben ihre Rezensionen verfasst. In diesem Buch habe ich diesmal einige meiner experimentellsten und ungewöhnlichsten Texte versammelt, darunter auch ein Gedicht, und auch das erste Mal Illustrationen eingebaut, weshalb es mir schwer fiel vorherzusehen, wie das Buch bei euch, meinen Lesern ankommt. Deswegen bin ich doppelt glücklich darüber, dass die Rezensionen wieder sehr gut ausfielen. 🙂

Vor allem die äußerst lange, bebilderte und ausführliche Rezension von Lisa auf ihrem Blog Buecherschlucker, hat mir sehr gefallen und ich empfehle allen mal da reinzulesen, auch wenn ihr das Buch vielleicht schon habt, weil es einfach ein Lesegenuss an sich ist 😉 : https://buecherschlucker.blogspot.de/2017/08/wenn-soziopathen-traumen-leveret-pale.html

Ihr Fazit zu dem Buch:

Wer gerne düstere und Gänsehautgeschichten mag und offen für Abwechslung ist, ist bei diesem Buch absolut richtig! Dieses Buch fasziniert vor allem mit seinen besonderen Welten, heiklen Themen und außergewöhnlichen Gedankengängen. Manchmal etwas verwirrend, aber im Großen und Ganzen unterhaltsam!

Und auch Krisi von Wurmsuchtbuch hat auf ihrem Blog, der übrigens mittlerweile von blogspot auf WordPress umgestiegen ist und daher ein neues, frisches Design hat, eine lesenswerte und positive Kritik veröffentlicht: https://wurmsuchtbuch.com/2017/08/13/3428/

Ihr Fazit zu dem Buch:

Für mich ist Leveret Pale einer der Autoren, welcher mit der Psyche und den gegebenen Verhältnissen spielt, wie kaum ein anderer. Einige der Geschichten sind überzeugender, als andere und dennoch ist die Anthologie nur zu empfehlen für all jene, die über den Tellerrand hinausschauen wollen.

Neben Bloggern haben aber natürlich auch Leser bereits Rezensionen hinterlassen, vor allem auf Lovelybooks, wo die dazugehörige Leserunde nun vor kurzem geendet ist, aber noch immer allen Interessenten offensteht: https://www.lovelybooks.de/autor/Leveret-Pale/Wenn-Soziopathen-tr%C3%A4umen-1476147074-w/leserunde/1476174355/

Jeder ist herzlichst eingeladen jederzeit der Leserunde noch nachträglich beizutreten und seine Meinung zu den einzelnen Geschichten oder dem Gesamtwerk mit den anderen Lesern auszutauschen. Ich bin auch immer zur Stelle, um Fragen zu beantworten oder mitzudiskutieren 😉 .

Auf YouTube hat unser Buch auch seinen Weg gefunden, nämlich auf den Kanal chrissieskleinewelt der BookTuberin Christiane. Ihre Videorezension findet ihr hier:

Auch auf Instagram gab es Posts von Lesern, die mich sehr erfreut haben. Hier exemplarisch ein sehr schönes von Nadine, einer Teilnehmerin der Leserunde bei Lovelybooks:

Ich freue mich immer extrem über das Feedback meiner Leser 🙂 Ich würde auch Bücher schreiben, wenn sie außer mir niemand lesen würde, aber ich liebe es einfach auch mit meinen Texten Menschen zum Nachdenken zu bewegen und mich dann mit ihnen darüber austauschen zu können, was in unseren Köpfen beim schreiben und lesen dann vorgeht ^^

 

 




Ankündigung: Neue Anthologie „Wenn Soziopathen träumen“

Am 24. Juli 2017 erscheint meine dritte Anthologie „Wenn Soziopathen träumen„, und ähnlich wie in Wahnsinn und Wahn, wird dieses Buch wieder eine Sammlung von obskuren, gruseligen und verstörenden Geschichten enthalten. Allerdings sind diesmal die Geschichten etwas anders, schließlich habe ich mich in der Zwischenzeit als Schriftsteller weiterentwickelt und mich von der klassischen Horrorliteratur etwas entfernt und mehr den surrealistischen und psychedelischen Texten zugewandt, wie mein vorletzter Roman Crackrauchende Hühner wohl am meisten verdeutlicht. Und es gibt eine weitere Neuerung, denn das erste Mal wird ein Buch von mir Illustrationen beinhalten. Meine Freundin, die Künstlerin Vivienne Feiler, hat für das Buch 13 verstörende Zeichnungen angefertigt, für jeden Texte eine.

Insgesamt wird die Anthologie 172 Seiten haben mit 13 Texten, davon zwei Novellen, neun Kurzgeschichten, ein surrealistisches Gedicht und ein abgefucktes Lexikon, zum nachschlagen unbekannter Begriffe. Eine der beiden Novellen erzählt die Lebensgeschichte des Magiers Mos Valamor, einem Charakter in meinen beiden Elirium-Saga Romanen.

Für die Veröffentlichung sind Gewinnspiele, Kooperationen mit Bloggern, Interviews und weitere Aktionen und Events geplant. Infos dazu werden zeitnah auf meinem Blog und in den Sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, wo ich am aktivsten bin, verkündet. Vorbestellungen können bei mir via Mail an autor@leveret-pale.de getätigt werden. Bezahlung ist via PayPal und Überweisung möglich. Alle Vorbestellungen werden von der Illustratorin und mir, dem Autor, exklusiv signiert und erhalten auf Wunsch eine persönliche Widmung von mir. Der Preis für ein Taschenbuchexemplar liegt bei 9,99€. Da ich allerdings in der letzten Juliwoche auf Studienreise in Weimar bin, werden die Vorbestellungen erst am ersten August verschickt. Trotzdem erhalten die Vorbesteller die Bücher höchstwahrscheinlich früher, als die regulären Käufer, da erfahrungsgemäß die meisten Buchhändler, und auch Amazon, das Buch erst nach einer Woche, also ab Anfang August auf Lager haben werden.

Fotos vom Testdruck: https://www.instagram.com/p/BWAP-ysDJ8K/

Coverentwurf für die Anthologie




Paranoia (2): Der Tag danach

Ich grübelte an meinem Schreibtisch, hielt inne und ließ meinen Blick aus dem Fenster schweifen. Ich zuckte zusammen. Auf einem Balkon gegenüber saß ein Mann mit Sonnenbrille. Er gab den Anschein sich zu sonnen, aber instinktiv wusste ich, dass er mich beobachtete. Ich stand auf und rollte die Jalousie herunter. Scheiße, das war sicher ein Zivi. Sie hatten die Aztekensalbei abgefangen oder irgendein Scheißer hatte ihnen gesteckt, ich würde dealen, um für sich selbst eine Strafmilderung rauszuschlagen. Es durchfuhr mich heißkalt und ich bekam eine Gänsehaut. Ich ging zu meinem Bett und legte mich auf den Boden davor. Kurz darauf lag der aufgeschlossene Koffer vor mir. Massenweise Ritalin – die Basis meines Business, die ich mit dreizehn verschrieben bekommen und abgesetzt hatte – und stapelweise Döschen mit verschiedenen Pillen und Kräutern. Manche legal, manche nicht. Kokablätter, Blauer Lotus, ein braunes Hustensaftfläschchen gefüllt mit selbstsynthetisiertem Chloroform, Holzrosesamen, Kratom und eine Platte Hasch, normale Schoki und Knaster, fünf LSD Blotter, 200g pharmazeutisch 100% reines Koffeinpulver zum strecken oder sniffen, Testkits, um Ware auf Streckmittel zu testen, selbstverständlich eine Feinwaage und hunderte durchsichtige Apothekertütchen. Viel. Sehr viel, aber das meiste davon nahm ich selber gar nicht oder nur ein einziges Mal und nie wieder. Ich war Forscher und Unternehmer zusammen mit Tim. Aber das war jetzt Geschichte. Ich würde das Geschäft vollkommen an ihn abtreten. Die Bierproleten hingen mir am Arsch, ich wurde langsam paranoid und Tim… Nein. Tim nahm mich nicht ernst und war ein amoralistischer Psycho, fuhr es mir durch den Kopf. Er hatte mich dazu gebracht die Kanna-Pillen zu nehmen, mich auf dem Horrortrip ausgelacht und im Stich gelassen. Warum sollte ich das Zeug Tim geben? Wir hatten zwar beide zusammen das Business aufgebaut, aber ich hatte die Quellen und Kontakte, kaufte Bitcoins und im DarkNet ein und traf mich mit Großhändlern. Er lieferte nur an die Kunden aus und war selber einer der größten. Er lebte von meinem Geld. Und er nutzte mich aus, realisierte ich. Ich lagerte bei mir, ließ an meine Adresse liefern und er war der Nutznießer, wenn es jedoch hart auf hart kam, ließ er mich in Stich. Ich konnte ihm nicht trauen. Ich spülte die Drogen die Toilette runter. Ich ging zum Gartenschuppen und holte 2kg Thermit aus einer Tüte, die ich dort versteckte. Bevor ich mit Drogen gehandelt hatte, waren Sprengstoffe meine Leidenschaft gewesen, aber ich hatte vor langer Zeit die letzte Rohrbombe gezündet und die letzten Chemikalien in den Restmüll gekippt. Ich packte den Koffer mit dem verbliebenen Beweismaterial voll mit Thermit. Ich entnahm meinem Laptop die verschlüsselte Festplatte und warf sie mit rein. Schade um die Bitcoins.
Bevor ich mich auf den Weg machte, fiel mein Blick auf die Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen von Christian Rätsch in meinem Regal. Dieses verdammte, scheiß Buch war zu teuer und schwer, um es zu vernichten. Ich würde es vorerst behalten müssen und später verkaufen.

Ich fuhr zu dem ehemaligen, verlassenen Militärflughafen bei Neubiberg, südlich von München. Ich erinnerte mich, wie ich früher dort mit dem Rucksack voll HMTD oder Apex hingefahren war, um zum Spaß Hundekotmülleimer zu sprengen und Betrunkenen mit Pyrotechnik, Flares und Benzinlachen einen Höllenschiss einzujagen. Allein bei dem Gedanken wurde mir übel und ich bekam trotz der Hitze eine Gänsehaut. Wie hatte ich so leichtsinnig sein können, so etwas Gefährliches zu tun? Allein der Koffer voller Beweismaterial in meiner Hand ließ das Blut in meine Eier sacken. Ich sah mich die ganze Zeit um und schlug Haken durchs Gebüsch, um die Zivis abzuschütteln.
Und früher war ich hier sorglos durch die Gegend gefahren, sogar, wenn ich genug Sprengstoff um eine U-Bahn zu räumen in meinem Rucksack hatte. Warum war ich plötzlich so verdammt ängstlich?

Ich steckte eine Zündschur in den Koffer, und sah mich gehetzt um. Der kleine, durch Gebüsche isolierte Asphaltstreifen lag gut versteckt, dennoch hatte ich Angst, jemand könnte vorbeikommen. Ich wartete. Nichts geschah, also zündete ich die grüne Schnur an, die sofort funkensprühend loszischte.
Ich rannte zu meinem Fahrrad. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Die zischenden Funken verschwanden mit einer kleinen Rauchwolke im Inneren des Koffers. Ich hielt den Atem an. Würde es zünden? Falls nicht, hatte ich ein Problem. Just in dem Moment, als ich glaubte, versagt zu haben, gab es ein lautes Knastern und Zischen. Der Koffer riss auf und eine 2600C° heiße Flammensäule schoss zum Himmel. Ich trat aufs Pedal, raste davon. Meine Schläfen pulsierten. Ich hatte das Gefühl, jeden Moment würde ein Zivi mich vom Rad reißen und mich wegen Brandstiftung einkerkern. Naja, besser als Drogenhandel; den würden sie mir nicht mehr nachweisen können. Ich stürzte mit quietschenden Reifen, keuchend und schweißgebadet von einem Trampelpfad aus dem Gebüsch auf die Straße. Ich bremste und atmete tief durch. Dann fuhr ich langsam und unauffällig weg. Ein Mann mit Sonnenbrille kam mir entgegengeschlendert. Mein Magen verkrampfte sich, aber ich musste trotzdem ein Lächeln unterdrücken. Der war sicher ein Zivi, der mich überwachen sollte, aber alle Beweise und Fingerabdrücke waren gerade eben in Rauch aufgegangen. Sie konnten mir nix mehr. Zu spät, du Hurensohn.

Ich verbrachte viel Zeit auf Wikipedia und las dort über Krankheiten und Vergiftungen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass etwas mit meiner Gesundheit nicht stimmte. Auch brach ich den Kontakt zu Tim und den anderen Dealern ab. Ich hatte das Gefühl, dass er mich nur ausnutzen und irgendwann umbringen wollte. Er hatte mich in die Welt der Drogen eingeführt, aber nur um meiner Gesundheit zu schaden und Profit aus meinen Geschäfts- und Technologieverständnis zu schlagen. Ich war mir plötzlich sicher, dass er beim Klassentreffen die Pillen gar nicht geschluckt hatte und sich nur an meinem Leiden erfreute. Dreckiger, sadistischer Bastard. Wahrscheinlich, nein, ziemlich sicher, würde er mich eines Tages umbringen, denn er war von Serienkillern fasziniert und hatte oft gesagt, er würde gerne wissen, wie es sich anfühlt, zu töten. Ich hatte mir früher dabei nicht viel gedacht, da meine Interessen ähnlich waren und er mein bester Freund, aber seitdem ich entdeckt hatte, dass er mich nur ausnutzte und manipulierte, misstraute ich ihm.

[Fortsetzung folgt]

Hier geht es zu Teil 3 ===>




Blog am 30.10.2016

So, das war mal ein produktiver Sonntag. Ich habe zwei Videos für YouTube aufgenommen, geschnitten und hochgeladen, ein drittes ist zu 1/3 fertig. An meinen literarischen Texten konnte ich auch schrauben. Und ich habe es trotzdem noch geschaft ins Fitnessstudio zu gehen und eine kleine Spritztour auf dem Fahrrad hinzulegen. Zusätzlich dazu, habe ich meine Website um eine Bibliothek ergänzt. Dort findet ihr ab jetzt eine Sammlung aus kostenlosen Kurzgeschichten, Artikeln und alten Newslettern. Also, wenn ihr mal etwas schmöckern wollt, ihr wisst jetzt, wo ihr hinmüsst.

Die ersten Vier YouTubevideos werden am 1. November um 18 Uhr auf meinem Kanal online geschaltet. Die Links dazu und die genaueren Informationen schalte ich ein paar Stunde vorher online.

Zurzeit betreue ich übrigens auch noch die Lovelybooks Leserunde zu Wahn und das Gewinnspiel zu Das Erwachen des letzten Menschen. Die Bewerbungsfrist für das Gewinnspiel läuft aber in etwa zweiundhalb Stunden ab. Es ist gerade, während ich das hier schreibe, 21:20.

Naja, sonst habe ich eigentlich nicht viel zu sagen. Morgen ist Halloween. Da habe ich euch als Horrorschriftsteller ein bisschen mehr zu erzählen.